Macht Infusion Sinn? Wie lange kann mein Opa so noch leben & wie begleite ich ihn jetzt am besten?

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3 Antworten

Hallo , du hast alles richtig gemacht. Er bekommt jetzt seine infusionen, denn es kann nicht angehen, dass man ihn verdursten laesst. Wenn alte Menschen eindeutig den Eindruck machen, dass sie sterben werden, entfernt man alle lebenserhaltende Massnahmen. Da sich das befinden deines Opas geändert hat, hast du völlig richtig gehandelt; sieht die Ärztin ja wohl auch so. Nichts desto trotz kann er natuerlich eine Lungenentzündung bekommen haben. Frage doch morgen nochmals nach, ob sie das nicht antibiotisch behandeln können. Alles gute für dich Lg Gerda

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Kommentar von minimalilly
16.11.2014, 23:06

Danke liebe Gerda für deine Antwort und Zusprüche! Ich würde mir nie verzeihen, wenn ich sein Elend damit noch schlimmer gemacht hätte! Er würde eine Lungenentzündung bekommen, welche er quasi dann nicht mehr überleben könnte.... ?!

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Kommentar von minimalilly
16.11.2014, 23:13

Vielen Dank, ich bin froh zu hören, dass es richtig gewesen ist.. Denn das Leid ist schon schwer genug :((( PS: Die Ärztin meinte eben, da er nicht mehr Schlucken könne, würde er aus diesem Grund dann eine Lungenentzündung bekommen, die man nicht mehr behandeln könne.. Wegen seines Alters, der Patientenverfügung, seines Allgemeinzustandes?!? Ich weiß es nicht.. Sie war sich jedenfalls sicher, dass dies (wenn vorher nicht noch Organversagen, ein weiterer Schlaganfall oder irgendwas anderes dazwischen kommt) er eine Lungenentzündung bekäme, an der er dann sterben werde.. GRAUENVOLL :( Alles... Gell? :(((

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Kommentar von BBienchen
18.11.2014, 20:37

Antibiotika, ohne Symptome ? Mann muss auch laslassen können. Es hört sich schlimm an. Aber am wichtigsten ist doch der Sterbende und die Frege was ist Egoismuss. Ich mache es schon jahrzehnte und es ist am Ende so. Lg

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Hallo minimalilly, die Entscheidungen, die du getroffen hast sind richtig. Man kann den letzten Weg zusammen mit und auch ohne Infusion gehen. Ich habe viele Pat ohne Infusion begleitet, weil sie es so wollten, aber "Austrocknung, die schlimmste Variante?" Das kann ich so nicht sagen und habe es so auch noch nicht erfahren. Sie sind in Frieden, ohne Angst und Schmerzen (Medikation) eingeschlafen. Die Kommunikation mit dem Arzt ist da sehr wichtig, sie haben die Erfahrung. Auch das Gespräch vorher, will er zu Hause sterben, oder haben Angst alleine zu sein. Du bist oft da, gibst ihm Halt und Sicherheit. Sind noch Menschen da, von denen er sich gerne verabschieden würde? Erkundige dich doch mal nach einer Palliativstation im Haus? Ich wünsche dir die Kraft deinen Opa auf den letzten Weg zu begleiten. LG

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Meine Mutter lag damals im Sterben. Wir haben lebensverlängernde Maßnahmen und Reanimation abgelehnt... sie wurde also nicht künstlich ernährt. Bis zum Schluss erhielt sie allerdings Infusionen da die Ärzte meinten dass sie sie nicht mit Wassermangel quälen wollen... Auch in den letzten 3 Tagen als sie schon im Koma lag hat sie weiterhin ihre Infusionen bekommen.

Alles gute für deinen Opa und es ist schön dass du ihn auf seinem Weg begleitest...

LG Anna

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