Kur oder Reha oder Teilhabe?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Berechtigung über die DRV eine Reha zu bekommen scheint ziemlich gegen NULL zu sein.

"Weiterhin müssen bei der Antragstellung bestimmte versicherungsrechtliche Bedingungen vorliegen. "6 Kalendermonate mit Pflichtbeiträgen in den letzten 2 Jahren" ist die am häufigsten erfüllte Voraussetzung."
 Der Rest steht hier: 

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/2_Rente_Reha/02_Rehabilitation/02_leistungen/01_medizinisch/medizinische_reha_node.html#doc155058bodyText2



Wer übernimmt die Kosten?

Fast Jeder hat einen Anspruch darauf, dass die Kosten für eine solche Reha-Maßnahme übernommen oder zumindest bezuschusst werden - vorausgesetzt, sie ist medizinisch notwendig. Je nach Art und Ursache der Krankheit bzw. Zweck der Reha kommen verschiedene Kostenträger in Betracht:

Soll mit der Reha die Arbeitsfähigkeit des Patienten wiederhergestellt werden oder dient die Reha der Wiedereingliederung ins Berufsleben, so ist die Rentenversicherung zuständig.Reha-Kosten, die aufgrund eines Arbeitsunfalles anfallen, übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung.

Rehabilitationsleistungen werden von der gesetzlichen Krankenversicherung finanziert, wenn sie erforderlich sind, um:

eine Krankheit zu erkennen,eine Krankheit zu heilen,die Verschlimmerung einer Krankheit zu verhüten,Beschwerden zu lindern odereiner drohenden Behinderung oder Pflegebedürftigkeit vorzubeugen.

Seit dem 1. April 2007 liegt es nicht mehr im Ermessen der Krankenkasse, ob sie eine Rehabilitationsmaßnahme bewilligt. Ist die Maßnahme aus medizinischer Sicht erforderlich, so muss die Krankenkasse die Reha genehmigen.


Ich kann nur empfehlen dem SoVD beizutreten, kostet nicht viel, aber hilft viel.

https://www.sovd.de/1295.0.html

Die beraten Dich in jeder soz. Lebensfrage, eine sehr nützliche Einrichtung, habe dort selbst Hilfestellung erhalten bei einigen Fragen, obwohl ich nicht Mitglied bin. LG

@winherby: vielen Dank für die ausführliche Antwort und die Tipps!

Gerne immer wieder, danke für den Stern

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Rehaantrag zurückziehen / Reha ablehnen

