Kommt Übergewicht wirklich von der Schilddrüse?

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Diese - Entschuldigung - Ausrede, habe ich früher auch von meinen Freundinnen gehört. Jeder will schlank sein, schön, Modelmäßig. Aber "natürlicherweise" ist der Mensch, besonders der weibliche Mensch nicht so. Auch meine Freundin ist sehr stark übergewichtig.Ich bin übrigens auch XXL. Das Abnehmen ist so furchtbar schwer. Man kann es sich ja nicht eingestehen, daß man "das bischen nicht hinbekommt". Deshalb muß die Schilddrüse herhalten. Die Schilddrüse ist nur in einem Bruchteil der Fälle von Adipositas schuld. In erster Linie sind nach wie vor falsche Ernährung und Bewegungsmangel schuld. Sag Deiner Freundin, so wie sie ist, ist sie recht. Sie hat doch bestimmt mehr vorzuweisen, als "nur" einen schönen Körper. Sie hat Charme, kann zuhören, wunderbar erzählen, ist ein dufter Kumpel.... Wenn sie nicht immer ans abnehmen denkt, oder ans Dicksein, wird es von selbst ein bischen besser. Wobei sie vermutlich ihr ganzes Leben lang niemals schlank sein wird. So wie auch ich mein ganzes Leben lang damit ferig werden muß, niemals so "Schickimicki" Klamotten tragen zu können, weil es bei mir einfach nur lächerlich aussieht. So ist es halt!!

Mach dir nichts drauß, man muss kein Hungerhaken sein, um gut auszusehen. Schau dir doch mal Tine Wittler an.

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Ich finde diese Aussage gefährlich. Wer hat die Hypothyreose diagnostiziert? Ihr Arzt oder sie selbst? Natürlich sollte mal erster mit Sport und Ernährungsumstellung begonnen werden. Wenn diese, trotz Kontrolle durch einen Arzt, bei nachgewiesenem Sport pensum und Ernährungsumstellung nicht viel ausmacht, dann sollte man das Hormonsystem anvisieren als Übeltäter...

Hypothyreose (= Schilddrüsenunterfunktion) kann je nach Schweregrad eine Reihe von Symptomen auslösen: Übergewicht (einer der Hauptsymptome), Schwindelattacken, demenzartige Symptome.... Dadurch das die Schilddrüsenhormonen an fast jedem Stoffwechselvorgang beteiligt sind, kann ich der oben genannte Aussage nur zustimmen, wenn sie wirklich als Ausrede (z.B. Selbstdiagnose) gemacht wurde.

Das behandeln einer Hypothyreose ist richtig schwer. Selbst ein Facharzt für Endokrinologie wird sich da schwer tun. Es gibt reihenweise Menschen die , trotz richtiger Diagnose, falsch behandelt werden, weil man nicht weiß was die Schilddrüse alles macht und nicht jeder bei dem gleichen Kontrollwerten die gleiche Reaktionen zeigt.

Diese Aussage würde alle die wirklich eine Hypothyreose haben und diese Erkrankung die Hauptschuld hat vorverurteilen. Habe selbst Bekannte die täglich eine Vollsubstitution (zwischen 150-200 Mikrogramm/Tag) an Schilddrüsenhormonen bekommen und erst seit dem abnehmen und davor 130 Kg aufwärts wogen. Teilweise dauerte die Einstellung Jahre, weil die Kontrollwerte i.O. waren aber die Hormone eben nicht angeschlagen haben. Der Körper kann sich da leider auch, an weniger Hormone anpassen. Nur zum Schaden der Gesundheit...

Und zu der Frage der Threaderstellers wie viel das aus machen kann: Dadurch das jeder Körper anders reagiert, ist die Bandbreite groß. Von leichtem Übergewicht oder normal Gewicht mit neurologischen Auswirkungen bei ca. 25 Mikrogramm zu wenig, bis hin zu schwerem Adipositas oder hypothyreotischem Koma bei sehr sehr wenigen Schilddrüsenhormonen....

