Krampfader durchs Joggen

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Lass Dich nicht beirren und jogge weiter. Eine kleine Krampfader ist noch kein Venenleiden... aber schau Dich mal in Deiner Familie um, wie steht es denn da mit Krampfadern? Wenn sie da gehäuft auftreten, kannst Du von einer eigenen Veranlagung zu Venenschwäche ausgehen und solltest den Anfängen wehren (=> Phlebologe).

Schau mal, hier habe ich noch etwas zum Thema "mit Krampfadern laufen?" gefunden:

Wenn es zu Durchblutungsstörungen kommt, sind meisten, ca. 90 %, die Beine und die Füße davon betroffen. Dabei unterscheidet man venöse und arterielle Formen.

Die erstere, die venöse Erkrankung tritt überwiegend auf bei Bewegungsmangel oder einseitiger beruflicher Belastung, wenn man zu lange steht oder sitzt. Oft wirken dann noch ungünstige konstitutionelle Faktoren wie zum Beispiel die Bindegewebeschwäche negativ auf den Blutdurchfluß. Durch einen Spannungsverlust erweitern sich die Venen und es entstehen die leidlichen Krampfadern, in denen sich die Venenklappen nicht mehr schließen können. Dadurch ist der Rückfluß zum Herzen gestört. Wer davon betroffen ist, klagt über schwere Beine, über Schwellungen und Spannungsgefühle. Nicht selten verursacht die Stauung eine Blutgerinnung in den Beinvenen (Thrombose) und einen Verschluß der betroffenen Venen. Kommt noch eine Entzündung hinzu, entsteht eine Beinvenenentzündung.

Um die stärkere Ausbildung von Krampfadern und deren Komplikation zu verhindern, sollte eine längere Stauung des venösen Kreislaufes vermieden werden. Neben zahlreichen medizinischen Behandlungsmethoden wie Anlegen eines Kompressenverbandes, Einnehmen von Medikamenten, Operation u.s.w., wirkt Sport, insbesondere das Lauftraining wirksam den Krampfadern entgegen. Joggen unterstützt das sogenannte Auspressen des Venenschwammes in der Fußsohle und der Sprunggelenke, wobei die Wadenmuskulatur als Venenpumpe arbeitet. Außerdem bewirkt die verstärkte Atmung beim Rennen mit den Druckunterschieden im Brust- und Bauchraum einen größeren Sogeffekt für das zurückfließende Blut. Dadurch wird der venöse Blutrückfluß verbessert.

Wer unter Krampfadern leidet, sollt grundsätzlich mit einem Kompressenverband - einem Gummistrumpf - laufen. Befürchtungen, daß das Gerinnungssystem des Blutes durch das Ausdauertraining negativ beeinflußt würde, haben sich nicht bestätigt. Die Gerinnungsfähigkeit erhöht sich etwas, doch durch die Fibrinauflösung (Auflösung des Eiweißstoffes des Blutes) wird diese kompensiert, so daß das Blut kontinuierlich fließt.

http://laufzeit-online.de/archiv/1996/lz1996-05krampfader.htm

Hi, lass dir soetwas nicht einreden. Treibe weiterhin Sport, aber lass deine Krampfader vom Arzt untersuchen. Alles Gute!

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