Krankenkasse kündigen wenn noch Beiträge offen sind?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

die Beiträge sind bis zu dem Tag zu zahlen, an dem man sich beim dt. Einwohnermeldeamt abmeldet (teilweise bis zum Tag vor Beginn einer anderweitigen Absicherung im Krankheitsfall). Wenn man weder die Abmeldung vom Einwohnermeldeamt noch eine Folgeversicherung nachweist, kann man die Krankenversicherung nicht kündigen.

Die Krankenkasse wird die Beiträge 30 Jahre lang weiter vollstrecken. Wenn man später Verträge in Deutschlsnd abschließen möchte (Mobiltelefon, Internet, Mietvertrag), wird das sehr oft ein Ausschlussgrund sein (wegen der negativen Schufaauskunft). Die Löschung von negativen Schufa-Daten erfolgt erst nach mehreren Monaten oder Jahren.

Wenn man Beitragsschulden hat, gibt es bei der Rückkehr nach Deutschland nur einen sehr eingeschränkten Leistungsanspruch für Notfallbehandlungen.

In der Zeit im Ausland (auvh wenn es 10 oder 20 Jahre sein werden) addieren sich Zinsen und Vollstreckungskosten zu den bisherigen Schulden.

Gruß

RHW

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Vielen Dank. Diese Antwort war tatsächlich hilfreich. Nicht wie Winherby der mich direkt als Betrüger abgestempelt hat.

Ja dann werde ich halt die Beiträge zahlen müssen. Nochmals vielen Dank.

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Inzwischen liege ich im Rückstand mit 2700€.
Nur die Frage ist muss ich es zahlen?

Natürlich musst du das zahlen. Denn das sind ja Schulden aus einem laufenden Versicherungsverhältnis. Und solange die Versicherung noch läuft und nicht gekündigt/beendet ist, bist du zahlungspflichtig. Ich frage mich, warum du die Beiträge nicht ganz normal monatlich bezahlt hast, wenn du es doch offensichtlich finanzell kannst.

Das ist auch völlig egal, ob du die von dir eingezahlten Beiträge "nutzt" oder nicht. Das ist halt der Sinn von Versicherungen, dass man im Notfall abgesichert ist (ist ja z.B. bei Unfall- oder Haftpflichtversicherungen ähnlich). Sei doch lieber froh, dass du so gesund bist, dass du die Krankenversicherung nicht in Anspruch nehmen musstest.

Selbst wenn du jetzt die Krankenkasse kündigst, wirst du die Beiträge nachbezahlen müssen bzw. wird die KK diese Beiträge einfordern. Denn du hättest sie ja eigentlich längst bezahlen müssen und du bist zahlungspflichtig bis zum letzten Tag des Versicherungsvertrags. Da ist es auch ganz egal, ob du in Deutschland oder woanders lebst. Solange du dich nicht beim Einwohnermeldeamt ab-/umgemeldet hast, giltst du für die KK als in Deutschland lebend und bist somit voll zahlungspflichtig.

Die Mitgliedschaft in einer Krankenkasse ist keine Lotterie, in der man mitmacht (Beiträge zahlt) oder nicht, - grad so, wie es einem gerade passt.

In Deutschland gilt die Versicherungspflicht, was automatisch bedeutet, dass Du auch verpflichtet bist, Deine Beiträge zu zahlen. Stell Dir nur vor, jeder würde seinen Beitrag immer nur dann zahlen, wenn er krank ist. Die Beitragszahler sind eine Solidargemeinschaft. Das bedeutet, dass ALLE ihre Beiträge zahlen, und davon werden die Behandlungskosten der Erkrankten bezahlt.

Daher sind Deine Denkansätze und die sich daraus ergebenden Fragen total asozial. Tipps und Ratschläge, wie man am besten die Krankenkasse und die Solidargemeinschaft betrügt, solltest Du hier nicht erwarten.

Zudem ist Deine Frage nicht für dieses Portal, hier geht es um die Erkrankungen und dazu passende Gesundheitstipps. Deine Frage gehört in ein Portal für Verwaltungsrecht.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Vielen Dank für ihre Antwort. Ich lebe nicht mehr in Deutschland und bin daher nicht mehr Teil der Solidargemeinschaft von dem sie reden, muss aber dennoch die Beitragsrückstände zahlen um mich abmelden zu können. Das ist im ungefähren so, als würden sie England Beiträge zur Krankenversicherung zahlen, obwohl sie in Deutschland leben. Es war nie die Rede von einem Betrug oder ich möchte die Beiträge nicht zahlen in einem Land in dem ich lebe, sondern ob ich noch Beiträge zahlen muss, wenn ich bereits dieses Land verlassen habe und sonst nie Krankengeld in Anspruch genommen habe. Was ist jetzt so asozial daran, das in Erfahrung bringen zu wollen? Ich habe Geld in die Krankenversicherung gezahlt, dass ich nie gebraucht habe. Das heißt, ich habe die Behandlung von deutschen Bürgern mitfinanziert, ohne je von der Krankenkasse selber zu profitieren. Ich erwarte keinen Dank dafür, aber ihre Anschuldigungen können Sie sich sparen. Wenn etwas asozial ist, dann ihr voreiliger Endschluss mich als Betrüger zu bezeichnen.

