Leidet meine Mutter an Schizophrenie?

2 Antworten

Hallo,

Ich würde mir da keine all zu großen Sorgen machen. Schizophrenie bzw. Psychosen merkt man den Betroffenen sehr schnell an - da gehören nämlich Symptome wie Realitätsverlust, Halluzinationen, Verfolgungswahn ect. dazu.

Die Anwendung von Zyprexa bei Depressionen ist normalerweise nur in sehr schweren Fällen angezeigt, da hier auch psychotische Symptome vorkommen können, und dafür ist das Medikament gedacht (Es ist ein Neuroleptikum, kein Antidepressivum).

Aber: Bei leichten Depressionen, wo auch Schlafstörungen auftreten können (oder generell bei Einschlafschwierigkeiten), wird Zyprexa auch als "Schlafmittel" (sog. Off-Label) verwendet, weil es ziemlich müde macht. Es hat dabei den entscheidenden Vorteil, nicht wie die klassischen Schlafmittel (Benzodiazepine, Z-Medikamente) abhängig zu machen, und kann deshalb bei Bedarf und auch längerfristig verwendet werden. Viele Ärzte tendieren deshalb (zurecht!) dazu, zuerst auf solche nicht "suchterzeugenden" Medikamente zurückzugreifen.

Das halte ich für den wahrscheinlichsten Grund warum sie das Medikament hat.

Warum sie nicht drüber sprechen will, naja, vielleicht ist es ihr einfach peinlich.

Grüße,

FlaeD

wenn sie an Schizophrenie bzw. eine Psychosen hat würde man das schon merken denke ich

Schizophrenie?

Hallo, meine Mutter (50) hat sich in den letzten Wochen extrem verändert:

Meine Mutter war vor etwa 3 Wochen plötzlich vom einen auf den anderen Tag sehr "verwirrt". Zuerst haben wir sie im Krankenhaus genau untersuchen lassen (verdacht auf Schlaganfall)..., da sie aber nichts körperliches feststellen konnten, meinten sie, meine Mutter müsste mal mit einem Psychiater sprechen... Sie hat sich aber geweigert.

Zum Schluss war es so schlimm, dass sie in ihrem "Wahn" einen Wasserkocher und ihr Blutzuckermessgerät gegen die Wand geschmissen und zerstört hat..... Und als sie dann versucht hat, meinem Vater eine Teekanne (aus Glas!!!!) ins Gesicht zu schmeißen, mussten wir den Krankenwagen rufen und dann wurde sie in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen... :-(

Nach einer Woche mussten sie die Ärzte aber wieder entlassen, weil sie offiziell als "freiwillig" eingewiesen wurde und wieder raus wollte.. Die Ärztin konnte uns keine Diagnose mitteilen.. Sie sagte soetwas wie: "Diese Frau ist mir ein Rätsel! ...irgendetwas hat sie,...aber wenn sie sich weigert, kann ich nichts mehr für sie tun..." (Diese Aussage empfinde ich schon fast als Frechheit...)

Jetzt ist sie seit einer Woche wieder hier und sie "spinnt" immer noch: Sie hat meiner Meinung nach den Bezug zur Realität verloren. Sie benimmt sich und spricht als ob sie betrunken wäre... Sie vergisst plötzlich DInge, wie Türen zu schließen oder abends das Licht auszumachen... Heute wusste sie plötzlich nicht mehr, wie ihr Auto auf ging... Außerdem wird sie neuerdings schnell aggressiv.

Seit ein paar Tagen ist mir aufgefallen, dass sie Selbstgespräche führt, was mir ganz und gar nicht gefällt... Ich mache mir ziemliche Sorgen... und mein Vater ist auch ziemlich fertig.

Sie selber ist davon überzeugt, dass WIR den Knall hätten und wenn man fragt, wie es ihr geht, sagt sie nur noch "gut" /"so gut wie noch nie". (früher hatte sie einem bei dieser frage alle probleme haarklein aufgelistet..)

Kann es sich um eine Schizophrenie handeln? Was müssen wir tun? So kann sie nicht bleiben.. ...

Kleine Anmerkung: - Sie ist Ex-Alkoholikerin - Kettenraucherin (manchmal auch Canabis) - Übergewichtig

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