Kommt es zwischen Johanniskraut und Antidepressiva zu Wechselwirkungen?

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5 Antworten

Bitte nicht zusammen nehmen!!! Steht aber auch im Waschzettel vom Sertralin! Das Johanniskraut wirkt "leicht" serotonerg und hat somit einen leichten Einfluss auf den MAO-Stoffwechsel! MAO= MonoAminoOxidase=Oxidation/Abbau von Monoaminos, worunter auch das Serotonin zählt. Nur eins von Beiden nehmen! Johanniskraut wirkt gut bei leichten depressiven Verstimmungen, wenns doch etwas schlimmer ist, ist der Umstieg auf ein leichten SSRI ratsam, aber nicht zusammen! Ein Serotoninsyndrom "könnte" die Folge sein und damit ist nicht zu spaßen! Google doch mal nach Serotoninsyndrom!

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Hallo, inwiefern es zu Wechselwirkungen zwischen Johanniskraut und Sertralin kommen kann, weiß ich nicht. Aber das Johanniskraut hat ja ohnehin bei Dir nicht geholfen,deshalb hast Du ja Sertralin verordnet bekommen. Also genügt es völlig und Du bist auf der sicheren Seite, wenn Du nur die vom Arzt verordneten Antidepressiva einnimmst. Da wir jetzt Sommer haben, würde ich ohnehin kein Johanniskraut einnnehmen; dann kann es zu unschöner Lichtüberempfindlichkeit kommen (s. Beipackzettel). lg Gerda

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Hallo,

folgendes habe ich dazu gefunden:

Bei innerlichen Johanniskraut-Präparaten kommt es vor allem zu Wechselwirkungen, wenn die tägliche eingenommene Dosis 200 Milligramm des Pflanzenmaterials beträgt oder, bei einem Extrakt beziehungsweise Öl, dieser Pflanzenmenge entspricht.

Eine gleichzeitige Einnahme anderer Antidepressiva, insbesondere aus der Wirkstoffgruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer wie Paroxetin, Sertralin und Trazodon, ist verboten. Die Kombination kann ein lebensbedrohliches Serotonin-Syndrom mit Verwirrtheit, Zittern, Schwitzen, Fieber und Blutdruckabfall bis hin zum Koma auslösen. Daher sollten diese Wirkstoffe nicht gemeinsam mit Johanniskraut eingenommen werden.
Auch innerlich genommen, kann Johanniskraut Lichtüberempfindlichkeit verursachen. Dieser Effekt wird durch äußerlich oder innerlich anzuwendende Wirkstoffe verstärkt, die ebenfalls die Lichtsensibilität erhöhen.
Johanniskraut verringert die Wirkung von zahlreichen Wirkstoffen. Gegebenenfalls ist deshalb eine Dosisanpassung der beteiligten Wirkstoffe durch den Arzt nötig. Davon betroffenen sind:
    Immunmodulatoren wie Ciclosporin oder Immunsuppressiva wie Tacrolimus und Sirolimus (Immunsuppressiva zur Unterdrückung der körpereigenen Abwehr)
    AIDS-Mittel wie HIV-1-Proteasehemmer (beispielsweise Indinavir) oder reverse Transkriptasehemmer (beispielsweise Nevirapin)
    das Herzmittel Digitoxin
    das Asthma-Mittel Theophyllin
    der Blutdrucksenker Verapamil
    das Beruhigungsmittel Midazolam
    die Antidepressiva Amitriptylin und Nortriptylin
    Zytostatika wie Imatinib und Irinotecan. Monoklonale Antikörper sind davon ausgenommen.
    Antikoagulanzien wie Phenprocoumon und Warfarin
    Östrogen-Gestagen-Kombinationen zur Verhütung ("Pille"). Hier kann die Wirkungsabschwächung zu Zwischenblutungen und möglicherweise nicht mehr ausreichendem Empfängnisschutz führen. 

http://www.onmeda.de/Wirkstoffe/Johanniskraut/wechselwirkungen-medikament-10.html

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Pause machen , nimm das jarsin oder den Tee lieber später vorbeugend.

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Johanniskraut IST ein Anti-Depressivum. Doppelt genäht hält nicht besser.

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