Machen Antidepressiva abhängig?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hi Graupensuppe,

Deiner Freundin geht es sehr schlecht. Sie hat sich in ärztliche Behandlung begeben, eine kluge Entscheidung.

Ich denke, Du solltest Dich nicht in diese Behandlung einmischen.

Antidepressiva machen grundsätzlich nicht abhängig. Sie können jederzeit ausgeschlichen werden. Allerdings sollte sie mindestens ein halbes ja über das errreichen der Symptomfreiheit hinaus eingenommen werden, um Rückfälle vorzubeugen.

Zur Dauermedikantion auf Jahre werden AD nur bei einer rezidivirenden (=wiederkehrenden) Depression eingesetzt, zur Phasenprophilaxe.

Es kommt immer auf die Art des Antidepressivums an. Wenn es Richtung Dauermedikation geht, dann ist es sicher keines, das abhängig macht! Manchmal gibt man im Akutfall ziemliche Hämmer, wie zum Beispiel Diazepam, das sollte man nicht länger als 6 Wochen einnehmen! Aber vertrau dem Arzt ruhig! Der weiss schon was er macht!

@ paulchen:

Die Info "nicht länger als 6 Wochen" kann ich aus meinem Erfahrugnsfeld so nicht bestätigen.

Diazepam und andere Benzodiazepine machen u.U. schon nach 10-14 Tagen abhängig.

Also größte Vorsicht!

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@heureka47

Diazepam und andere Benzodiazepine sind Psychopharmaka, aber keine Antidepressiva.

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Nein, von zu langer Dauer kann die Verabreichung nicht sein. In der Regel genügen 6-8 Wochen die Mittel zu nehmen. Danach ist es wichtig über 3-4 Wochen "auszuschleichen", d.h. langsam zu reduzieren. Dies wird aber Ihr der Arzt sicherlich erklärt haben oder noch erklären.

Nein das stimmt nicht. Antidepressiva werden bis 6-9 Manate nach erreichen der Symptomfreiheit eingenommen, um Rückfallen vorzubeugen.

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Verzweifelt. Schwere Depression unheilbar?

Seit ich 12 bin habe ich Depressionen. Heute bin ich 20 Jahre alt und bin "gesegnet" mit schweren Depressionen, einer Angststörung und Borderline. Ist selbstverständlich alles von mehreren Psychologen diagnostiziert. Ich habe Tabletten also Antidepressiva genommen die helfen mir nicht. Ich überlege ein anderes Medikament auszuprobieren. Ich habe eine Therapie gemacht, war in einer Tagesklinik und einige Tage in einer offenen Psychatrie.

Ich bin absolut verzweifelt, da ich das Gefühl habe das mir nichts hilft und niemand mich versteht. Ich habe Angst mein Leben lang ans Bett gefesselt zu sein. Ich bin noch jung und habe so eine schlimme Depression, dass ich nicht einmal duschen, Zähne putzen, Haare bürsten und andere alltägliche Dinge tun kann. An arbeiten oder Ausbildung ist selbstverständlich nicht zu denken. Bin arbeitsunfähig. Das Arbeitsamt rät mir zu Erwerbsunfähigkeitsrente, die ich aber ungern anfordern will da ich ja doch noch ein Fünkchen Hoffnung habe gesund zu werden. Ich erwarte ja nicht, dass ich komplett beschwerdefrei bin aber wenigstens will ich meinen Alltag schaffen können und niemanden zur Last fallen. Meine Familie und mein Freund verstehen die Krankheit nicht. Psychische Erkrankungen sind für Sie Märchen. Sie fahren mich natürlich zur Klinik oder Ärzten aber verstehen tun sie es nicht. Trotzdem bin ich vorallem meiner Mutter dankbar die mir Vitamine und Bücher zum Thema kauft die Betroffenen anscheinend geholfen haben.

Eigentlich sollte die Jugend eines Menschen die schönste Zeit seines Lebens sein aber mein Leben ist eine Qual. Durch meine Borderline Erkrankung verstümmel ich mich selbst sogar im Gesicht und danach hasse ich mich noch mehr. Die Klinik nimmt mich erst an wenn mein Blut drogenfrei ist. Der Entzug wäre kein Problem, den habe ich schon mehrmals durchgezogen aber ohne Drogen schaffe ich es nicht mal aufzustehen und da ich mit meinem Freund zusammen wohne und er mich wie gesagt kaum versteht kann ich auf seine Unterstützung nicht zählen. Wenn ich den Haushalt nicht irgendwie einigermaßen erledige oder Termine wahrnehmen kann macht er mich weiter fertig. Ein Teufelskreis. Also nehme ich einiges an Drogen um meine Angelegenheiten wenigstens minimal zu erledigen den niemand macht sie für mich wenn nicht ich selbst.

Tut mir leid für den langen Text.

Meine Frage ist wie ihr eure schwere Depression einigermaßen oder vielleicht sogar ganz besiegt habt? Ich will mein Leben in den Griff bekommen schaffe aber wie gesagt nicht. Ich verliere die Hoffnung und glaube langsam dass es für mich keine Heilung gibt. Selbstmordgedanken sind zwar immer da natürlich aber ich würde es nie durchziehen, da ich meiner Familie vorallem meinen Geschwistern so etwas niemals antun kann und ich selbst habe denke ich wie gesagt auch noch Hoffnung.

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