Frage von Meera, 47

Lumbalpunktion - Cortison - Benommenheit/ Gelenkschmerzen/ Nackenschmerzen - was ist los?

Hallo alle zusammen, Vorab: ich lebe im Ausland. Bedauerlicherweise bekam ich vor 3 Wochen gesundheitliche Probleme…ich dachte, es wäre ein Hitzschlag, ich hatte starke Kopfschmerzen, Fieber, Nackenschmerzen, Übelkeit. Zu Abend konnte ich mich kaum bewegen, daher sind wir ins Krankenhaus gefahren. Blutbild zeigte erhöhte Leukozyten (14.000). Es wurde eine Lumbalpunktion gemacht, da Verdacht auf Meningitis. Die Entnahme war sehr anstrengend für mich, ich bin mehrmals ohnmächtig geworden und habe mich auch übergeben. Vor der Lumbalpunktion wurde ein MRT vom Gehirn gemacht und alles war in Ordnung. Die Untersuchung zeigte, dass ich kein Meningitis habe (nur auffällig war, dass ich wenig Protein habe). Ich lag 1-2 Stunden noch im Krankenhaus und habe eine Infusion bekommen. Am nächsten Tag fing es mit den Beschwerden an: - Kopfschmerzen (nur im Stehen), - Taubheitsgefühle am rechten Bein und an der Hüfte - leichte Rücken - und Nackenschmerzen - Schmerzen an den Armen

Nach einem halben Glas Koffein sind meine Kopfschmerzen plötzlich verschwunden. Mir ging es ab dem Tag etwas besser, doch die Nackenschmerzen verschlimmerten sich und ich hatte weiterhin hin und wieder Schmerzen an der Hüfte. Ich war dann bei einer Neurologin und sie sagte, dass die Nerven und Reflexe am Bein keine Auffälligkeiten zeigen. Am Rücken gibt es auch nichts auffälliges, die Einstichstelle tut nicht weh und ich spüre in dieser Region auch nichts auffälliges. Sie gab mir Cortison (Synacthen 100mg). Ich bin nun mittlerweile zurück aus dem Ausland und war auch bei einem Internisten: - Leukozyten: 17.500 - EKG und Lungentest in Ordnung, aber erhöhter Bluthochdruck - Reflexe an den Armen und Beinen in Ordnung - Unterberger-Test: Abweichung von ca 90 Grad nach rechts, bei Wiederholung 50 Grad

Die Cortison-Spritze ist nun 2 Wochen her. Auffällig war eben, dass meine Leukozyten erhöht sind (er vermutete, dass ich eine Depot-Spritze bekam, scheinbar doch nicht) und dass ich beim Unterberger-Test nicht an derselben Stelle stand. Ich soll nun zum Neurologen und das abklären, eventuell sei irgendetwas mit meinem Gleichgewicht. Die Lumbalpunktion liegt nun genau drei Wochen zurück. Meine derzeitige Situation ist: - Rücken - und Nackenschmerzen besser geworden - Ich habe seit dem Besuch bei der Neurologin das Gefühl, ich wäre in einem Traum. Ich will nicht sagen, dass die Dinge unreal sind, das wäre zu übertrieben,…es ist nur als sei ich neben der Spur und nicht ganz bei mir - Ich habe Gelenkschmerzen, vor allem während des Schlafens

Bis vor 6 Tagen hatte ich auch das Problem, dass ich für einige Stunden einen komischen Anfall bekam,...es fühlte sich an, als ob jemand an meine Nerven am Nacken und Hinterkopf ziehen würde, es fühlte sich wie ein Brennen an und ich war total benommen und unfähig. Das ist nun zum Glück nicht mehr da.

Die Frage ist nun: Was ist mit meinem Körper los? Ich soll morgen noch mal ein Bluttest machen, um zu sehen, ob die Leukozyten noch so erhöht sind.

