Medikamente bei Depressionen

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Hallo Nicole82,

Citalopram ist das derzeit am häufigsten verordnete Antidepressivum. Viele Millionen Menschen haben gute Erfahrungen damit.

Generell kann man sagen, dass die stimmungsaufhellende Wirkung etwa 4-6 Wochen braucht, bevor sie spürbar ist. Innerhalb der ersten 2-4 Wochen gibt es eine große Zahl möglicher Nebenwirkungen. Diese Nebenwirkungen verschwinden nach 2-4 Wochen wieder.

Im großen und ganzen stimmen diese Aussagen auch für das Opipramol. Im Gegensatz zum Citalopram macht es eher Müde oder wirkt beruhigend auf das Gemüt.

Durch diese Kombination vermindert man die Schlafstörungen, die bei Citalopram auftreten können. Denn Citalopram steigert den Antrieb. Das ist gut, um Patienten zu motivieren und zu aktivieren. So finden sie zurück in ein soziales Leben. Nachts aber kann man mit Citalopram nicht gut schlafen. Opipramol sorgt dann für die notwendige Ruhe.

Viele Grüße,

Bruno

Hallo Nicole82,

im Allgemeinen werden diese Medikamente gut vertragen. Oft hat man in der Eingewöhnungsphase Nebenwirkungen, die aber oft verschwinden.

Bedenke auch, das jeder unterschiedlich darauf reagiert und du nicht nach Erfahrungen anderer entscheiden solltest.

Alles Gute!

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nach dem klinikaufenthalt bin ich nun in ambulanter psychotherapie in kombination mit psychopharmaka (seroquel). allerdings wirkt das medikament zu sehr sedierend und ich habe das gefühl, dass es mich in der entwicklung meiner therapie eher behindert, bzw. dass alles einfach bleibt wie es ist. ich habe zwar kaum stimmungsschwankungen mehr gehabt, allerdings oft eine sehr gedrückte stimmung. das habe ich meiner psychiaterin dann auch gesagt und sie meinte, wir sollten die dosis reduzieren. das haben wir dann auch gemacht und sind von 300 auf 200 runter. in den ersten tagen merkte ich, dass meine stimmung im schnitt weniger depressiv war, allerdings die stimmungsschwankungen wieder zurückkamen. nach ein paar wochen verflog der positive effekt allerdings wieder und es war wie vorher, nur mit zusätzlichen stimmungsschwankungen. bei weiteren reduktionsschritten ist genau das selbe passiert: nebenwirkungen blieben, eigentliche wirkung des medikamentens verschlechterte sich. mittlerweile bin ich bei 75 mg (25 mg Mittags, 50 Abends)

nun zu den eigentlichen fragen:

irgendwie finde ich, das bringt nichts mehr so weiter und habe das gefühl, dass es sinnvoll ist, das medikament zu wechseln. es soll zwar stabilisierend wirken, allerdings nicht sedierend, sondern eher stimmungsaufhellend. gibt es sowas?

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