Lebertransplantation - wie muss ich vorgehen?

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3 Antworten

Zunächst muss von einem Leberzentrum eine Transplantationsindikation gestellt werden.

Sollte diese bestehen, wird Dein Vater auf die Warteliste gesetzt . Er wird dann von diesem Zentrum benachrichtigt, sobald eine Leber für ihn zur Verfügung steht.

Ob Du bereit bist eine Leber für ihn zu spenden ist leider dabei überhaupt nicht relevant !

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Hallo Moloch, so wie Du schreibst, hat Dein Vater durch Alkoholkonsum seine Leber zerstört. - Dass Du ihm nun einen Teil Deiner Leber geben (oder sogar Deine ganze Leber und damit Dein Leben zerstören) willst, mag ja ehrenhaft erscheinen, ist aber nicht zu Ende gedacht.

Dein Vater ist für die Zerstörung seiner Leber und die damit verbundenen Begleitsymptome verantwortlich, nicht Du.  Dein Vater hat Dich auch nicht gezeugt, damit Du irgendwann zur Linderung der Folgen seiner Unvernunft / Sucht Deine Gesundheit schwer schädigst oder gar Dein Leben opferst.

Bitte nimm Dir Zeit und Ruhe und denke darüber nach.

Empathie und Mitgefühl für andere Menschen, besonders auch innerhalb der Familie, sind gute und wichtige Eigenschaften. Du gehst mit Deinem Ansinnen jedoch zu weit, denn es ist nicht Deine Aufgabe, Dich für Deinen Vater zu opfern.

Verantwortungsvolle Chirurgen würden dem auch nicht zustimmen. Patienten. die aufgrund von Sucht ihren Körper zerstören, müssen auch eine gewisse Zeit vollständig von der Sucht losgekommen sein, um transplantiert zu werden. Anderenfalls zertört er mit der Sucht ja auch das "neue" (Gebraucht-)Organ, und das Opfer des Lebendsendenden war quasi für die Tonne.

Hier auf der Seite von Roberto Rotondo findest Du viele gute Infos zum Thema Organtransplantation - Du siehst, auch zum Thema Leberspende sind dort Berichte zu lesen:

http://www.transplantation-information.de/

Deine Situation und der offensichtliche Druck, in dem Du Dich befindest, ist nicht leicht zu verkraften. Google mal mit den Worten

alkohol angehörige co-abhängigkeit

und prüfe, was davon möglicherweise auf Deine Situation zutrifft, und lies auch, wie Du Dich von dieser Art von Druck befreien / heilen kannst.

Manchmal müssen wir lernen, es auszuhalten, dass uns nahestehende Personen leiden. Ich weiß, dass das nicht einfach ist. Gleichzeitig ist es aber auch unsere Aufgabe zu lernen zu unterscheiden, wann wir für andere und wann (und wie) wir für uns selbst sorgen müssen.

Dich nicht für Deinen Vater zu opfern ist also kein Egoismus, sondern eine gesunde Entscheidung. - Du liebst Deinen Vater, und mit Deiner Liebe an seiner Seite zu sein ist letztlich wertvoller, als ihm Deine Leber zu geben und so Dein Leben zu gefährden oder gar zu zerstören. - Nicht Du hast seine Leber zerstört, sondern er selbst durch seinen Alkoholkonsum. Und egal, was auch immer er jetzt versprechen mag: Die Erfahrung zeigt, dass Alkoholiker auch das transplantierte Organ wieder zerstören durch Alkoholkonsum.

Ich wünsche Dir Kraft und Weisheit.

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Geh zum Hausarzt und der soll Euch an eine Klinik überweisen, die Lebertransplantationen durchführt.

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