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@Djini

Wenn Du das nicht wünschst, dann musst Du Deine Frage so klar formulieren, dass sie nicht falsch verstanden werden kann!

Doch auch jetzt schreibst Du wieder mehrere Widersprüchlichkeiten:

 ".....muss aber dennoch die Beitragsrückstände zahlen um..."

aber danach schreibst Du:

 "Ich habe Geld in die Krankenversicherung gezahlt, [.......] ich habe die Behandlung von deutschen Bürgern mitfinanziert, ohne....."

Also, was denn nun? Beiträge gezahlt oder nicht gezahlt? Wie kommt es zum Rückstand über 2700 €?

Und wenn Du bezahlt hast, aber nie eine Leistung in Anspruch genommen hast, dann ist das ein Paradebeispiel für das Prinzip der Solidargemeinschaft.

Und nach Deinem bisherigen Text willst Du Deine Schulden nicht in diese Solidargemeinschaft zahlen, - und das empfinde ich als asozial.

Wenn Du in Deinem jetzigen Land krankenversichert bist, dann kannst Du die Knappschaft kündigen, mit Nachweis der Krankenvers. im Aufenthaltsland.

Wenn Du Dich aus DE abmeldest, ändert das nichts an den Schulden.

Wenn Du seit diesem einen Jahr im Ausland dort auch krankenversichert bist, aber vergessen hast die Knappschaft zu kündigen, dann solltest Du der Knappschaft den Nachweis bringen, - vielleicht zeigt sich die Knappschaft kulant und entlässt Dich ohne weitere Forderung, oder sie mindert Dir die Forderung.

Wenn Du das nicht regelst, dann siehe die sehr ausführlichen Folgen von @RHWWW sehr gut beschrieben.

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@Winherby
Wenn Du das nicht wünschst, dann musst Du Deine Frage so klar formulieren, dass sie nicht falsch verstanden werden kann!

Es geht darum eine Frage zu formulieren. Nicht meine Lebensgeschichte zu veröffentlichen. Also schreibe ich kurz und nur das notwendigste. Und eine Antwort wie @RHWWW ist genau was ich wollte. Keine Belehrungen zu Dingen, an die ich gar nicht mal gedacht habe.

Also, was denn nun? Beiträge gezahlt oder nicht gezahlt? Wie kommt es zum Rückstand über 2700 €?

Das hatte ich erklärt. Und zwar hier

In dieser Übergangsphase von knapp 1 Jahr habe ich die Beiträge für die Krankenkasse nicht gezahlt.

Ich denke das war klar und deutlich zu verstehen, dass sich 2700€ Beitragsrückstand aus dieser Übergangsphase gebildet hat.

Und nach Deinem bisherigen Text willst Du Deine Schulden nicht in diese Solidargemeinschaft zahlen, - und das empfinde ich als asozial.

Ja, das würde ich auch asozial empfinden. Aber in meiner Situation bin ich, auch wenn ich technisch gesehen noch in Deutschland lebe, eben nicht mehr Teil dieser Gesellschaft. Und an dieser Stelle hatte ich Unklarheiten, weshalb ich auch diese Frage gestellt habe.

Ok. Danke für den Rest. Ich werde die 2700€ dann halt zahlen müssen.

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@Djini

Falls ich Deine neuen Angaben nun richtig deute, dann lebst Du seit einem Jahr nicht mehr in Deutschland. Du hast lediglich versäumt die Deutsche KK zu kündigen, daher sind Beitragsrückstände auf 2700 € aufgelaufen.

Hättest Du dies so formuliert, dann hätte auch ich Dich verstanden. Besonders verwirrend wirkt der Begriff "Übergangsphase", was Du damit meinst, damit bekomme ich nicht klar. Bezieht sich vielleicht auf Deinen Beruf(?).

Ich lebe auch nicht in Deutschland, bin in mein neues Land drei Tage lang mit dem Auto gefahren, das war meine "Übergangsphase". Auch ich bin noch in D versichert und auch wohntechnisch noch nicht abgemeldet, werde aber hier eine neue Krankenversicherung abschließen und mit diesem Nachweis die Deutsche KV und PV kündigen und zwar sobald ich die hiesige KV nachweisen kann. Da lass ich doch nicht ein komplettes Jahr lang die Versicherung ohne Kündigung stehen. OK, - Fehler/Versäumnisse können passieren.

Wenn es so ist, wie ich vermute, dann melde Dich bei der Knappschaft, gib an, dass Du lediglich versäumt hast die KV und PV in D zu kündigen. Schick denen eine (beglaubigte!) Bescheinigung, dass Du seit x.x.x. dort krankenversichert bist. Schicke auch die Aufenthaltsgenehmigung des Landes mit, evtl. einen Mietvertrag, damit die erkennen, dass Du Dich tatsächlich weit überwiegend in diesem Land aufhältst. Ich denke, dass die Knappschaft kulant ist und dies akzeptieren wird und Dir die geschuldeten Beiträge erlässt.

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