Leide seit mindestens 20 Jahre an Ganzkörperschmerzen, wer weiß Rat?

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8 Antworten

Lieber Marcel, ich verstehe sehr gut, wie verzweifelt Du bist, denn ich habe vor fast 30 Jahren Ähnliches wie Du mitgemacht - allerdings nicht so lange. Es war damals eine ungeheure Erleichterung für mich, als das erste Mal die Diagnose "Fibromyalgie" gestellt wurde, und danach wurde vieles leichter. Zum einen kam ich in eine gescheite Schmerztherapie, zum anderen wurde ich nicht mehr ständig auf die Psycho-Schiene geschoben oder gar in die Simulanten-Ecke gedrückt. Die Schmerzen habe ich leider heute noch, aber die Medikamente (und anderes) dimmen sie auf ein erträgliches Maß herunter, mit dem ich leben gelernt habe.

Nun will ich nicht behaupten, Du hättest ebenfalls Fibromyalgie - das ist eine sog. "Ausschlussdiagnose", d. h. es müssten zuvor etliche Untersuchungen bei Dir gemacht werden, die andere Diagnosen ausschließen. Aber vieles, was Du schreibst, passt haargenau zu dieser Erkrankung, und ich wundere mich, dass diese Diagnose bei Dir offensichtlich noch nie "angedacht" worden sein soll. Zwar ist sie bei Männern wesentlich seltener als bei Frauen, aber bei "Ganzkörperschmerzen überall" sollte sie inzwischen bei allen Ärzten angekommen sein - vor 30 Jahren wurde sie leider vielfach noch als "neumodische Verlegenheitsdiagnose" angesehen.

Du hast doch sicherlich inzwischen eine Ärzte-Odyssee hinter Dir?

  • Bei welchen Ärzten warst Du denn inzwischen?
  • Was wurde bereits untersucht und ausgeschlossen? 
  • Wer verschreibt Dir diese Schmerzmittel?
  • Wohnst Du in der Schweiz?

Falls Du nach dem Strohhalm "Fibromyalgie" greifen willst, so empfehle ich Dir, Dich zunächst einem Rheumatologen anzuvertrauen.

http://www.internisten-im-netz.de/de_fibromyalgie-anzeichen-symptome_897.html

Ein Appell an Dich last, but not least: Bitte gib Dich nicht auf! Niemand sollte sich wegen starker Dauerschmerzen umbringen müssen... es gibt Wege, diese Schmerzen so erträglich zu gestalten, dass ein Weiterleben möglich und machbar ist. Deine Familie wäre gewiss unendlich traurig, wenn Du Dich so einfach aufgäbest. Darum nimm bitte all Deinen Mut und Deine (wenigen noch verbliebenen) Kräfte zusammen und lass Dich auf Fibromyalgie untersuchen - bitte!!

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute.

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Kommentar von alegna796
18.06.2016, 18:57

Eine sehr gute einfühlsame Antwort, der ich mich nur anschließen kann.

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Hallo ..,

man erfährt leider nicht ob es bei den gemachten (grossen)  Blutbildern irgendwelche Abweichungen gegeben hat.

Natürlich liegt in solchen Fällen die Fibromyalgie bei den Diagnosen immer sehr weit vorn. Liegt denn eine gewisse Morgensteifigkeit vor?

Leider wissen wir nicht ob es noch andere Symptome ausser den Ganzkörperschmerzen gibt in dem Zusammenhang. Wurden einmal die Schilddrüsenwerte abgeklärt?

Wie sah der Vitamine D  und  Phosphorwert im Blut aus? Es gibt z,B, sehr seltene Erkrankungen wie die onkogenen Osteomalazie!

http://www.praxis-depesche.de/nachrichten/sehr-schmerzhaft-und-heimtueckisch-tumorinduzierte-osteomalazie/

Es  gibt einige dieser Listen wo man versucht solche Krankheiten zu
erfassen. die solche Schmerzen verursachen könnten. So eindeutige wie
Morbus Bechterew werden in der Liste gleich gar nicht genannt.

http://www.medizin.de/ratgeber/muskelschmerzen-erkrankungen-als-ausloeser.html

Leider wissen wir nur das Du Ganzkörperschmerzen hast. Andere  Symptome in dem Zusammenhang?

