Können Depressionen vererbt werden?

2 Antworten

Eine gewisse Chance ist schon da, aber keine Gewissheit. Es ist wichtig, dass du versuchst positiv zu denken und dein Leben nach deinen Wünschen gestaltest. Man muss immer wissen, was man will und an der Umsetzung seiner Wünsche arbeiten. Misserfolge gehören dazu und man sollte sie nie persönlich nehmen, aber seine persönliche Schlußfolgerungen daraus ziehen und vorwärts schauen. Aus Fehlern und Misserfolgen kann man lernen und Probleme sind dazu da, dass sie gelöst werden, dann fühlt man sich auch nicht dem Schicksal ausgeliefert und wächst mit den Aufgaben.

Depressionen können in Familien vermehrt aufkommen. Es heisst aber nicht, dass du automatisch auch Depressionen bekommen wirst. Toll, dass du den Mut hast hinzuschauen und überlegst, was du selber "dagegen" tun kannst! Aber lass dich auch nicht verrückt machen: ich glaube die meisten Menschen haben solche Geschichten im Leben ;-)

Ich weiss nicht, ob du schon davon gehört hast, dass ein Mensch, sein Lebensstil in seinen ersten 6 Lebensjahren entwickelt. Das heisst, in diesen Jahren hast du gelernt, wie du auf Probleme reagierst. Dies setzt sich aus verschiedenen Erfahrungen zusammen: wie reagiert das Umfeld auf mich, wie geht das Umfeld damit um und was für Schlüsse hast du daraus gezogen. Du hast auch gelernt wie deine Eltern (und eventuell) Geschwister mit Problemen umgehen. Es ist schwierig als Kind gewisse Sachen einordnen zu können. Hier nur ein Beispiel: Eventuell heult deine Mutter gleich drauf los, wenn auf sie ein Problem zukommt, oder flippt aus oder vielleicht zieht sie sich auch zurück. Wie soll ein Kind darauf reagieren? Natürlich ist es damit überfordert! (das nun soweit zu Vorbelastungen).

Um dahinter zu kommen, was für Schlüsse du in deinem Leben gezogen hast, kannst du eine Lebensstilanalyse nach Alfred Adler machen. (darüber findest du auch im Internet und kannst dies mit einer Person aufarbeiten, die sich darin auskennen). Das kann extrem spannend sein und du kannst viel dabei lernen. Es ist nicht so, dass du dich komplett ändern musst, aber du lernst dich dabei besser verstehen. Ich habe es vor ein paar Jahren gemacht und muss sagen, es war eine sehr gute Erfahrung. Manchmal tat es auch ein wenig weh, aber gut getan hat es! Wichtig finde ich, dass du es zu einem Zeitpunkt machst, wo du dich mit dir selber auseinandersetzen willst und magst! Viel Spass!

Meine Hypochondrie zerstört mein Leben

Hallo liebe Community, seit ich denken kann habe ich Angst vor dem Tod und allen Dingen die ihn verursachen können, ganz oben dabei sind natürlich Krankheiten.

Ich habe mich viele Jahre in psychotherapeutischer Behandlung befunden und nie hat sich eine Besserung meiner Situation ergeben.

Vor 2 Jahren dann bin ich aufgrund meiner Ängste in eine Sucht gerutscht und nehme nun täglich 1,2mg Subutex. Außerdem bekomme ich Doxepin, welches bei mir aber absolut keine Wirkung zeigt (so wie alle anderen Antidepressiva auch noch Wochen).

Mittlerweile ist es so schlimm geworden dass ich absolut keine Freude mehr empfinden kann. Mein Leben wird bestimmt von Angst. Panikattacken zerstören meinen Alltag und ich traue mich kaum noch aus dem Haus.

Ich bin nicht mehr in der Lage meine Symptome von Einbildungen zu unterscheiden und renne ständig nur noch zum Arzt.

Ich habe schmerzen beim schlucken, schmerzen wenn ich mich unter der Achsel berühre, schmerzen in der Leiste. Schmerzen im Bauch, schmerzen im Rücken. Ich taste den ganzen Tag meine Hoden ab aus Angst irgendwelche Knoten zu finden. Morgen wird mir ein Leberfleck entfernt und beim Gedanken an die Wartezeit bis zum Ergebnis wird mir fast unerträglich schlecht, ich fühle mich fiebrig und schlapp, oder bilde es mir ein. Dasselbe mit Heiserkeit und verschleimt sein. Ich kann absolut nicht mehr unterscheiden was real ist und was nicht und ich weiss nicht mehr wie ich da jemals wieder rauskommen soll. Ich habe Symptome, sind sie echt? Muss ich zum Arzt? Soll ich trotz Hypochondrie dauernd zum Arzt rennen auf die Gefahr hin dass ich wirklich ernsthaft krank bin und zB Krebs habe? Was wenn ich denke ich bilde es mir nur ein und in Wahrheit ist jedes Symptom realität und ich gehe aus Angst vor der Angst nicht rechtzeitig hin?

