Koma und Künstliche Beatmung Folgen?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das kann auch ohne Koma passieren.

Als ich vor einigen Jahren mal ins Krankenhaus gekommen bin, hatte ich schon Untergewicht, hatte 49,5 kg bei 1,70 m. Grund war eine schwere Magenerkrankung, durch die ich kaum noch essen konnte. Deshalb habe ich dann eine Magensonde bekommen. Beim Anlegen der Magensonde gab es sehr schwere Komplikationen, so dass eine Not-OP nötig wurde. Nach dieser OP lag ich zwar nicht im Koma, aber fast 4 Wochen flach und durfte auch 10 Tage gar nichts essen und danach nur langsam wieder aufbauen, wobei wegen meiner Erkrankung die Ernährung ohnehin schwierig war . Leider funktionierte die Magensonde zuerst noch nicht richtig, erst nach einer Woche konnte ein Eingriff zur Korrektur stattfinden, so dass ich erst dann künstlich ernährt werden konnte. Ich bekam da zwar Flüssigkeit über die Vene, aber das war es auch. Als ich dann wieder aufstehen durfte/konnte, konnte ich mich vor lauter Schwäche kaum auf den Beinen halten. Als ich mich das erste mal im Spiegel gesehen hatte, habe ich mich total erschrocken, da sah ich aus, wie ein K Z-Häftling. Die Waage zeigte zu dem Zeitpunkt nur noch 43 kg, also extremes Untergewicht. Dank der künstlichen Ernährung über die Sonde konnte ich in knapp 1/2 Jahr wieder an die 50 kg kommen (was immer noch Untergewicht war), insgesamt hatte ich 15 kg zugenommen, über 4 Jahre. Allerdings wirklich nur wegen der regelmäßigen künstlichen Ernährung.

Mein Vater hatte nach einer Herz-OP schwere Komplikationen und hat 3 Monate im Krankenhaus gelegen, konnte nicht aufstehen etc. Er war zum Glück vorher etwas übergewichtig, denn er hat insgesamt ungefähr 15 kg abgenommen in der Zeit.

Im Krankenhaus sagte da mal eine Schwester, für die Muskeln, die man in einer Woche verliert, bräuchte man 1 Monat (mit gezielter Physiotherapie) um sie wieder aufzubauen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Tut mir leid zu hören was dir und deinem Vater zugestoßen ist. Weißt du ungefähr wie viel Kg Übergewicht deine Vater hatte ? Also war er danach noch im Normalbereich ?

Also z.B. 1,90 und 106 Kilo und dann irgendwie so 91 Kg?

0
@E1RMyName
Tut mir leid zu hören was dir und deinem Vater zugestoßen ist.

Danke. Man lernt, so gut es geht, damit umzugehen. Mit einer unheilbaren Erkrankung muss man leben lernen. Was meinen Vater angeht, da waren die letzten 4 Monate regelrechter Ausnahmezustand, Ende des Jahres sah es sogar so aus, als würde er es nicht schaffen.

Er hatte vorher ca. 85-87 kg bei 1,70. Als er nach mehr als 8 Wochen zum ersten mal gewogen wurde, waren es glaube ich 71 oder 72 kg. Wie es jetzt ist, weiß ich nicht, er kann zwar seine Portionsgröße schon wieder steigern (ihm wurde auch ein Teil vom Magen entfernt) ist aber immer noch in der Reha, deswegen kann ich dazu nichts genaues sagen.

1

Die Menschen werden im Koma nicht nur beatmet, sonder auch künstlich ernährt. Aber dünne Menschen haben nun mal nicht so viele Reserven. Manchmal ist es von Vorteil, etwas dicker zu sein. Mein Ehemann hat bei seiner zweiten Herzoperation, bei der es Komplikationen gab, auch 13 Kilo abgenommen, obwohl er eigentlich nicht dick war. Er sah dann doch recht jämmerlich aus.

Hat er die 13 Kilo wieder drauf bekommen ?

0
@E1RMyName

Nicht ganz. Er hat in der Reha wieder zugenommen, aber hat nicht mehr sein vorheriges Gewicht erreicht, wollte er auch nicht.

1
@Akka2323

Und hat das lange gedauert also mehr als 6 Monate ? Wenn ich frage darf

0

Bei Bewegungslosigkeit wird immer Muskelmasse abgebaut. Komatöse Patienten werden mit flüssiger Nahrung über die Vene versorgt.

Das heißt eine Frau die z.B. 1,58m ist und 46 kg wiegt, und dann 8-9 Kilo Muskelmassen abbaut wiegt dann nur noch so um die 37-37 Kilo ? Das ist doch aber auch nicht gesund wir soll man dann noch gesund werden ? Können die einem wenn man dünn ist nicht einfach mehr geben um sowas zu verhindern das wenigstens fett da bleibt wenn schon Muskeln schwinden ? LG und danke für die Antwort 🙋🏻‍♂️

0

Was möchtest Du wissen?