So im Moment fällt mir nichts weiter ein!

Alles Gute Stephan

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Hi Marcel, 

chronische Schmerzen im ganzen Körper können sehr wohl durch Depressionen und andere psychische leiden kommen. 

Falls organisch alles in bester Ordnung ist, deutet wahrscheinlich alles daraufhin, dass es sich hierbei um psychosomatisches Leiden handelt. 

Wenn du dein Leben so gestaltest, dass der Schmerz nicht mehr im Vordergrund, sondern ehern zweitrangig im Hintergrund steht, werden sich die Schmerzen wahrscheinlich von alleine mildern. 

Führst du unabhängig davon ein glückliches Leben?

Hast du genügend Energie und Motivation um deinen Tag so gut wie möglich zu meistern? 

Hast du Ziele im Leben, die du nicht auf deine Familie, sondern vorallem auf dich selbst beziehst? 

 Schaue dir dein Leben mal an. Wie viel Aufmerksamkeit widmest du dem Schmerz? Ist der Schmerz der größte Bestandteil deines Lebens?

Akzeptierst du den Schmerz oder kämpfst du stets gegen diesen an?

Das sind einige Fragen, die dein Leben vorerst etwas sortieren sollten. Am besten du schreibst dir alle deine negativen und pessimistischen Gedanken handschriftlich auf ein Blatt. 

Zusätzlich musst du sofort Entscheidungen treffen und nicht von Tag zu Tag vor dich hin vegetieren. 

Ich kann dir helfen, mehr Vitalität und Erfüllung in dein Leben zu bringen. 

Zusätzlich solltest du dir Gedanken über einen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik machen. Die spezialisieren sich unter anderem auf chronische Schmerzen. 

Bei der Wahl einer Klinik solltest du sehr stark auf die Rezensionen achten.

Schreibe mir eine Nachricht, wenn du möchtest. 

schmerzhafte Grüße

Alex 

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Du solltest mal in eine Muskelambulanz oder eine Uniklinik mit Rheumatologie gehen. Dazu brauchst du allerdings eine ÜW von einem niedergelassenem Arzt. Wenn du schon mal beim internistischen Rheumatologen warst, solltest du dir eine weitere Meinung bei einem anderen einholen.

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Bitte nicht aufgeben. Schau doch mal in der Mediathek bei Abenteuer Diagnose 3 Programm (nord) nach. Da war ein ähnlicher Fall. Alles Gute für dich.

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Hallo, Marcel!

Laß unbedingt Deinen Vitamin-D3-Spiegel messen, und dann nimm eine Anfangsdosis von 1 Mio IE innerhalb von 7-10 Tagen, um die Speicher aufzufüllen. Das klingt viel, sind aber nur 25 mg. Irgendwer hat angefangen, die D-Vitamine in I.E. zu berechnen, damit das so entsetzlich viel klingt und man Angst bekommt, "so viel" zu nehmen.

Lebertran wäre auch ganz gut, der enthält viele Omega-3-Fettsäuren ohne Omega-6-Fettsäuren, das wirkt sehr entzündungshemmend (hat schon vielen Rheumapatienten geholfen). 1-2 EL am Morgen sind ok, nimm sie gekühlt zum Frühstück dazu.

Magnesium brauchst Du auch noch, das wirkt schmerzlindernd und entspannt. Außerdem arbeiten Mg und D zusammen.

D und Mg wirken auch biede gegen Depressionen, also hättest Du da etwas gegen alle Deine Beschwerden...

Gute Besserung!


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Versuchs mal mit Heilfasten. Bitte Deinen Arzt dich in eine Heilfasten Klinik einzuweisen. Auch wenn jetzt viele sagen „Das ist doch Blödsinn“ ein Versuch ist es Wert, außerdem stehst Du in diesem Fall unter ständiger Kontrolle und die Klinik kann Deinem Hausarzt Hinweise geben. Viele Heilfasten Kliniken arbeiten eng mit Universitäten zusammen.

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Frag mal Deine Krankenkasse, ob es bei Euch einen Arzt gibt, der sich auf Fibromyalgie spezialisiert hat. Schau mal im Internet, was das ist.

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