Keuchhusten für Erwachsene genauso gefährlich wie für Kinder?

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2 Antworten

Während kleine Patienten nachts an schweren Hustenattacken leiden, begleitet von Atemnot, keuchenden Atemgeräuschen und manchmal Erbrechen, fehlt das Keuchen und Erbrechen bei Erwachsenen völlig.

Einziger Hinweis auf Keuchhusten im Erwachsenen-Alter ist oft ein schlimmer Husten, der mehrere Wochen anhält. Manchmal klagen die Betroffenen auch über Kratzen im Hals oder Schweißausbrüche. Kein Wunder, dass die wenigsten bei diesen Symptomen an Keuchhusten denken.

Experten empfehlen jedoch, bei hartnäckigem Husten immer hellhörig zu werden und Keuchhusten zumindest ins Kalkül zu ziehen. "Bei lang andauerndem Husten und vor allem nächtlichen Hustenattacken sollte bei Erwachsenen immer auch an Keuchhusten gedacht werden", sagt Professor Christel Hülße vom Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern aus Rostock.

Bei Erwachsenen verläuft Keuchhusten grundsätzlich milder als bei Kindern und ist nicht lebensbedrohlich.

Doch auch im Erwachsenen-Alter ist die Erkrankung keineswegs harmlos. Bei jedem Vierten treten Komplikationen auf.

So kann Keuchhusten beispielsweise Gewichtsverlust, seltener eine Lungenentzündung, Krampfanfälle und Gehirnbluten auslösen. Erwachsene mit Keuchhusten können mitunter auch ihren Urin nicht mehr halten und werden inkontinent. Manchmal sind die Hustenanfälle so stark, dass es zu Rippen- und Leistenbrüchen oder Bandscheibenvorfällen kommt. Ein plötzlicher Hörverlust oder Schäden an Blutgefäßen sind ebenfalls möglich.

Besonders bedenklich ist, dass die wochenlang hustenden Erwachsenen ihre Erreger an Säuglinge, mit denen sie Kontakt haben, weitergeben können. Das große Problem: Anders als für Erwachsene ist Pertussis für Säuglinge eine wirklich bedrohliche Krankheit.

Die meisten Erwachsenen sind sich nicht bewusst, welche Gefahr sie für Säuglinge und kleine Kinder in ihrer Umgebung darstellen – einfach, weil sie gar nicht auf die Idee kommen, dass sich hinter ihrem hartnäckigen Husten ein Keuchhusten verbergen könnte.

Und doch ist es bittere Realität: Erwachsene mit Pertussis sind die Hauptinfektionsquelle für kleine Kinder. "50 bis 70 Prozent der erkrankten Säuglinge werden von ihren Eltern oder Großeltern angesteckt", sagt Professor Wirsing von König vom Institut für Infektiologie Krefeld.

(http://www.gesundheit.de/krankheiten/infektionskrankheiten/atemwegsinfektionen/keuchhusten-alles-andere-als-ein-kinderspiel)

Erwachsene tun sich mit den Hustenattacken nicht ganz so schwer, wie Kinder.

Ich habe mich seinerzeit bei meinen Kindern angesteckt. Nachdem sie mit dem ewigen Husten durch waren, habe ich angefangen zu Husten. Die Krankheit hat alles in allem gute 6 Wochen gedauert. Anfangs habe ich das für eine einfache Erkältung gehalten mit Schwerpunkt auf Husten. Da dieser aber nicht wegging, bin ich irgendwann zum Arzt gegangen.

Diagnose: Keuchhusten.

Als Folge von dem ewigen Husten bekam ich eine Rippenhautentzündung.

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