Mein Mann ist seit mehr als einem Jahr aufgrund von Burnout und schweren Depressionen arbeitsunfähig. Er befindet sich seit Mitte März letzten Jahres im Krankengeldbezug. Seine Hausärztin wollte ihn immer wieder zu einer Tagesklinik drängen, worauf er sich jedoch nicht mal gedanklich einlassen konnte. Ich konnte ihn dazu bewegen, verschiedene Therapeuten anzurufen, um schnellstmöglich eine Therapie beginnen zu können. Leider machte dies die Sache viel schlimmer, da uns Wartezeiten zwischen 6 und 18 Monaten mitgeteilt wurden. Er war nun wieder völlig am Boden zerstört, hat sich jedoch trotzdem auf verschiedene Wartelisten schreiben lassen. Nach einigen Wochen konnte dann doch schon ein erstes Gespräch stattfinden, was uns wieder einen Hoffnungsschimmer gegeben hat. Nach dem Termin war er jedoch wieder am Boden zerstört, da die Therapeutin ihn als Simulanten hingestellt hat und er solle doch endlich wieder arbeiten gehen, dem Arbeitgeber entsteht schließlich durch seinen Ausfall ein großer Schaden. Das hat ihm jegliches Vertrauen in Therapeuten genommen. Schließlich hat er einen Psychiater / Therapeut gefunden, der als erster eine ausführliche Anamnese gemacht und eine richtige Diagnose gestellt hat. Er hat ihm auch als erster die Vorgehensweise bei psychischen Erkrankungen erklärt. Hier konnte er an einem Anti-Stress-Seminar teilnehmen, was ihm gut getan hat. Leider hatte der jedoch keinen Therapieplatz frei, hat ihm jedoch empfohlen, einen Neurologen aufzusuchen, um die Genesung mithilfe von Tabletten zu unterstützen. Dies hat er auch getan und es geht ihm nun immer besser. Es folgte dann der gesetzlich vorgeschriebene Vorschlag seines Arbeitsgebers, an einem Wiedereingliederungsprogramm teilzunehmen. Die Vorstellung wieder dort arbeiten zu müssen (extremer Druck, sprunghafter Chef, Mobbing) hat ihm sehr zugesetzt und ihm wurde immer bewusster, dass er sich nicht vorstellen kann, dort wieder zu arbeiten. Da es ihm durch die Medikamente wieder besser geht und er sich grundsätzlich wieder vorstellen kann, arbeiten zu gehen, hat er begonnen Bewerbungen zu schreiben und hat auch bereits Vorstellungsgespräche. Ende letzten Jahres wurde er dann aufgefordert, einen Rehaantrag zu stellen. Da es ihm jedoch wieder gut geht und er auch arbeiten gehen will, kommt für ihn keine Reha in Frage. Er musste jedoch den Antrag stellen, damit das Krankengeld weiter gezahlt wird. Nun läuft die Frist ab, bis die letzten Formulare eingereicht werden müssen und wir wissen nicht so richtig, was wir tun sollen. Wird der Antrag bewilligt und man hat keinen plausiblen Grund, die Reha abzusagen, wird verständlicher Weise kein Krankengeld gezahlt. Würde er in diesem Fall den Status „krank“ behalten? Wäre er noch krankenversichert bzw. könnte er die Beiträge selbst zahlen? Wir gehen stark davon aus, dass er zum 01.05. einen neuen Job hat, da bereits einige Vorstellungstermine vereinbart sind. Hat jemand eine Idee, wie wir die Zwischenzeit überbrücken können?

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Muss ich die bewilligte Reha antreten?

Im Januar 2012 hat die Suchtberatungsstelle, da ich kaufsüchtig bin einen Antrag auf Reha zur Behandlung dieser bei dem Deutschen Rentenbund gestellt. 2013 hätte ich in die Salusklinik sollen, genehmigt waren 5 Wochen. Da die Salusklinik mich aber ablehnte, weil sie der Meinung waren, dass ich mich auf eine Therapie nicht einlassen würde, beauftragte man den Deutschen Rentenbund dass sie eine andere Einrichtung suchen möchten. Ich bekomme auch seit 2012 befristete EU-Rente bis 31.7.2014, Neuantrag ist gestellt. Im Jahre 2013 aber erst Ende zu teilte man mir mit dass ich nach Münchwies solle. Da sich zum damaligen Zeitpunkt aber dermaßen meine Hautprobleme, Gelenkrheuma und Atemswegserkrankungen, u.a. Asthma so verschlechterten und mir meine Betreuerin sagte, dass die stationäre Reha bei mir keine Bewährungsauflage sei sondern eine verhaltenstherapeutische ambulante Therapie teilte man dies dem Rentenbund mit, dass ich eine Umwandlung wünsche. Die Unterlagen zur Einreichung bei meiner Hautärztin schickte man mir und ich solle dem Deutschen Rentenbund bitte genau mitteilen warum ich eine Änderung möchte. Die Kur in Münchwies habe ich mit Erlaubnis der Deutschen Rentenbund verschoben, wegen meiner sehr starken Schübe und meine Hände offen sind, Bläschen aufplatzen und eitern und bluten, man gewährte mir die Reha in Münchwies bis spätestens 24.2.2014 anzutreten, genauer Aufnahmetermin erhalte ich von der Klinik direkt. Dies erfolgte nicht, weswegen meine Hautärztin einen Antrag auf Änderung in eine Hautklinik und Atemswegserkrankungen und Rheuma stellte. Dies hat der Rentenbund nun abgelehnt, ich solle nach Münchwies, dort könne man das alles mitbehalten, das stimmt aber nicht, da es eine Suchtklinik eine reine Suchtklinik ist. Nun schreibt mir meine Betreuerin heute ich müsse diese Reha antreten, da ich sonst meine Fortzahlung der Rente gefährden könnte, unter Umständen. Stimmt das? Ich teilte ihr der Betreuerin nochmals mit, dass es keine Bewährungsauflage sei, dies auch die Bewährungshelferin und das Gericht so sieht und dass ich am 30.6. erstmals wieder bei meiner alten Verhaltenstherapeutin bin und vierzehntätig dort u.a. meine Kaufsucht bewältige und diese mir auch eine Bestätigung für das Gericht und den Rentenbund gebe.

