Kurzzeitgedächtnis bei Streit

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http://de.wikipedia.org/wiki/Trauma_%28Psychologie%29 Gedächtnismodell - Bei der Traumatisierung kommt es durch die massive Ausschüttung von Neurohormonen zu einer Fehlfunktion der Hippokampusformation. Hierdurch wird die räumliche und zeitliche Erfassung von Sinneseindrücken massiv gestört. Die Sinneseindrücke werden nicht mehr in Kategorien erfasst, sondern die akustischen, visuellen, olfaktorischen und kinästhetischen Sinneseindrücke werden als zusammenhangslose Informationen wahrgenommen. Die traumatischen Sinneseindrücke werden nicht „hippokampal“ („explizites Gedächtnis“ (LeDoux)) in das Bewusstsein eingespeist und dort gespeichert, sondern „amygdaloid“ („implizites Gedächtnis“) fragmentiert. Bei einem Flashback werden diese fragmentierten Gedächtnisinhalte dann abgerufen.

Deine Frage hat mich an etwas erinnert. Wir saßen mit Freunden am Tisch, einer wollte mit seinem Handy fotografieren, ich bot ihm an, das zu übernehmen, damit er auch auf Bildern wäre. Er war einverstanden. Anschließend frühstückten wir normal weiter. Alles o.k. Beim nächsten Treffen fehlte eine Freundin, ich erkundigte mich, ob es ihr nicht gut ginge. Die Antwort war, das wäre auch keine Rechtfertigung für ein solches Verhalten. Als ich erstraunt reagierte, erzählten die anderen mir, dass sie mich aufs Schlimmste beschimpft habe, weil sie nicht fotografiert werden wolle, sei extrem wütend gewesen und dann weggegangen. Ich habe das nicht mitgekommen! Auch nachdem die anderen es mir erzählten, noch genauer erzählten, ich wusste nichts! Nichts! Irgendeine 'Sicherung' ist bei mir wohl rausgefolgen und hat die Wahrnehmung oder vielmehr die Speicherung dieses 'schockierenden', 'traumatischen' Erlebnisses verhindert. Bis zum heutigen Tag kann ich mich an absolut rein garnichts erinnen. Ich weiß, ich habe das Handy genommen, fotografiert, es zurückgegeben, weiter gefrühstückt, alles o.k. Ich muss schon zugeben, dass es sich sehr verunsichert hat und jetzt wieder verunsichert. Ja, da ist eine Lücke. Ich weiß nicht alles, die Erinnerung ist unvollständig. Das macht Angst. Eigentlich unverständlich, so etwas Wichtiges müsste mein Gehirn doch absolut perfekt speichern, damit ich mich in Zukunft vor sowas schützen kann, vor dieser Person. Aber es ist nichts da, gar nichts. Ich spüre noch nicht einmal Unruhe oder Ärger in ihrer Gegenwart. Nichts. So als wäre nichts gewesen.

Ständig geistig abwesend und vergesslich?

