Kopfschmerzen immer auf einer Seite?

4 Antworten

Einseitige Kopfschmerzen können ein Zeichen für Cluster-Kopfschmerzen sein:

"Das Wort "Cluster" bedeutet "Haufen, Bündel". Wenn sich viele Kopfschmerzattacken in einem bestimmten Zeitraum häufen beziehungsweise "bündeln", wird dies daher als "Cluster-Kopfschmerz" bezeichnet.

Die Attacken treten mit einer Häufigkeit von einmal in zwei Tagen bis hin zu achtmal täglich auf und halten etwa 15 Minuten bis zu drei Stunden an. Oft werden die Patienten in den Nachtstunden von Schmerzanfällen heimgesucht, aber auch am Tage können Attacken vorkommen.

Die Schmerzen sind immer einseitig und betreffen die Augenhöhle und die Schläfenregion. Männer sind häufiger von den extrem heftigen, plötzlichen Schmerzen betroffen, die mit Tränen und Rötung der Augen, verengten Pupillen, Naselaufen, verstopfter Nase, Gesichtsrötung, Gesichtsschwitzen und/oder einem hängenden Augenlid einhergehen. Diese Begleiterscheinungen können gemeinsam vorkommen oder auch einzeln auftreten."

http://www.tk.de/tk/krankheiten-k/kopfschmerzen/krankheitszeichen/32058

Hört sich nach Migräne an. Dabei gibt es verschiedene Arten, mit und ohne sonstige Nebenwirkungen. Lassen Sie sich von einem Neurologen untersuchen. Er kann feststellen, worum es sich handelt und ggf. ein geeignetes Mittel verordnen.

Hier weitere Infos zu Symptomen:

Von Dr. med. Nina Buschek

Mit oder ohne Aura

Anhand der Symptome lassen sich verschiedene Formen der Migräne unterscheiden. Die Internationale Klassifikation definiert zwei Hauptformen: Migräne ohne Aura und Migräne mit Aura.

Die Migräne ohne Aura ist die häufigere Form. Sie ist durch allmählich zunehmende und pulsierende Kopfschmerzen charakterisiert, die meist einseitig auftreten und vier bis 72 Stunden anhalten. Häufige Begleitsymptome sind Übelkeit und Erbrechen. Während der Migräneattacke reagieren die Patienten besonders empfindlich auf Geräusche und Licht - ruhige, abgedunkelte Räume sind deshalb bevorzugte Rückzugsorte. Auch mäßige körperliche Anstrengungen wie rasches Gehen oder Treppensteigen verstärken die Migräne-Kopfschmerzen gegebenenfalls.

Bei etwa zehn Prozent der Migräne-Patienten treten zusätzlich neurologische Symptome auf, die als "Aura" bezeichnet werden (Migräne mit Aura = migraine accompagnée). Die einzelnen Symptome dauern nicht länger als 40 Minuten und gehen der Kopfschmerzphase voraus. Eine Kombination folgender Beschwerden kann auftreten: ■Sehstörungen wie farbige Lichtblitze, Zickzack-Linien (Fortifikationen) oder schwarze Löcher im Gesichtsfeld (Gesichtsfeldausfälle) ■Sprachstörungen ■Kribbeln und/oder Schwäche in einem Arm oder Bein ■Gleichgewichtsstörungen

Verschiedene Studien haben ergeben, dass die Migräne mit Aura bei Frauen unter 40 Jahren ein Risikofaktor für einen Schlaganfall ist. Dies gilt aber nur, wenn ein zusätzlicher Risikofaktor wie Übergewicht, Rauchen oder Einnahme der Pille hinzukommt.

Vier Phasen

Eine Migräne-Attacke verläuft in unterschiedlichen Phasen: ■Vorphase (Prodromalphase): Bei etwa einem Drittel der Migräne-Patienten kündigt sich die Migräne Stunden bis Tage vor dem Anfall durch verschiedene Symptome an. Dazu gehören erhöhte Reizbarkeit, Euphorie, Appetitlosigkeit oder Heißhungerattacken. ■Auraphase: Bei etwa zehn Prozent der Migräniker treten jetzt die neurologischen Symptome in den Vordergrund. ■Kopfschmerzphase: Typische Kopfschmerzen (stechend, bohrend, pochend, krampfartig oder pulsierend) nehmen meist langsam über Stunden zu. Gut zwei Drittel der Betroffenen erleben den Schmerz nur auf einer Kopfseite. Er äußert sich individuell an verschiedenen Kopfregionen, meist aber in der Stirn. Bei stärkeren Bewegungen nimmt der Schmerz in der Regel zu, weshalb sich viele Betroffene in eine ruhige Position begeben. Aufgrund der Lärm- und Lichtempfindlichkeit suchen sie instinktiv ruhige, abgedunkelte Räume auf. ■Rückbildungsphase: Die Symptome nehmen ab, die Betroffenen fühlen sich müde und abgespannt. Bis zur vollständigen Erholung können weitere zwölf bis 24 Stunden vergehen.

Migräne-Attacken können sich regelmäßig in kurzen Abständen wiederholen, dann aber für viele Wochen, Monate und teilweise auch Jahre ausbleiben. Geht eine Attacke unmittelbar in die nächste über, spricht der Arzt von einem Status migraenosus.

http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Migraene/Symptome/Migraene-Symptome-7418.html

Beobachte mal wann die Schmerzen immer auftreten, etwa weil Du zu wenig getrunken hast oder wenn Du viel am Schreibtisch gearbeitet hast, dann kann es auch eine Verspannung im Nacken sein oder von den Augen kommen, wenn diese überanstrengt sind.

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