Master Amino Acid Patterns (MAP)

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Im Prinzip ist das mal wieder ein ganz alter Hut, für den man eine ganz neue Vermarktungsstrategie entdeckt hat.

Master Amino Acids ist ein anderer Ausdruck für essentielle Aminosäuren.

Es gibt 22 Aminosäuren. Für uns sind sieben davon essentiell, d.h. unser Körper kann sie nicht selbst herstellen. Die essentiellen Aminosäuren sind Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin und Valin. Histidin ist die achte, eine halbessentielle Aminosäure. Einen Mangel an Histidin kann der erwachsene Körper kurzfristig ausgleichen, für Kinder ist diese Aminosäure essentiell. Je höher der Anteil essentieller Aminosäuren in einem Nahrungsmittel ist, desto höherwertig ist es.

Manchmal wird auch Tryptophan noch als essentielle Aminosäure genannt, aber die stellen wir selbst her aus Vitamin B1, B6, Magnesium und Kalium.

Bei einer Verknüpfung von weniger als 100 Aminosäuren spricht man von Peptiden (Di-, Oligo- und Polypeptiden). Gemäß aktuellen Schätzungen besitzt unser Organismus etwa 50.000 verschiedene Proteine. Proteine enthalten zwei essentielle Elemente, die in den anderen Nährstoffen Kohlenhydrate, Fette, Mineralien und Vitaminen nicht enthalten sind, nämlich Stickstoff und Schwefel. Die Bausteine der Proteine sind die Aminosäuren. Proteine bestehen aus mehr als 100 Aminosäuren.

Eiweiße und die verschiedenen Peptide sind also so etwas wie verschiedene Ketten unterschiedlicher Länge, die aus denn 22 Aminosäuren jeweils unterschiedlicher Reihenfolge aneinander gehängt sind. Manche Eiweiße und Peptide sind auch an manchen Stellen durch Doppel-Schwefel Brücken miteinander verbundene Ketten.

Das Enzym Insulin z.B. besteht aus zwei Ketten von Aminosäuren (Polipeptiden), die aus 30 und 21 Aminosäuren bestehen. In der kürzeren Kette sind zwei Cysteinbausteine durch Doppel-Schwefel-Brücke verbunden, bilden also eine Öse, und beide Ketten sind noch einmal an jeweils einem Cysteinbaustein miteinander verbunden. Hier ist mal ein schönes Bild davon wie Insulin aussieht, wenn man die Ketten entwirrt hat:

http://pictures.doccheck.com/de/photos/54911/9920/aminosaeuresequenz-von-insulin/

Eiweiße sind Grundbausteine aller Körperzellen. Als Enzyme und Hormonbestandteile steuern Eiweißstoffe alle biochemischen Prozesse im Körper. Auch der Transport von Sauerstoff und Nährstoffen wird durch Eiweiße sichergestellt. In der Fachsprache werden Eiweiße Proteine genannt.

Unser Körper ist so gebaut, dass wir die Proteine und Peptide im aufgenommenen Eiweiß zu Aminosäuren herunter brechen, diese entsprechend umbauen und dann einbauen. Im Magen beginnt das Aufbrechen der Eiweiß- und Peptidketten und im Darm geht das dann weiter.

Die Aufnahme der Aminosäuren passiert erst viel später im Darm. Von dort gelangen diese Moleküle dann in den Leberkreislauf und werden in der Leber dann so zusammengebaut, wie der Körper sie braucht. Erst dann stehen die Proteine dem Körper für den Einbau zur Verfügung. Über die Körperflüssigkeiten werden die Zellen mit diesen Molekülen dann versorgt.

Nimmt man freie Aminosäuren zu sich, sind sie im Magen am falschen Platz. Sie sollen gar nicht so wie sie sind aufgenommen werden und damit dann gleich ins Blut gelangen. Wir bauen das Steak nicht als einzelne Fasern in die Muskeln ein, packen den Speck auch nicht direkt auf die Hüften. Unser Körper ist da viel cleverer.

Und dann essen wir ja schon ein paar Millionen Jahre lang. Erst seit ungefähr 200 Jahren haben wir eine genauere Vorstellung davon, was in den Nahrungsmitteln alles drin ist und was unser Körper damit anstellt. Entdeckt wurden die Aminosäuren erst um 1850. Verwendet hat unser Körper die aber schon, als wir noch nackt durch die Gegend stromerten.

“Das weiß ein jeder, wer’s auch sei, gesund und stärkend ist das Ei.” Wilhelm Busch (humoristischer Dichter und Zeichner 1832 – 1908). Und so gelassen kann man das auch weiterhin halten. Wir stammen nicht aus einer Retorte, deshalb bekommt uns Nahrung aus dem Chemielabor so schlecht.

Master Amino Acid Patterns sollen für den verbesserten Einbau von Aminosäuren in die Muskulatur sorgen, als ob unser Körper dafür ganz plötzlich ein Strickmuster bräuchte ;-)

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