Es ist wirklich zum Problem für mich (16) geworden, ich bin vor allem sehr vergesslich und öfters auch geistig abwesend. War zwar immer schon "die Verpeilte" aber eher im Sinne vom Hausaufgaben vergessen. Jetzt habe ich das Problem, dass ich geistig oft nicht anwesend bin, z.B. sitze ich erst heute wieder im Bäcker mit Freundinnen, wir quatschen normal, nach einer Weile frage ich, ob es nicht unhöflich sei ohne etwas zu essen im Bäcker zu sitzen. Beide hatten etwas gegessen, waren aber vor ungefähr 5 min. fertig gewesen. Sowas ist mir echt peinlich...Lehrer sagen auch immer, dass ich in meiner "eigenen Welt lebe", "völlig apathisch im Unterricht sitze" oder fragen, ob ich nicht genug geschlafen hätte. Von der Konzentration geht es eigentlich noch, wenn mich was interessiert habe ich damit überhaupt kein Problem, ebenso wenig wie mit Texten verstehen, auch in der Schulzeit kann ich konzentriert Aufsätze schreiben etc. Tja, aber auch so Sachen wie dass ich beispielsweise NIE am Nachmittag weiß, was meine Mutter mir gesagt hat (wohin sie geht oder so) oder auch sonst vergesse ich Sachen relativ schnell wieder. Wie gesagt, Freunde sagen das auch immer wieder mit der Apathie, dass ich manchmal gar nicht auf sie reagiere. Ihr wisst nicht, wie peinlich mir das ist. Ich muss zwar zugeben, dass meine "Lebenumstände" (?) nicht sonderlich zur Verbesserung beitragen, ich schlafe wenig und schlecht (kann auch in der Schulzeit meistens erst 1:00-2:00 Uhr einschlafen und muss spätestens 6:30 raus), bin im Prüfungs- und Bewerbungsstress und stehe sehr unter Leistungsdruck. Die familiären Umstände könnten auch besser sein und erst vor kurzem gab es in der Hinsicht mehrere einschneidende Erlebnisse (Eltern getrennt, Vater weg, neuer Psychofreund, Mutter hat schwere Depressionen diagnostiziert bekommen etc.) und ich merke wie ich selbst durch alles immer labiler werde und es sehr an meiner Psyche nagt, pubertäre Probleme reichen mir anscheinend nicht. Meine Frage nun was kann ich dagegen tun oder woran könnte es liegen?

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bin so deprimiert und brauche dringend einen rat.. bitte um hilfe

hey Leute,

ich habe ein riesiges Problem und zwar bin ich seit längerem ziemlich oft meist grundlos deprimiert. Ich bin 17 Jahre alt und hatte eigentlich immer ein super Leben. Habe mich immer gut gefühlt. Seitdem vor zwei Jahren zwei wichtige Familienmitglieder und drei Bekannte gestorben sind (alle nacheinander durch Krankheit) und ich letztes Jahr meine Freundesclique verloren habe (das mich ziemlich verletzt hat) fühle ich mich nicht mehr so wie ich einmal war. Ich bin seitdem sehr oft deprimiert und fühle mich müde. Seit kurzem stelle ich auch noch fest das sich meine Gedanken total verändert haben. Damit meine ich das ich tausende von Gedanken in meinem Kopf habe und nicht mehr klar denken kann. Ich kann mich nicht mehr auf eine Sache konzentrieren und es fällt mir sehr schwer jemandem zuzuhören, weil ich mich darauf einfach nicht so gut konzentrieren kann (muss mich anstrengen zuzuhören). Weil ich mich nicht mehr so gut konzentrieren kann, muss ich das 11 Schuljahr jetzt auch noch wiederholen, da meine Noten sehr schlecht geworden sind. Außerdem kann ich mir Dinge nicht mehr so leicht merken und ich fühle mich als wäre ich manchmal in einer ganz anderen Welt. Ich habe große Angst meine Freunde zu enttäuschen und zu verlieren, weil ich so still geworden bin. Ich war ein ziemlich lustiger Mensch und konnte viel erzählen, aber das ist irgendwie nicht mehr so. Bin so still geworden, obwohl ich es gar nicht möchte. Mittlerweile fühle ich mich einfach nur noch dumm und wertloser als alle anderen. Wenn ich Nachts im Bett liege würde ich einfach mal gerne losweinen und alles rauslassen, aber irgendwie kann ich seit längerem nicht einmal mehr darüber weinen. Ich würde so gerne wissen was los ist, weil so langsam bringt mich das in Verzweiflung. Ich bekomme nichts mehr wirklich geregelt und habe so große Angst jemand weiteren zu verlieren oder das jemand auf mich sauer wird.

Kann mir vielleicht irgendjemand sagen was das sein könnte und was ich machen kann? Ich hab Angst das es schlimmer wird. Tut mir Leid für den langen Text. Hoffe auf Antwort. Danke!

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