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Hallo Jack78, ich leide selbst seit 20 Jahren unter Schilddrüsenprobleme. Ich hatte dadurch schon mal innerhalb von 14 Tagen 10 kg abgenommen und bin dadurch ohnmächtig geworden, weil mein Kreislauf das nicht mehr ausgehalten hat.Allerdings habe ich dann nach einer Radiojodtherapie 30kg zugenommen. Es ist schwer diese abzunehmen, da ich sehr starke Nebenwirkungen habe. Ich muss dazu sagen, dass ich eine minimale Restschilddrüse habe. Aber es ist wirklich so, dass man mit Übergewicht zu kämpfen hat und auch mit Wasser im Körper, da die Lymphdrüsen nicht mehr richtig arbeiten! Außerdem arbeitet der Stoffechsel zu langsam. Also wird ein Apfel verbrannt wie ein Steak. Ich weiß wovon ich rede, ich bin früher Marathon gelaufen und war schlank. Also ist es von meiner Seite definitiv keine Ausrede, da ich mich nach wie vor gesund und wie ein Sportler ernähre!

Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion, Werte normal

Hallo,

ich habe große Probleme mit der Konzentration, mit meiner andauernden Müdigkeit und noch viele weitere Symptome die ich gleich aufzählen werde. Ich habe eine ADHS "Diagnose" (ich habe einen Fragebogen beantwortet) und habe eine Zeit lang Ritalin genommen. Eine großartige Wirkung konnte ich nicht feststellen, eigentlich nur eine leicht verbesserte Konzentration (Placebo Effekt?) und ein paar Nebenwirkungen. Auch wurde ich bereits am Atlas behandelt (der oberste Halswirbel), da mir gesagt wurde dass die Symptome durch eine Verschiebung dieses Wirbels verursacht werden können. Die Verschiebung wurde Festgestellt und ich war eine weile in Behandlung. Ich hatte danach eine Weile keine Rückenschmerzen und meine Füße schmerzen nun auch nach längerem Laufen nicht mehr, meine eigentlichen Probleme blieben bestehen. Nun habe ich gerade erfahren das meine Schilddrüsen Hormonwerte normal seien, ich war eigentlich sicher dass dies die Ursache für meine Probleme ist. Ich liste am besten mal die Symptome auf die mich zu diesem Schluss geführt haben, also alle Symptome die ich im Zusammenhang einer Fehlfunktion der Schilddrüse aufgeschnappt habe welche auf mich zutreffen. Erstmal die Symptome die mir schon vor meinem Verdacht auf eine Schilddrüsendysfunktion aufgefallen sind:

  • Konzentrationsprobleme
  • Müdigkeit
  • Schlafprobleme
  • Herzrasen
  • Starkes Schwitzen
  • häufig Durchfall
  • häufiger Stuhlgang
  • Nackenverspannungen/Schmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Nervosität
  • Strohige Haare
  • Trockene/Schuppige Haut
  • Nierenschmerzen (bzw in der Nierengegend, einmal war mein Urin trüb als ich deswegen aufgewacht bin)
  • Plötzliche Gewichtszunahme vor ca. 4 Jahren (Im alter von 16 als ich in die Pubertät kam, um ca. 20-30kg, von ca 60-70 auf über 90kg bei 185)
  • Übergewicht (trotz gefühlt nicht übermäßiger Nahrungsaufnahme)
  • Antriebslosigkeit
  • Depressive Verstimmungen
  • Gereiztheit
  • nächtliches Kribbeln und Einschlafen von Händen und Unterarmen
  • apathischer Gesichtsausdruck
  • Ohrgeräusche
  • blasse Haut (deutlich blasser als beim Rest meiner Familie) mit gelblichen Verfärbungen
  • Nackenverspannung, Nackenschmerzen
  • brüchige Fingernägel (wobei hier natürlich der vergleich mit "der Norm" schwer fällt)
  • trockene Schleimhäute
  • häufig verstopfte Nase (könnte auf geschwollene Nasenschleimhäute hindeuten)
  • geschwollenes Gesicht (bzw dicke Backen, die hatte ich früher nicht, kann natürlich auch ganz normal am Übergewicht liegen)
  • dicke Augenlieder
  • Schwindel
  • Gedächtnisprobleme
  • leichtes Frieren (eher auf der Haut und in den Händen/Füßen)

Ein paar Symptome bei welchen ich mir nicht sicher bin habe ich weggelassen. Meine Frage ist nun, fällt euch eine Mögliche Ursache meiner Probleme ein? Nicht alle der Symptome sind für mich eine große Belastung, einige aber eben schon.

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