Leitungswasser für Babys?

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8 Antworten

Das Forschungsinstitut für Kinderernährung rät zu Trinkwasser: Es ist das am besten kontrollierte Lebensmittel und kann daher in der Regel zur Zubereitung von Säuglingsnahrung eingesetzt werden. Vorsichtshalber kann man es abkochen.

Einige Ausnahmen gibt es jedoch:

-In vor 1973 gebauten Häusern können Bleirohre liegen, die das Trinkwasser belasten. Gefährlich ist vor allem die schleichende, regelmäßige Aufnahme kleiner Bleimengen. Sie stört die Blutbildung und Intelligenzentwicklung bei Ungeborenen, Säuglingen und Kleinkindern. Seit Dezember 2003 wurde der zulässige Höchstwert von 40 auf 25 Mikrogramm Blei pro Liter gesenkt. Die Süddeutschen brauchen sich darum keine Gedanken machen, denn dort werden schon seit über 100 Jahren keine Bleirohre mehr verlegt. Doch auch in anderen Gegenden Deutschlands wurden bereits vor 1973 andere Materialien als Blei verwendet. Wer sich nicht sicher ist, ob er in einem Haus mit Bleirohren wohnt, fragt am besten den Hauseigentümer, einen Sanitär- oder Heizungshandwerker oder lässt den Bleigehalt des Wassers im Labor messen.

-Als problematisch gelten auch Kupferrohre, durch die Wasser mit einem niedrigen Säurewert fließt. Dann löst sich besonders viel Kupfer und gelangt ins Trinkwasser – eine Belastung, die seit vielen Jahren als mögliche Ursache für frühkindliche Leberschäden diskutiert wird. Eine aktuelle Studie bestätigte diesen Zusammenhang zwar nicht. Vorsichtshalber empfiehlt das Umweltbundesamt jedoch, abgestandenes Wasser erst ablaufen zu lassen und nur das kühlere, frische Wasser für die Zubereitung von Säuglingsnahrung zu verwenden.

-Ungeeignet für Säuglinge ist außerdem Trinkwasser mit einem Nitratgehalt von über 50 Milligramm pro Liter. Derart nitratbelastetes Wasser gibt es nur selten - und wenn, stammt es meist aus privaten Hausbrunnen.

-Sowohl bei zu hohen Schwermetall- als auch Nitratwerten sollten Eltern abgepacktes Wasser mit der Bezeichnung "für die Säuglingsnahrung geeignet" verwenden. Auch bestimmte Mineralwässer mit dem Hinweis "zur Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet" können Eltern bedenkenlos benutzen; ihr Mineralienanteil liegt unterhalb festgesetzter Grenzen. Die betragen zum Beispiel für Natrium maximal 20 Milligramm pro Liter: Weil die Nieren von Säuglingen noch nicht reif sind, verkraften sie nur die Ausscheidung kleiner Mengen. Der Sulfatgehalt wurde wegen seiner abführenden Wirkung auf maximal 240 Milligramm pro Liter festgelegt, für Nitrat beträgt die Höchstgrenze 10, für Nitrit 0,02 Milligramm pro Liter.

http://www.babyundgesundheit.de/rund_ums_baby/ernaerung/das-richtige-wasser

Vor einigen Monaten sah ich im TV eine Verbrauchersendung in der es ums Wasser ging. Dabei wurden 10 versch. Mineralwässer und das Leitungswasser in 10 versch. Gemeinden getestet bzgl. Sauberkeit /Keimbelastung. Nur eine der Leitungswasserproben war ganz leicht keimbelastet, dagegen hatten aber 4 der abgefüllten Mineralwässer nachweisbare Keime.

Mineralwasser kaufen ist wie Geld verbrennen. Schau mal nach wieviel bei Euch 1m³ Wasser kostet und rechne mal dagegen wieviel 1000 Liter Mineralwasser bei Euch kosten ( bei uns ca. 400€ ) , dann weisste was ich meine.

Wer unbedingt das Brizzeln der Kohlensäure im Wasser braucht, der ist mit dem Erwerb einer Sodastream-Anlage sehr schnell in der Gewinnzone, verglichen mit Mineral- Wasser kaufen und schleppen.

Ich bin als Baby, kurz nach dem Krieg, meine ersten 6 Jahre mit Wassser aus dem Pümpelbrunnen groß geworden, das war ganz sicher weniger rein als heutiges Leitungswasser, ich habe ein hervorragendes Immunsystem.

Extra Wasser für Babys ist verar.... der Mütter. Las Dich nicht irr machen mit Hygiene usw., heut wird vieles übertrieben und die Leute sind kranker als je zuvor. LG

Bleirohre sind wirklich extrem selten anzutreffen. Viel gefährlicher sind frische Kupferleitungen im Haus. Hier kann es wirklich zur lebensgefährlichen "Blausucht" des Babys kommen (http://www.umweltlexikon-online.de/fp/archiv/RUBwasser/TrinkwasserServiceseite1.php#Kupfer) Nitratgehalte sollte für Babynahrung gleich Null sein, finde ich. Nitrat hat in gutem Wasser nichts verloren! Der Natriumgehalt von nur 20 mg stammt aus einer Übereinkunft der Mineralwasserindustrie. Babynahrung enthält sehr viel mehr Natrium, ebenso kauen Kleinkinder extrem gerne auf Salzstangen usw. herum. Von daher ist der Natriumgehalt im Wasser weniger bedenklich, finde ich. Kalk schadet natürlich überhaupt nicht, dieser ist sowieso schlecht bioverfügbar aus dem Leitungswasser, bis zu 20% werden nur aufgenommen über die Darmschleimhaut. Kalzium ist doch sehr wichtig für Babys und Erwachsene. Ich persönlich habe nie Leitungswasser für die Zubereitung genommen, aber das ist meine private Ansicht.

