Kurzes Herzstechen nach Rauchen sehr schlimm (nach jahrelangem Cannabis Extremkonsum)?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wie man an Deiner Fallschilderung sieht, kann ein junger, gesunder Körper u. U. eine Menge Schadstoffe verkraften, ohne dass er vollständig zusammenklappt. 

Dass Du jetzt die Kurve zu einem gesünderen Leben kriegen willst, ist löblich. Da wünsche ich Dir schon mal vorab viel Erfolg!

Irritiert bin ich über Deinen Vorsatz, sämtliche "Entzüge" Deiner Drogen bzw. Ersatzdrogen ohne ärztliche Hilfe bewerkstelligen zu wollen. Du merkst doch jetzt schon, dass lediglich Verschiebungen stattfinden...! Du bemühst Dich, weniger zu kiffen, erhöhst dafür aber Deinen Gauloises-Konsum. Wenn Du es schaffen solltest, clean von Cannabis zu werden (oder dachtest Du etwa nur an eine Reduzierung??), willst Du Dir das Rauchen ganz abgewöhnen. Es wird erneut eine "Suchtverschiebung" stattfinden - vielleicht erhöhst Du dafür Deinen RedBull-Konsum, futterst ersatzweise haufenweise Süßkram, steigst auf Alkohol um... wer weiß das schon.

Generell hatte ich sehr viele Wehwehchen, wo der Arzt aber meistens nix gefunden hat. Dadurch habe ich auch ein bisschen Vertrauen in die Ärztegemeinschaft verloren.

Anstatt froh zu sein, dass bei Dir organisch (noch) nichts gefunden wurde, verlierst Du das Vertrauen in die Ärztegemeinschaft. Wie schräg ist das denn?! Ich kann Dir nur empfehlen, dieses Vertrauen schnellstmöglich wieder aufzubauen - so, wie Du bisher mit Deiner Gesundheit umgegangen bist, wirst Du Ärzte in den nächsten Jahrzehnten vermutlich oft brauchen.

Kommen wir zu Deinen konkreten Fragen:

  • Wie schlimm Du Deinem Körper zugesetzt hast, wird sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zeigen. Ein Beispiel hier: http://www.sueddeutsche.de/leben/risikofaktor-kiffen-gras-mit-spaetfolgen-1.717337
  • Dein Herzstechen scheint insofern "nicht schlimm" zu sein, da die Auswertung des Langzeit-EKGs keinen Handlungsbedarf seitens des Arztes zeigte.
  • Dass jede Zigarette, die Du nicht mehr rauchst, Deinen Zustand verbessern kann, ist ein alter Hut. Angeblich soll man ja irgendwann sogar wieder so weit sein, als hätte man nie geraucht. Ob das auch für den starken Tobak, den Du zu rauchen pflegst, voll umfänglich zutrifft, kann ich Dir nicht sagen.
  • Was Deine nächsten Schritte sein sollten? Nun ja, Du hast es ja schon selbst aufgezählt und teilweise angepackt. Weg von den Drogen und hin zu einer gesunden Lebensführung. In welcher Reihenfolge Du das tust, ist relativ egal.
  • Ohne Grund brauchst Du erst mal keine weiteren Untersuchungen. Du solltest jedoch Deinen (Haus-) Arzt vertrauensvoll in Deine Vorhaben einbinden und regelmäßige Laborkontrollen machen lassen. Weitere Untersuchungen bzw. Behandlungen ergeben sich dann evtl. daraus.


Danke erstmal für die ausführliche Antwort. Nun möchte ich ein paar der Verwirrungen aufklären:

Irritiert bin ich über Deinen Vorsatz, sämtliche "Entzüge" Deiner Drogen bzw. Ersatzdrogen ohne ärztliche Hilfe bewerkstelligen zu wollen. Du merkst doch jetzt schon, dass lediglich Verschiebungen stattfinden...! Du bemühst Dich, weniger zu kiffen, erhöhst dafür aber Deinen Gauloises-Konsum. Wenn Du es schaffen solltest, clean von Cannabis zu werden (oder dachtest Du etwa nur an eine Reduzierung??), willst Du Dir das Rauchen ganz abgewöhnen. Es wird erneut eine "Suchtverschiebung" stattfinden - vielleicht erhöhst Du dafür Deinen RedBull-Konsum, futterst ersatzweise haufenweise Süßkram, steigst auf Alkohol um... wer weiß das schon.

Das Kiffen beeinhaltet ja praktisch 2 Suchten: Das Verlangen nach Cannabis und das Verlangen nach Tabak. Das ist der Grund warum ich erst mit dem kiffen aufhöre und in der Zeit der Zigarettenkonsum "zunimmt" , was ich auch nicht ganz richtig ausgedrückt habe. Da ich wenn ich kiffe überhaupt nicht rauche (ich hol mir den tabak ja schon durchs kiffen) war zunehmen das falsche wort.Ich rauche halt wieder, und es beläuft sich auf 5-10 Zigaretten pro Tag. Desweiteren habe ich versucht mir ärztliche Hilfe in form von Entzug zu holen, allerdings ist der Weg bis dahin länger(es dauert einen platz zu bekommen), und außerdem bringt es mich ja auch nicht um es vorher schon alleine zu probieren. Im Jahr 2013 habe ich es geschafft von Januar bis Oktober erst mit dem kiffen und 2 Wochen später auch mit dem rauchen aufzuhören, bis ich im Oktober dann so töricht war und dachte es jetzt kontrollieren zu können--->falsch gedacht,Rückfall...meine Suchtverschiebungen damals waren eher positiv, da ich meine steigende Aktivität mit 2 Jobs, 4mal Krafttraining die Woche +gute Ernährung ausgeglichen habe. Ich hoffe wieder dorthin kommen zu können, da ja auch etliche Aufhörversuche nicht geklappt haben.

Anstatt froh zu sein, dass bei Dir organisch (noch) nichts gefunden wurde, verlierst Du das Vertrauen in die Ärztegemeinschaft. Wie schräg ist das denn?! 

Natürlich bin ich froh das organisch nix gefunden wurde, keine Frage. Dennoch fühlt man sich komisch und mit der Zeit auch Verrückt, wenn man etliche langanhaltende Schmerzen im Körper hat und die Ärzte einem immer wieder sagen sie können nix finden, viele nehmen sich auch gar keine Zeit dem Patienten richtig zuzuhören, weil ja noch etliche andere Menschen versorgt werden müssen. Das ganze lässt einen dann entweder an der Kompetenz der Ärzte oder seinem eigenen Verstand(sind die schmerzen echt oder nicht?der arzt sagt ja ich hab nix also einbildung) zweifeln...

Dein Herzstechen scheint insofern "nicht schlimm" zu sein, da die Auswertung des Langzeit-EKGs keinen Handlungsbedarf seitens des Arztes zeigte.

Das 24h EKG wurde ja vor dem erstmaligen Herzstechen gemacht, in einer Reihe von anderen Untersuchungen während ich ein paar Entzündungen im ganzen Körper hatte. Vielleicht ist in der Zwischenzeit was passiert?

Ich wünsche noch einen schönen Abend

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