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Gibt es eine intensive Reha für inkomplett Querschnittsgelähmte mit über 50 % Chance zum Laufen? Wenn ja, würdet ihr sie in Anspruch nehmen?

Die Frage bezieht sich auf eine Diskussion, die ich gerade mit einem Familienangehörigen führe. Er/Sie behauptet, dass die Chance "mehr als 50 %" hoch sei, bei einer inkompletten Querschnittslähmung mit Restfunktionen (d.h. man kann einige seiner Muskeln noch bewegen, aber nicht alle) wieder laufen zu können. Er/sie beruft sich dabei auf eine Aussage einer Telefonistin einer Reha, der/die behauptete, dass es fast ausschließlich darauf ankommt, wie sehr man für das Wiedererlangen des Laufens kämpfen würde und die Zahl der laufenden Querschnittsgelähmten nur deshalb relativ gering sei, weil die meisten sich mit dem Rollstuhl abfinden würden und somit weder die Zeit, noch das Interesse haben an weiteren intensiven Rehamaßnahmen, die sie dann vollständig auf die Beine bringen würden, teilzunehmen. Ich weiß nun nicht, ob diese Aussage wahrheitsgemäß ist oder nur ein Versuch war einen neuen Rehapatienten an Land zu ziehen und ihm unrealistische Hoffnungen zu machen. Deshalb hier die Frage an Rollstuhlfahrer: Wenn ihr mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit WÜSSTET, dass euch eine intensive Reha von 1 oder vielleicht 2 Jahren wieder vollständig auf die Beine bringen würde (ungefähr zu dem Gangbild, das Markus Holubek hat), würdet ihr das zeitlich in euer Leben einbauen können bzw. wäre euch das so wichig, dass ihr dafür den Beruf vorerst vernachlässigen würdet oder ist es tatsächlich so, dass, so wie mein Angehöriger es behauptet, die meisten querschnittsbedingten Rollstuhlfahrer hauptsächlich wegen Bequemlichkeit, Akzeptanz ihrer neuen Situation und familiär oder beruflich bedingtem Zeitmangel sich nicht so sehr für ein Wiedererlangen der Lauffähigkeit interessieren und bemühen. Wie wichtig wäre euch ein Wiedererlangen der Gehfähigkeit im Verhältnis zu euren aktuellen Lebensumständen? Würde euer Leben ein zeitintensives Training zulassen oder würdet ihr euch im Falle des Falles dafür Zeit in eurem Leben verschaffen? Oder aber ist euch die Gehfähigkeit gar nicht so wichtig, sodass sich dieser Aufwand für euch gar nicht lohnen würde? Mir ist klar, dass das Laufen nicht für jeden das wichtigste auf der Welt ist. Muss es auch nicht. Doch wenn schon die hypothetische Gewissheit bestünde, dass sich der Einsatz am Ende durch eine Gehfähigkeit auszahlt, würdet ihr diese sehr intensive monatelange oder jahrelange Arbeit auf euch nehmen? Schätzt ihr die Chance für inkomplett Querschnittsgelähmte ebenfalls auf über 50 %, dass (rein anatomisch betrachtet) eine Wiedererlangung der Gehfähigkeit ohne Hilfsmittel möglich wäre? Ich weiß, dass jeder Querschnitt anders ist und es auf den Einzelfall ankommt, aber trotzdem kann man doch einen allgemeinen Erfolgsfaktor einschätzen wieviel Prozent der inkomplett Querschnittsgelähmten diese "guten Aussichten" haben und wieviel nicht.

Falls ihr jemanden aus eurem Bekanntenkreis kennt, der nach einer Querschnittslähmung das Laufen wieder "erlernt" hat, oder ihr selbst eines solcher Fälle seid, bitte ich ebenfalls um Info.

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