Kennt sich jemand mir Verordnungen außerhalb des Regelfalles aus?

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2 Antworten

Das ist nicht leicht zu erklären !

Es betrifft eine Vereinbarung zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung und den Krankenkassen. 

Generell ist dies eine Verordnung zum Schutz des Arztes vor einem Regress.

Sie beinhaltet : 

Jeder Arzt hat für seine Patienten ein bestimmtes Budget für seine Verordnungen. Überschreitet er dies gehäuft, kommt er in eine Überprüfung seiner Verschreibungen und bei häufiger Überschreitung kann dies einen Regress zur Folge haben, bei dem ihm ein bestimmter Teil seines Honorars einbehalten wird.

Bei chronisch kranken Patienten hat er die Möglichkeit Verordnungen  " außerhalb des Regelfalles " durchzuführen. Diese Verordnungen werden dann aus seinem Budget herausgerechnet, wenn in seiner Praxis die betreffende Erkrankung als Besonderheit anerkannt ist !

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Kommentar von sonne123
08.12.2016, 23:20

Hallo Tigerkater,

kleine, vielleicht dumme Frage von mir, was meintest du mit deinem letzten Satz? Das Budget wird herausgerechnet, soweit ok. Aber wieso muss die betreffende Erkrankung in der Praxis anerkannt sein? Gibt es da nicht einheitliche Richtlinien, die  für alle (Praxen) gelten oder wie ist das gemeint? LG

@gerda

sorry,das ich hier zwischenfunke, nicht böse sein. Dir und deinem Mann alles Gute und eine **schöne Adventszeit **

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Kommentar von gerdavh
09.12.2016, 06:55

Das wusste ich schon, der Arzt hat das meinem Mann erklärt, dass er nur noch Verordnungen ausstellen kann, wenn er jedesmal darauf vermerkt, dass hier ein Fall außerhalb des Regelfalles vorliegt. Kann ich durchaus verstehen, dass dieser Mann sich nicht selbst belasten möchte, nur weil ein Patient Dauerschmerzen hat. Mein Mann fragt heute mal den Physiotherapeuten, die wissen das bestimmt am besten, wie lange man in so einem Fall Verordnungen für Physio bekommt - denn das war meine eigentliche Frage.

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Hallo Gerda,

also ich zumindest, habe in den Jahren meiner Tätigkeit keinen Fall erlebt, wo die Kasse in solch einem Fall wie dem Deines Mannes, sich irgendwie gesperrt hätte.

Vermutlich greift hier das Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) - Gesetzliche Krankenversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477)

§ 2a Leistungen an behinderte und chronisch kranke Menschen:

"Den besonderen Belangen behinderter und chronisch kranker Menschen ist Rechnung zu tragen."

Da Dein Mann diese Behandlungen schon so lange bekommt, zählt er für die KK wohl zu den Chronischen oder Behinderten, - je nach Erkrankung. LG 

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Kommentar von gerdavh
08.12.2016, 14:28

Ich hatte gehofft, dass Du heute online bist. Er ist nicht behindert, aber er hat ständig Rückenprobleme und sehr starke Schmerzen. Ich hatte da was gelesen von § 8, Absatz 4 und dann gibt es noch den § 8 Absatz 5 - da habe ich auch nicht durchgeblickt, wo da der Unterschied ist.

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