Können Psychopharmaka die Persönlichkeit verändern?

1 Antwort

Sehr schwierige Frage!! Ich kenne einige Menschen - aber eben nicht alle - die berichten, dass nicht nur die traurigen Phasen abgedämpft werden, sondern auch die Ausschläge nach oben abgedämpft sind. Anderer fühlen sich allgemein etwas distanziert von der Umgebung und finden dies entweder gut, oder unangenehm. Ich selbst habe mal SSRI 2 Wochen ausprobiert (ohne Depression gehabt zu haben), und fand mich emotional etwas von meiner Partnerin distanziert. Dies mag alles eine kleinere Rolle spielen, wenn man akut unter depressiven Beschwerden leidet, aber wenn man wieder "gesund" ist, kann dies stören. Aber wie gesagt, es gibt ganz unterschiedliche Erfahrungen. Man muss es halt leider selbst ausprobieren. Ich bin mir aber relativ sicher, dass keine Veränderungen auftreten, welche noch Jahre nach Absetzen vorhanden sind. Aber auch dazu gibt es natürlich Gegenstimmen - wie bei allem...

erfahrungen mit "citalopram"? (antidepressivum/SSRI)

hallo,

hat jemand von euch erfahrungen mit dem medikament "citralpram"? ist ein antidepressivum aus der gruppe der selektiven serotonin-wiederaufnehmehemmer.

hatte zwei fehlgeburten im abstand von drei monaten, dadurch bin ich in eine extrem depressive phase geraten.

seit dem 16.08. nehme ich eine citralopram (20 mg) morgens ein.

in den ersten 2-3 tagen hatte ich kopfschmerzen, blähungen, leichte magenschmerzen, übelkeit und schwindelgefühle. das ist alles verschwunden.

was geblieben ist, ist die appetitlosigkeit.

ich dachte, von antidepressiva nimmt man zu?

ich muss mich schon ans essen erinnern, da ich es sonst vergessen würde.

wie war/ist das bei euch?

welche nebenwirkungen traten auf?

wann konntet ihr eine wirkung feststellen?

wie lange habt ihr citalopram genommen? wann wurde es ausgeschlichen?

danke.

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Depressionen und extremes Nägel- und Lippenbeissen

Hallo Leute,

ich leide seit einem halben Jahr an einer Depression und nachdem ich viel grüble, fällt mir immer wieder etwas Neues ein. Heute zB. Ich beiße seit meinem 4. Lebensjahr an meinen Nägeln (auch die Haut drumherum) und zusätzlich oft an den Innenseiten meiner Lippen. All das so lange, bis es wehtut und blutet. Waren das bereits die ersten Anzeichen in meiner Kindheit, dass ich psychische Probleme hab? Ist das selbstverletzendes Verhalten?

Ich schäme mich für meine abgekauten Nägel und habe deshalb 10 Jahre durchgehend Kunstnägel getragen. Vor ca. einem Jahr wollte ich dann nicht mehr so viel Geld in den Wind schmeißen und hab mit den Kunstnägeln aufgehört. Leider hab ich auch vor den künstlichen Nägeln nicht zurückgescheut, teilweise hab ich auch die abgebissen. Nicht immer, aber doch relativ oft. Seit ich keine mehr trage, ist der Zustand der Selbe, wie vorher: Beißen, bis das Blut kommt.

Ich habe auch noch andere schlechte "Angewohnheiten": zB kratze ich immer meine Hautunreinheiten auf, bis sich alles entzündet, abstehende Haut wird weggebissen oder -gezupft, ich kratze teilweise so lange an meiner Kopfhaut herum, bis sich Schuppen bilden.

Zudem hab ich neuerdings Zwänge. Jeden Tag putze ich meine Wohnung, jeden Tag wasche ich die schmutzige Wäsche (auch wenn es nur 2-3 Stücke sind). Jeden zweiten Tag wechsle ich die Bettwäsche. Meine Küche sieht aus, wie in einem Möbelhaus: es steht dort nur die Kaffeemaschine. Sonst nichts. Alles clean. Ich halte zuzeit nicht die kleinste Unordnung aus. Ich habe dann einfach ein gutes Gefühl, wenn alles zusammengeräumt, erledigt und sauber ist. Wenn ich am Abend zu Bett gehe, denke ich schon darüber nach, was ich am nächsten Tag alles putzen werde.

Apropos: Schlafstörungen... Einschlafen kann ich immer relativ rasch (ca. 30 Min.), nur nach 2-3 Stunden werde ich im 15-Minuten-Takt wach und habe extreme Ängste und Schweißausbrüche. Um 4:45 Uhr werde ich jeden Morgen wach und kann (will) nicht mehr schlafen und stehe dann eben auf. Meine Arbeit beginnt um 7 Uhr. Da kann der Tag schon echt lange werden, wenn man dann bis 18 Uhr oder länger im Büro sitzt.

Bis jetzt haben mich Baldrian-Tabletten immer recht gut unterstützt, aber langsam verlieren auch die ihre Wirkung. Ich habe morgen Abend einen Termin bei meinem Arzt und werde um Schlaftabletten bitten. Ich will endlich wieder gut und lange schlafen können, ohne am Morgen das Gefühl zu haben, mich hätte nachts ein LKW überfahren.

Ich nehme seit 3 Monaten das Antidepressivum "Sertralin", 50mg am Tag. Ich hatte ca. 6 Wochen nach Beginn der Einnahme eine gute Phase (ca. eine Woche lang), aber seitdem fühl ich mich wieder besch..... Werde morgen meinen Arzt fragen, ob wir die Dosis erhöhen können...

Ich habe so oft das Gefühl, ich kann nicht mehr... Aber ich darf mir die Schwäche nicht anmerken lassen - ich habe eine leitende Position in einem großen Unternehmen und kann es mir nicht leisten, länger auszufallen, da ich keine Vertretung hab.

Wer weiß Rat?

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