Antwort
von Meera, 23

Ich war jetzt bei einem Neurologen. Es wurde kein MRT oder dergleichen gemacht. Er hat einige Bewegungen getestet und meine Reflexe und sagte, dass es keine neurologischen Probleme gibt. Ein Bluttest hat gezeigt, dass die Leukozyten nun bei 12.000 liegen. Der Arzt sagte, dass ich einen sehr steifen Nacken und Rücken habe, und Sport treiben soll, gut wärmen soll usw. Ich habe nun folgende Beschwerden:

- Rücken und Nackenschmerzen hin und wieder, aber nicht mehr so stark, ich kann mich normal bewegen

- Heute nach dem Aufstehen hatte ich plötzlich Schwindelgefühle, und die halten noch bis jetzt. Es ist eher rechtslastig

- Ich fühle mich noch weiterhin wie in einer Blase

Ich bin am überlegen, ob irgendwas mit meiner Halswirbelsäule ist. Ich lese viel zu viel im Internet und frage mich, ob diese Beschwerden körperlich oder psychisch sind. Der Arzt sagte, ich soll noch mal zum HNO-Arzt. Aber mittlerweile habe ich Angst, dass da auch nichts rauskommt und ich alleine mit meinem Problem bin. Es ist nicht so, dass ich es leugnen würde, wenn man mir sagt, es sei psychisch,...ich bin da nicht so empfindlich, aber ich habe im Ausland ehrlich gesagt keine Möglichkeit zur Verhaltenstherapie zu gehen. Es ist alles gerade sehr belastend für mich. 

Was mich noch interessieren würde. Ist es möglich, dass durch die Cortisonspritze (100 mg Synacthen), was jetzt 2 Wochen zurückliegt, ich die Nebenwirkungen gerade noch spüre? Oder ist das nur wegen einer einzigen Spritze nicht möglich? Zudem habe ich vor 1 1/2 Wochen Gabapentin (100 mg) vier Tage lang eingenommen. Könnte mein jetziger Zustand noch damit zusammenhängen?  

LG

Antwort
von WosIsLos, 29

1. Erhöhte Leukozyten weisen auf eine bakterielle Infektion hin und / oder Cortisongabe

Da hätte ich erst mal die Gabe eines Breitband Antibiotikums erwartet.

2. Nachwirkungen einer Lumbalpunktion können sich bis zu 4 Wochen hinziehen.

Da du diese Punktion aber derart schlecht vertragen hast, würde ich da nochmals 2 Wochen Rehabilitationszeit draufrechnen.

3. Ich an deiner Stelle würde

- möglichst jede körperliche Anstrengung meiden, 

- täglich zusätzlich 2 Flaschen Gerolsteiner oder Staatlich Fachingen Grün trinken und 

- zusätzlich 900mg Magnesium Granulat einnehmen.

- Täglich einen kleinen Waldspaziergang machen.

Kommentar von Meera ,

Ich war jetzt bei einem Neurologen. Es wurde kein MRT oder dergleichen gemacht. Er hat einige Bewegungen getestet und meine Reflexe und sagte, dass es keine neurologischen Probleme gibt. Ein Bluttest hat gezeigt, dass die Leukozyten nun bei 12.000 liegen. Der Arzt sagte, dass ich einen sehr steifen Nacken und Rücken habe, und Sport treiben soll, gut wärmen soll usw. Ich habe nun folgende Beschwerden:

Rücken und Nackenschmerzen hin und wieder, aber nicht mehr so stark, ich kann mich normal bewegen

- Heute nach dem Aufstehen hatte ich plötzlich Schwindelgefühle, und die halten noch bis jetzt. Es ist eher rechtslastig

- Ich fühle mich noch weiterhin wie in einer Blase

Ich bin am überlegen, ob irgendwas mit meiner Halswirbelsäule ist. Ich lese viel zu viel im Internet und frage mich, ob diese Beschwerden körperlich oder psychisch sind. Der Arzt sagte, ich soll noch mal zum HNO-Arzt. Aber mittlerweile habe ich Angst, dass da auch nichts rauskommt und ich alleine mit meinem Problem bin. Es ist nicht so, dass ich es leugnen würde, wenn man mir sagt, es sei psychisch,...ich bin da nicht so empfindlich, aber ich habe im Ausland ehrlich gesagt keine Möglichkeit zur Verhaltenstherapie zu gehen. Es ist alles gerade sehr belastend für mich. 

Was mich noch interessieren würde. Ist es möglich, dass durch die Cortisonspritze (100 mg Synacthen), was jetzt 2 Wochen zurückliegt, ich die Nebenwirkungen gerade noch spüre? Oder ist das nur wegen einer einzigen Spritze nicht möglich? Zudem habe ich vor 1 1/2 Wochen Gabapentin (100 mg) vier Tage lang eingenommen. Könnte mein jetziger Zustand noch damit zusammenhängen?  

LG

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten