Frage von Taigar, 35

Kann sich das Herz wieder nen Weg gefunden haben?

Servus,

Ich hatte Jahrelang das Problem gehabt dass ich Nachts wach wurde und extremes Herzrasen hatte (Frequenzen über 200) mit Atemnot und Schwindel. Das ganze war Phasenweise häufig, manchmal selten. Vor 2015 bis 2016 Jahr kam es nurnoch selten vor. Hatte dann eher Probleme mit Tachykardien wenn ich Wach war.

Vor einem Jahr hatte ich eine EPU und Pulmonalvenenisolation / Kyroablation. Hatte fast ein Jahr komplett keine solche Erlebnisse mehr gehabt in der Nacht. Seit einem Monat hab ich das Problem allerdings wieder, es ist innerhalb 4 Wochen drei mal passiert. Einmal als ich Geschlafen habe und zwei mal als ich in der Einschlafphase war. Zuletzt gestern. Ich habe dabei eine Tachykardie und die Atmung macht Probleme, gestern hatte ich zusätzlich ein nicht näher definierbares merkwürdiges Gefühl in der Brust. Nach 10 - 15 Minuten schlug das Herz wieder in meinem üblichen Ruhepuls von 100 - 110.

Ich frage mich nun ob das Herz sich wieder von der Ablation "negativ" regeneriert hat deswegen nach einem Jahr in dieser Hinsicht wieder Probleme macht?

Leider hat die EPU / PVI auch im Allgemeinen nur subjektiv besserung verschafft, objektiv haben sich die Probleme wohl verstärkt da der implantierte Event Recorder mehr aufzeichnet als in 2 Jahren zuvor.

Werd versuchen meinen implantierten Event Recorder nächste Woche auslesen zu lassen um zu schauen was die EKG Kurven sagen, wollte vorher hier mal Fragen ob Jemand Ahnung hat ob sich das Herz tatsächlich so schnell negativ regenerieren kann?

Antwort
von Tigerkater, 21

Bei einer Pulmonalvenen-Ablation stochert der Operateur etwas in Dunkeln. Soll heißen, er erwischt nicht immer alle auslösenden Zentren. Daher kommt es gar nicht selten zu erneuten Problemen.

Viele Kardiologen " begleiten " daher einen solchen Eingriff medikamentös Zum Beispiel mit Multaq 400 einem Arhythmikum, welches diese Rezidivquote häufig deutlich reduzieren kann. 

Kommentar von Taigar ,

Danke sehr für deine Antwort Tigerkater. Das im Dunkeln stochern stimmt wohl, das sagten mir die Ärzte vor dem Eingriff auch und meinten dass es durchaus realistisch ist dass dieser Eingriff noch 1-2 weitere male durchgeführt werden muss.

Das Herzzentrum wollte auch schon wieder, ich hab es allerdings erstmal etwas verschoben.

War deine Info bzgl. Multaq ein Anstoss das ich es bei meinem behandelnden Kardiologen mal ansprechen sollte oder war das nur eine allgemein Info?

Danke nochmal.

Kommentar von Tigerkater ,

Nein, das war keine allgemeine Info sondern eigene Erfahrung !!

Kommentar von Tigerkater ,

Entschuldigung : Es muss natürlich heißen : Antiarhythmikum !!

Antwort
von mikamika, 6

bei einer PVI sind manchmal mehrere Eingriffe nötig. Aber die Gefahr eines Rückfalls ist leider wohl immer da. Vor einem erneuten Eingriff könnte man  gegebenenfalls vielleicht noch mal mit einer Elektrokardioversion versuchen, wieder in den Sinusrhythmus zu kommen.

Eine Ablation sollte möglichst in einer optimal ausgestatteten Klinik von einem erfahrenen Operateur durchgeführt werden.

Kommentar von Taigar ,

Hi mikamika,

Danke für deine Antwort.

Du hast Recht, dass es mit einer PVI nicht getan ist wurd mir schon im Vorfeld gesagt.
Das Herzzentrum welches die EPU / PVI ausgeführt hat wollte bereits wieder ran, ich hab das ganze aber Verschoben.

Eine Kardioversion (Hatte schon bereits Medikamentöse und Elektrische) ist glaub ich nicht wirklich Indiziert. Es handelt sich nicht um Vorhofflimmern, zwar sind die Tachykardien Supraventrikulär aber die Klinik meint es handelt sich dabei nicht um VHF.

Eine Ablation sollte möglichst in einer optimal ausgestatteten Klinik von einem erfahrenen Operateur durchgeführt werden.

Ich denke ich hab da die perfekte Klinik an der Hand, sie zählt als eines der besten Herzzentren in Deutschland.

Zuvor hatte ich schon Herzkatheter Eingriffe in nicht so bekannten Häusern und naja, ich habs im Endeffekt bereut.

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