Letzte Woche wurde ein Blutbild gemacht, völlig normale Werte, dass hat mich kurzzeitig beruhigt bis zu dem Moment wo ich erfahren hab dass ein Blutbild absolut keine Auskunft darüber gibt ob man Krebs hat.

Ich schwitze nachts hin und wieder ziemlich heftig, so dass ich im Nacken nass bin und die Haare auch. Ich weiss nicht ob das von den Medikamenten kommt oder von wo auch immer.

Alles was ich will ist einfach keine Angst mehr haben.

Sollte ich in CT's oder zum röntgen?

Was würdet ihr tun? Der Angst nachgeben oder sie verdrängen?

Ich bekomme aufgrund meiner Sucht keine angstlösenden Medikamente.

Ich weiss nicht wie es noch weiter gehen soll.. ich will mein Leben zurück..

Ich bin sehr dankbar für jedes offene Ohr und jeden Ratschlag.

Liebe Grüße

(23 Jahre, m)

...zur Frage

Untergewicht durch Psyche?

Hallo,

ich bin 18 Jahre alt und habe eine Posttraumatische Belastungsstörung, Panikattacken und (im Moment wieder einmal) eine schwere depressive Episode.

Ich gehe seit 2015 zur Therapie und hab auch ein echt gutes Verhältnis zu meiner Thera. Im September 2017 war ich sehr sehr depressiv und hab eigentlich kein Sinn mehr in meinem leben gesehen. Da ich seit ca. einem Jahr alleine wohne und mich um mich selbst kümmern muss, hat das als erstes darunter gelitten. Mein Körper war nur noch ein Gegenstand für mich, der zu funktionieren hatte. Zu der Zeit hatte ich meinen 450€ Job (12h), Schule (ca. 32h) und Feuerwehr Grundausbildung (über 15h). Ich habe mich von Instant gerichten (5-Min Terrinen) und Erdnüssen ernährt, ca. 5h geschlafen und einmal in der Woche gab's einen Leberkäsweck bei der Feuerwehr. So hab ich in 3 Wochen, dank der zusätzlichen körperlichen Anstrengung, ca 7 Kilo an Gewicht verloren und wog noch 50kg bei 165cm.

Das war grad noch ok, ist mir auch erst aufgefallen, als man mir sagte ich hätte abgenommen. War mir in dem Moment eher egal, ich fand es eher noch gut, denn es war etwas dass mir sinn gegeben hat. Abnehmen. Meinen Körper langsam und kontrolliert zu Grunde gehen lassen. Etwas das mir kontrolle gab. Mein aussehen war mir egal. Die Zahl auf der Waage zählte. So fing es an, dass ich es bewusst tat, ich nahm immer wieder etwas zu, dann wieder etwas ab. An meinem 18 (1. Dezember) hab ich extra noch wenig gegessen und gehungert, sodass sich die Zahl ja nicht ändert.

Im Oktober davor bin ich mit meinem Freund zusammen gekommen, was mich dazu brachte mein Handeln zu überdenken und da es mir in der Zwischenzeit durch Antidepressiva und meiner Therapeutin besser ging, entschied ich mich: Ich nehme zu, ist doch unnötig was ich hier mache. Gesagt, getan. Über Weihnachten nahm ich zu und wog dann wieder 52kg, ideal in meinen Augen.

Dabei blieb es jedoch nicht, nach Silvester (obwohl ich dank versch. Feiern und Besuch mehr gegessen hatte), wog ich wiedr 49kg. Seitdem ging es teilweise runter bis auf 46kg dann wieder 50kg dann wieder 47,4kg etc.

Dabei esse ich meiner Meinung nach nicht weniger, als ich brauch (bis auf Tage an denen es mir ganz dreckig geht, da bekomm ich nicht viel runter)

Wichtig ist auch: Ich habe keine Schilddrüßenüberfunktion o.ä. mein Blut wurde mehrmals getestet, da ist nichts. Wäre ja ok, wenn es mir dabei gut ginge, aber mir fehlt soviel Energie... Habt ihr eine Idee woran das liegt? Kann das rein durch meine Psyche kommen? So als würde mein Körper aufgeben? Weil ich tu es bald auch, wenn sich nicht wenigstens dieses Problem lösen lässt.

LG

Line112

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?