Können durch Arzneipflaster auch Nebenwirkungen entstehen?

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1 Antwort

Ja, natürlich.

Auch die Wirkstoffe im Arzneipflaster gelangen ja (in der Regel) ins Blut und wirken dann sehr ähnlich, wie bei oraler Einnahme.

Ein Grund für die Verabreichung als Pflaster ist, dass zunächst die Leber umgangen wird (Wirkstoff gelangt vom Pflaster durch die Haut direkt ins Blut), während als Tablette etc. der Wirkstoff zunächst in Magen und/oder Dünndarm aufgenommen und dort in die jeweiligen Blutgefäße weitergeleitet wird. Die Blutgefäße des Magen /Darmtraktes führen aber (meist) zunächst mal in die Leber, wo manche Medikamente bzw. ein Teil davon, unwirksam gemacht werden (siehe: "first pass effect").

Damit ist für manche Wirkstoffe die Gabe über die Haut (oder auch via Mundschleimhaut) besser geeignet.

Allerdings wirken die dann noch im Blut kursierenden Wirkstoffe durchaus ähnlich, und z.b. Hormone oder Schmerzmittel haben dann vergleichbare Haupt- und Nebenwirkungen. Und auch Morphinpflaster können zu Übelkeit und Verstopfung führen, genau wie Morphin als Tablette.

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