In Österreich gibt es einen Nitrat Grenzwert im Leitungswasser von 50mg/l. Dieser wurde vor einigen Jahren von 25 auf 50 erhöht - wahrscheinlich, da sie es nicht wirklich rausfiltern können (bräuchte man eine aufwendige Filtermethode).

Laut WHO sollten Säuglinge und Kleinkinder kein Wasser trinken, dass über 10mg hat. Einfach mal Googlen: Nitrat kann sich teilweise in Nitrit im Körper umwandeln und das ist hochgradig krebserregend!

Laut meiner Erfahrung ist der Nitratwert jedoch bei Leitungswasser meist weit über 10mg.

Für mein Kind würde ich kein Leitungswasser mehr nehmen. Einfach zuviel Nitrat, Schwermetalle aufgrund alter Leitungen der Wasserversorger (zum Teil sind die über 100 Jahre alt) und alter Leitungen im Haus. Und da haben wir noch nicht einmal den Leitwert des Wassers betrachtet oder Medikamentenrückstände (Pille, Schmerzmittel, etc..).

Für mich kam da nur in Frage: entweder ums teure Geld Babywasser kaufen oder man besorgt sich eine ordentliche Membranfilteranlage (im Übrigen ist das Babywasser auch einfach nur gefiltert). Ich hatte über 10 Jahren eine solche Filteranlage leider eine billige chinesische Anlage und jetzt hab ich mir eine hochqualitative Anlage von HPreiss besorgt. Kann ich nur empfehlen - das Wasser wird sicher nicht besser. Liegen wir doch in Österreich auf Platz 20 mit der Wasserqualität (von Europa) ;-)

Das kommt darauf an, was man trinken moechte. Ich jedenfals habe nun schon etwa 30 Jahre lang den Zirkus um das Trinkwasser nicht mehr mitgemacht, und trinke nur noch destilliertes Wasser. Als ich noch in Deutschland lebte, habe ich es mir selbst mit einem Dampdestiller zubereitet, und hier auf den Philippinen gibt es destilliertes Wasser zu kaufen, sogar in 10 Liter Behaelter. So weiss ich nun, dass ich absulut reines Wasser trinke. Die beste Wasserqualitaet in Deutschland, ja sogar von Europa, hat Bayern. Das beste und gesuendeste Wasser was ein Baby, Kleinkind oder auch Erwachsene trinken koennen, sind frischgepresste Obst und Gemuesesaefte (am besten kombiniert). Besonders koestlich ist Karotten-Apfelsaft. Wer in der Melonenzeit genuegend Melonen isst, benoetigt kein Trinkwasser mehr. Google Mal gruendlich ueber Trinkwasser.

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@pferdezahn

Auch sollte man sich Mal informieren, was organisch und anorganisch, bzw. organische Mineralien oder anorganischer Kalk (Kalzium) ist, dann faellt es einem auch leichter, ueber Trinkwasser zu entscheiden, egal, ob es aus der Leitung oder der Flasche kommt.

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Leitungswasser ist durchaus empfehlenswert. Es hat alles, was der Mensch braucht. Jedoch würde ich es für ein Baby unbedingt abkochen. In älteren Rohrleitungssystemen können doch ab und an mal Keime lauern. Dieses Risiko würde ich meinem Baby nicht zumuten.

Nitrat ist für Säuglinge und Babys schädlich. Wie hoch der Nitratanteil Ihres Trinkwassers ist, können Sie bei Ihrem örtlichen Wasserwerk erfragen. Ist der Wert zu hoch, sollten Sie lieber auf Mineralwasser beim Zubereiten von Babynahrung zurückgreifen. Das Mineralwasser sollte Nitratarm sein (unter 10 mg pro Liter) und entsprechend gekennzeichnet sein (geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung).

Die strenge Einhaltung der Trinkwasserverordnung garantiert, dass Trinkwasser nicht gesundheitsschädlich ist. Da Säuglinge aber schon auf eine geringe Menge Keime empfindlich reagieren, sollte Wasser für Babys unter sechs Monaten generell abgekocht werden.

Quelle: http://www.kinder.de/Leitungswasser_eine_Gefahr_fuer_die_Gesundh.330.0.html

Generell kann man sagen, dass Babys natürlich eine viel geringere Keimzahl im Wasser genügt, um krank zu werden. Keime sind natürlich auch im Leitungswasser. Und zum Kalk.. ich kenne mich damit nicht optimal aus, aber mir fällt so ganz spontan keine Erklärung ein, warum Kalk im Wasser schädlich sein sollte. Das Calcium im Kalk wird so viel aufgenommen, wie der Körper benötigt. Der Rest wird einfach ausgeschieden. Also keine Gefahr der Hyperkalziämie. Praktisch kann man dazu aber anmerken: es ist generell nicht gut, wenn das Kind mit so wenig Keimen wie möglich in Berührung kommt. Das Kind entwickelt ein stärkeres Immunsystem, wenn man nicht alles steril hält und mit Sagrotan jeden Gegenstand putzt, den es anfasst. Meine Vermutung ist (ich hab mal eben recherchiert) das das mit dem "Babywasser" einfach eine Marktlücke war. Denn man ist ja bestrebt, die natürliche Überbesorgnis der Mütter der Babys zu vermarkten.

Unser Trinkwasser ist in Ordnung. Es kann von jedermann getrunken werden. Von Senioren über Schwangere bis hin zu Babys. Da besteht überhaupt kein Problem. Auch der Kalk schadet dem Baby nicht. Es ist also nicht nötig, Wasser aus der Plastikflasche fürs Baby zu kaufen.

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