Mdikamente Enbrel vs. Ibuflam

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4 Antworten

Hallo RheunaKai

Man kann und muss von seinem Arzt eine Begründung einfordern. Wenn der Arzt nicht für Gespräche zu erreichen ist, muss man darüber nachdenken, ihn wieder zu wechseln.

Diese Sätze von bruno84 kann ich nur voll unterstützen. Es macht mich ein wenig stutzig, dass Ihr Arzt - ohne Ihnen einen plausiblen Grund zu nennen (!) - das Medikament wechselt und Sie noch dazu auffordert, Ihre noch vorhandenen sehr teuren Spritzen bei Ihm abzugeben!!!!! Das finde ich - gelinde gesagt - ziemlich dreist!!

An Ihrer Stelle würde ich:

1) ihn sehr deutlich und nachdrücklich um Aufklärung bitten. Fordern sie umfassende und verständliche Erklärungen!! Das ist Ihr gutes Recht und seine Pflicht!!! Ohne triftigen Grund würde ich das Medikament nicht wechseln!

2)Fordern Sie ihn doch einmal dazu auf, sich mit Ihrem bisherigen Hausarzt in Verbindung zu setzen, damit der ihm sagen kann, warum Sie das Enbrel unbedingt weiter nehmen sollten. Vielleicht kann der Ihnen ja auch die nächste Verordnung noch ausstellen! Fragen Sie ihn doch einfach mal um Rat in dieser Angelegenheit!

Geht Ihr neuer HA dann überhaupt nicht darauf ein, dann rate ich Ihnen wirklich zu einem erneuten Arztwechsel. Dann werden Sie mit ihm auch in Zukunft nicht klarkommen! Lassen Sie sich nicht einschüchtern!!! Alles Gute wünscht walesca

Hat dein Arzt denn auch einen Grund genannt, warum er dich vollkommen umstellt?

Ibuprofen wird von tausenden Patienten genommen und oft gut vertragen. Es ist ein gut wirksames Medikament. Es hat mögliche Nebenwirkungen. Aber die hat Etanercept auch.

Trotzdem, wenn die Behandlung mit Etanercept gut funktioniert hat, sehe ich keinen Grund die Therapie zu ändern. Bitte sprich doch mit deinem Arzt darüber!

Die ganzen Jahre hieß es ich hätte rheumatoide Arthritis. Nach Prednisolon, MTX, Remicade usw. bin ich irgendwann zu Enbrel gelangt. Nun war ich bei dem neuen Arzt (Abteilung in der UNI-Klinik) und er hat erstmal alle meine bisherigen Diagnosen und Werte die ich ihm oder mein alter Arzt voher zuschicken musste ausgewertet. Danach wurden Röntgenaufnahmen gemacht. Letzte Woche wieder Termin gehabt mit der Aussage: "Wenn er es nicht wüsste das es die ganzen Diagnosen gäbe sich selbst aufgrund der Laborwerte sowie der Röntegenbilder nicht festlegen könnte was es nun genau sei". Nun hat er mir 100 St.Ibuflam + Magentabletten verschrieben. Die Enbrelspritzen immerhin noch 8 Stück im heimischen Kühlschrank soll ich ins KH vorbeibringen damit sie die nehmen können. Ich weis natürlich das die A...-Teuer sind aber naja. Mit dem Arzt darübersprechen ist so eine Sache, heutzutage kann man da nicht mehr einfach so mal anrufen oder vorbei gehen. Also wieder Termin machen etc... Dachte vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen oder kann mir weiterhelfen. Ich weis das die alle hunderte von Nebenwirkungen haben können, mitunter auch tödlich. Ich habe öfter mal Kopfschmerzen, bin launisch und oft auch müde, kann natürlich auch andere Gründe haben. Aber jeder macht sich im www. Gedanken wie er z.B. denn am preiswertesten das neue Smartphone bekommt, oder wie er am sinnlosesten seine Zeit mit Spielen oder Facebookposts verbingt. Da dachte ich mir ich mache mir mal Gedanken über meine Gesundheit. Bin ja noch jung und meine Freundin sowie die 2 Kleinen wollen mich ja noch ne Weile haben. Und zwar Gesund und mit guter Laune.

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@RheumaKai

Man kann und muss von seinem Arzt eine Begründung einfordern.

Wenn der Arzt nicht für Gespräche zu erreichen ist, muss man darüber nachdenken, ihn wieder zu wechseln.

Ibuprofen ist ein Nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR). Es hilft gegen Schmerzen, Entzündungen und Fieber.

Es ist ein gutes Medikament. Aber ich kann den Wechsel nur dann nachvollziehen, wenn irgend etwas gegen das alte Medikament spricht.

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@bruno84

Der Artzt denkt wahrscheinlich das es evtl gar kein Rhauma (nach über 10 Jahren) ist und will es anhand der veränderten Medikation feststellen. Also das ist meine Vermutung. Vielleicht bekommen die auch Geld von der Versicherung wenn sie keine Spritzen mehr verschreiben :-) Sind ja immerhin jedesmal für 12 Spritzen über 5000 € oder so. Ich werde Ibuprofen jetzt mal 1-2 Wochen nehmen. Wenn mir unwohl dabei ist kontaktiere ich den Arzt irgendwie und wir müssen eine andere Lösung finden. Danke erstmal. Melde mich demnächst nochmal. VG

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Dann sage deinem Arzt,dass du das Medikament nicht wechseln willst.

VORSICHT!!! An dieser Sache stimmt was nicht!

Enbrel ist ein sog. Basistherapeutikum, das über einen recht komplizierten Vorgang im Körper die Produktion von Stoffen unterbindet, welche ansonsten die Entzündungen der Gelenke verursachen und somit die Krankheit (z. B. chron. Polyarthritis) an der Wurzel anpacken.

Ibuprofen ist hingegen "nur" ein sog. Antirheumatikum, welches nur die bereits vorhandenen!!! Entzündungen behandelt. Ein zusätzlicher Magenschutz ist ein absolutes Muß, da dieses Mittel fast immer zu Magenbeschwerden und Gastritis oder auch Magengeschwüren führt.

Sprich Enbrel verhindert die Enstehung einer Gelenksentzündung während Ibuprofen nur die bereits bestehende Entzündung bekämpft.

Bei jeder entzündlichen Rheumaform ist es besonders wichtig, die sog. Entzündungsschübe zu vermeiden, da mit jedem Schub das Gelenk ein bißchen mehr zerstört wird. Daher meine Frage, hast du das Enbrel von einem Facharzt oder vom Hausarzt bekommen? Wenn es dir ein Facharzt für Rheumatologie verordnet hatte, dann darf der Hausarzt diese Medikation auf gar keinen Fall von sich aus beenden!!! Und was heißt hier, die Spritzen bei ihm abgeben??? Wenn, dann ausschließlich die Entsorgung über die Apotheke! Oder für wen braucht er das Mittel? Es wäre für dich sehr günstig, wenn du von deinem früheren Arzt einen schriftlichen Befund hättest.

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