Können Winterdepressionen auch in Zusammenhang mit der Schilddrüse stehen?

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Nicht nur Winterdepressionen, sondern Depressionen allgemein können mit Schilddrüsenstörungen in Verbindung stehen. So haben Endokrinologen festgestellt, dass mehr als die Hälfte der Patienten mit einer Schilddrüsenunterfunktion auch an einer Depression leiden. Insgesamt beeinflusst das Steuer-Organ Schilddrüse mit seinen Botenstoffen die Persönlichkeit und die Psyche auf vielfältige Weise. Bei Erkrankungen dieses kleinen Organs am Hals bringt ein Zuviel oder Zuwenig an Schilddrüsenhormon deshalb auch die Seele aus dem Gleichgewicht.

So können bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) auch die Gefühle stark "überreagieren": mit Reizbarkeit, Ungeduld, Rastlosigkeit und verstärkter Ängstlichkeit, manchmal sogar mit Panikattacken - ähnlich wie bei einer psychisch bedingten Angststörung.

Die Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) macht sich dagegen durch Antriebslosigkeit, verlangsamtes Denken oder Verwirrung sowie Rückzug aus der sozialen Gemeinschaft bemerkbar. Da diese Anzeichen bei depressiven Erkrankungen ebenfalls häufig auftreten, wird bei der Behandlung zunächst oft nicht an eine Schilddrüsenstörung gedacht. Auch viele Betroffene vermuten selbst keine körperliche Krankheit, sondern machen äußere Lebensumstände für ihre Beschwerden verantwortlich.

http://www.gesundheit.de/krankheiten/druesen-hormone/schilddruese-winterdepression/index.html

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