Karpaltunnelsyndrom

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Ich habe die Diagnose Karpaltunnel-Syndrom für meinen rechten Fuß erhalten. Der Arzt hat mir erklärt, dass man sich vorstellen muss, da wäre eine Art Strohhalm, durch den die Nerven geführt werden. Da ich viel spitze und hohe Schuhe getragen habe, wurde dieser Strohhalm zusammengequetscht, so dass mir jetzt laufend der Fuß bzw. die Zehen "einschlafen". Da ich aufgrund der hohen Schuhe auch massiv die Muskulatur in der Wade, Oberschenkel und Rücken verkürzt habe, sind nur noch Schuhe mit zwei Fingerbreite 0 max. 3 - 3,5 cm Absatz erlaubt. Noch besser wären flache, bequeme Schuhe, aber davon bekomme ich massiv Kreuzschmerzen. Da hilft nur langfristig Gymnastik.

Nur zur Erläuterung:

Nervenengpasssyndrome: Carpaltunnelsyndrom (Hand) und Tarsaltunnelsyndrom (Fuß)

So ist es korrekt.

0

Also bei einem Karpaltunnelsyndrom schmerzt der Arm nicht, sondern nur die Hand, denn der Druck wird ja erst am Handgelenk auf den Nerven ausgeübt. An deiner Stelle würde ich mal zum Arzt gehen und mir ein KG-Rezept geben lassen. So etwas kann auch gut von der Halsirbelsäule oder von der Schulter kommen.

Ja, das sieht eindeutig danach aus. Klarheit bringt eine Untersuchung beim Neurologen, die allerdings recht unangenehm ist.

Behandlung: Im Extremfall eine Operation, bei der der Tunnel aufgeschnitten wird.

Vorher hilft: Entlastung, Ruhe. Bei mir ist das Syndrom nach schwerer Belastung (Abbruch- und Stemmarbeiten usw.) aufgetreten. Mein Arzt hat mir auch empfohlen, ibuprofenhaltige Salbe (Dolgit Creme, Ibutop) mehrmals dünn auf die Handgelenkunterseite aufzutragen.

Tagsüber kann eine Handgelenkbandage helfen. Nachts solltest du verhindern, daß die Hand abgeknickt wird, zum Beispiel mit einer Schiene.

http://www.gesundheitsfrage.net/frage/wie-aeussert-sich-ein-karpaltunnelsyndrom

Es kann das Karpaltunnelsyndrom sein. Und wie Mirabelle schon geschrieben hat, wird das von einem Neurologen festgestellt. Die haben ein Gerät, womit man die Nervenfunktion feststellen kann. Ich fand die Behandlung allerdings nicht unangenehm. Aber so hat Jeder seine eigenen Erfahrungen. Bei mir hat auch keine Salbe geholfen. Eine Stunde nach der OP waren bei mir sämliche Schmerzen in der Hand weg.

Die Diagnose "Karpaltunnelsyndrom" stellt am besten ein Neurologe, der die Möglichkeit hat, die erforderlichen Messungen durchzuführen. Solltest Du ein Karpaltunnelsyndrom haben, wäre dies operativ zu behandeln, wobei ein dauerhafter Erfolg auch hierdurch selten erreicht wird.

Die Aussage, dass man die Beschwerden nur im Handgelenk spürt sind falsch. Auch wenn der Karpaltunnel meist im Handgelenkbereich zu eng ist, so kann man die Schmerzen/Einschränkungen sehr wohl im gesamten Arm und sogar in der Schulter, etc. spüren.

Zu Beginn denken die meisten Betroffenen deshalb, dass es von der Wirbelsäule kommt. Ich wurde anfangs nämlich auch falsch behandelt. Zu dieser Zeit war ich gerade in Australien. 2 1/2 Monate konnte ich bis zur richtigen Diagnose keine Nacht schlafen. Oft bin ich nachts spazieren gegangen, weil die Schmerzen nicht mehr aufhörten. Das war eine ganz schön heftige Zeit.

Manchmal können Handschienen über Nacht (und je nach Beschwerden auch tagsüber) helfen die Hand ruhig zu stellen. Dazu wird häufig hochdosiertes Vitamin B gegeben. Bei einigen Leuten hilft das schon. Wenn das nicht mehr hilft und sich beim Neurologen (die überprüfen die Nervenleitfähigkeit) feststellen lässt, dass der Nerv schon geschädigt ist, dann ist eine OP sinnvoll. Ich hatte die OP auf beiden Seiten gleichzeitig (ob das immer Sinn macht, ist jetzt mal außerhalb der Diskussion). Gleich in der ersten Nacht konnte ich wieder schlafen!

Nach drei Wochen bin ich wieder arbeiten gegangen (in einer Kaffeebar). In Australien bekommt man begleitend Physiotherapie, was in Deutschland nicht zwingend üblich ist. Außerdem ist man in Deutschland meist nicht so schnell zurück im Job.

Die Narben waren noch mehrere Monate tastempfindlich (weil dort der Nerv so nah ist). Da das Karpaltunnelsyndrom ein physikalisches Problem ist (der Nerv wird eingedrückt), kann man mit Akupunktur und Krankengymnastik keine Heilung des Karpaltunnelsyndromes erreichen. Wenn also der Tunnel auch langfristig zu eng ist (manchmal ist es ja nur eine Entzündung, die wieder abschwillt) hilft nur eine OP. Die OP ist aber definitiv weniger schlimm, als es sich anhört.

Wenn die Ursache für das Karpaltunnelsyndrom "nur" ein zu enger Kanal ist, dann kann schon ein langfristiger Erfolg erreicht werden. Bei Arthrose, Rheuma, etc. ist das sicherlich was Anderes.

Ich habe keinerlei Beschwerden mehr. Meine OP ist 1 1/2 Jahre her. Allerdings ist es auch wichtig nicht allzu lange zu warten, weil sich der Nerv (insbesondere im Daumenbereich) zurückbilden kann, wenn das Karpaltunnelsyndrom zu weit fortgeschritten ist.

Was möchtest Du wissen?