Lebenserhaltende Maßnahmen!

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ohne Patientenverfügung ist nichts zu machen. Es wird vom Vormundschaftsgericht ein Betreuer bestellt, daß aber auch durchaus der Ehemann sein "könnte". Da er aber in diesem Fall vermutlich befangen ist, eher nicht, sondern ein Verwandter oder Außenstehender (Freundin, vom Gericht bestellter ganz fremder Betreuer o.ä.).

Dies zeigt, daß die Ärzte beharrlich sind, und nicht einfach dem Mann Recht geben, sind die Chancen auch noch so schlecht. So einfach geht das nicht. Es sind schon andere nach Jahren wieder aufgewacht. Auch mein Mann lag im Koma, allerdings "Gott sei Dank" nicht so lang...

Entscheidungen hatte ich jedoch jede Menge, OP`s ja oder nein, hier hatte ich die volle Verantwortung und mußte meine Zustimmungen geben. Eigentlich wäre es nicht richtig gewesen, denn zum damaligen Zeitpunkt hatten wir keine Patientenverfügung.

Wenn es so aussieht, wie du sagst, dass die Ärzte der Meinung sind, die Chancen stehen schlecht, dann ist da immerhin noch eine geringe Chance, dass sie wieder aufwacht. In einem solchen Fall darf man die Maschinen nicht abstellen, das hat nichts mit Gesetzen zu tun, sondern mit Ethik. Der Ehemann sollte zu einer Beratungsstelle gehen und sich Hilfe holen. Da bieten sich das Diakonische Werk oder die Caritas an, oder auch die Mitarbeiter eines Hospizes.

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