Keine Blutverdünner nach Katheterablation ?

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3 Antworten

Fahr sofort oder lass dich fahren, zu der Klinik und lass dies abklären.

Als Alternative kommt eine medikamentöse Behandlung in Frage, deren dauerhafte Erfolgsaussicht nicht vorhergesagt werden kann. Zum einen gibt es eine sogenannte frequenzregulierende Behandlung, welche darauf abzielt die Symptome und Beschwerden, die durch das Vorhofflimmern ausgelöst werden, durch die Gabe von Medikamenten möglichst gut zu unterdrücken. Wichtig ist, dass bei dieser Form der Behandlung das Vorhofflimmern weiter besteht und die Medikamente ausschließlich mit dem Ziel eingesetzt werden, die Beschwerden „abzubilden“. In den allermeisten Fällen muss gleichzeitig eine Blutverdünnung mit Marcumar weiter durchgeführt werden, um das Risiko möglicher schwerer Komplikationen des Vorhofflimmerns, z. B. Schlaganfälle möglichst gering zu halten. Die frequenzregulierende Behandlung wird meistens mit Medikamenten aus der Gruppe der Betarezeptorenblocker oder Kalziumantagonisten durchgeführt. Der Puls bleibt weiterhin „unruhig“. Ein Vorteil der frequenzregulierenden Behandlung ist, dass diese Form der Therapie für den Patienten relativ risikoarm ist und dass keine eingreifenden Behandlungen notwendig sind. Ein offensichtlicher Nachteil des Verfahrens ist natürlich, dass das Vorhofflimmern weiterhin bestehen bleibt. Für Patienten, die mit dem Vorhofflimmern unter der frequenzregulierenden Behandlung gut zurecht kommen, ist diese Behandlung wahrscheinlich der sicherste und risikoärmste Weg. Daneben gibt es eine so genannte medikamentöse rhythmusstabilisierende Behandlung. Deren Ziel ist es, durch die Gabe von Antiarrhythmika (Medikamente, die den Herzrhythmus stabilisieren sollen) das Vorhofflimmern zu beseitigen und einen weitgehend stabilen normalen Rhythmus (Sinusrhythmus) zu ermöglichen. Hierzu
werden vorwiegend Antiarrhythmika wie z. B. Tambocor, Rhythmonorm, Sotalex, Multaq oder Cordarex eingesetzt. Die Wirksamkeit der Medikamente ist im Einzelfall schwer vorhersagbar. Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass eine gute Wirksamkeit der Antiarrhythmika bei deutlich weniger als 50 % der Patienten erreicht werden kann 20-45 ) %. Auch mit diesem Verfahren sind keine eingreifenden operativen Behandlungen notwendig. Wenn Sie sich für diese Therapie entscheiden, sollten Sie wissen, dass es sich bei den rhythmusstabilisierenden Behandlungen um eine Langzeit-Therapie handelt, d. h. die regelmäßige Einnahme der Antiarrhythmika ist langfristig erforderlich, um den normalen Herzrhythmus zu erhalten. Nachteile ergeben sich aus den unerwünschten Nebenwirkungen, welche störend oder ungefährlich sein können. Im Einzelfall können allerdings auch schwerwiegende und lebensbedrohliche Rhythmusstörungen durch diese Antiarrhythmika ausgelöst werden. Falls Sie sich für eine rhythmusstabilisierende medikamentöse Behandlung entscheiden, besprechen Sie mit Ihrem Arzt ausführlich, welches Antiarrhythmikum er Ihnen empfiehlt, und welche Risiken und Komplikationen mit der Einnahme verknüpft sein können. In vielen Fällen ist allerdings der Versuch vernünftig, den Rhythmus durch Antiarrhythmika zu stabilisieren, bevor eine operative Behandlung durchgeführt wird. Quelle Klinikum Garmisch/ Partenkirchen

Das Herzrasen ist mit der Ablation behandelt worden - bzw. ist seit dem jetzt auch kein Herzrasen mehr aufgetreten. Trotzdem danke ;)

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Wenn Du Luftnot hast, solltest Du einen Arzt aufsuchen oder ins Krankenhaus fahren. Nicht das doch eine Embolie dahinter steckt. Aber wenn Du es schon seit ein paar Tagen hast, hätte sich Dein Zustand schon so dramatisch verschlechtert, das Du schon im KH liegen würdest. Geh auf jeden Fall hin, ja? Luftnot kann auch andere Ursachen haben, sag das aber auf jeden Fall mit der Katheteruntersuchung. Der niedrige Blutdruck hat eigentlich nichts mit der Blutgerinnung zu tun. Da aber immer die Blutgerinnung bei einer Blutuntersuchung kontrolliert wird, wirst Du wohl keine Schwierigkeiten gehabt haben, sodass sie auf einen Blutverdünner verzichtet haben. Marcumar und Co. haben ja auch ganz erhebliche Nebenwirkungen.

Ah das klingt beruhigend danke!... ich hatte ein bisschen Angst, sie hätten etwas "vergessen" ;)!

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Hallo!

Eine Kontrolle beim Arzt sollte schnellstmöglich erfolgen. Bitte keine Zeit verschwenden!

Eine Emblie KANN ursache sein, aber auch weitere komplikationen sind möglich.

Blutverdünner nach der Ablatation gab es weder bei meinem Mann (damals 34,2 maximal lange Eingriffe innerhalb weniger Tage, leider ohne Erfolg) noch bei meinem Vater (damals 60,2 stündiger Eingriff mit optimalem Erfolg.

Danke! Werde nochmal zum Arzt gehen. Was heißt "maximal lange Eingriffe" - wie lange hat das dann gedauert ? Tut mir leid, dass es nichts gebracht hat... und das obwohl er sogar schon einen 2. Eingriff mitmachen musste... Damit würde er ja eher zu einer Minderheit gehören... zumindest wurde mir gesagt, dass die Erfolgszahlen eigentlich sehr hoch sind... aber naja, hängt anscheinend eben doch zuletzt immer vom individuellen Fall ab.... Bei mir hats 3 Stunden gedauert und bisher... wie gesagt erfolgreich :) Bis auf die Luftnot..

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@HobbyPianistin

Beide Eingriffe inclusive Vorbereitung jeweils 10 Stunden, mit allen verfügbaren Spezialisten.

Leider lag das Epizentrum in der Tiefe der Herzscheidewand und war 5-Markstück gross- da konnte man zumindest damals (vor 13 Jahren) nichts machen

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