Kann mein Körper immun gegen Antibiotikum werden?

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5 Antworten

Reggie hat Recht, oft werden solche Bakterien nur immun weil die Behandlung zu früh abgebrochen wird, aber vielleicht brauchst Du ein anderes Antibiotikum, Nebenwirkungen sind natürlich auch möglich.

Der Körper an sich wird nicht immun gegen Antibiotika, sondern die damit zu bekämpfenden Bakterien. Die bilden Resistenzen, so dass ein Antibiotikum nicht mehr wirken kann. 7Wochen für eine Antibiotika-Einnahme kommen wir reichlich lang vor. Vielleicht brauchst du ein anderes Medikament, weil die Bakterien auf das Jetzige nicht mehr ansprechen.

Ich würde dir auf jeden Fall raten nach der Antibiotikatherapie deine normale Flora wieder zu fördern. Wenn man so lange Antibiotika nehmen muss, zerstört man auch die normale residente Flora des Magendarmtraktes und die vaginale Flora. Ich kenne das Problem mit langen Antibiotikaeinahmen. Also ich würde mir Präparate aus der Apotheke holen, die die Darmflora wieder aufbauen und auch eine Milchsäurekur machen für die Vaginalflora, ansonsten bist du sehr anfällig für weitere Infektionen und dann wird das ein Teufelskreis. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

Deine Befürchtung ist unbegründet. Nur Bakterien können gegen Antibiotika immun sein und das passiert in deinem Körper vor allem dann, wenn du ein Antibiotikum nicht so lange genommen hast, wie es empfohlen wird (meist -nicht immer- die ganze Packung). Die von dir genannten Nebenwirkungen sind erklärbar aber im Moment wohl unvermeidbar.

Hallo kristinsche,

Ein Antibiotikum wird i.d.R. 5 Tage lang gegeben. Es kann nur wirken, wenn man es konsequent einnimmt und die Therapie nicht vorzeitig abbricht.

Hat es nicht gewirkt, kann ein weiteres A. Gegeben werden.

Wenn du aber nun schon seit ca. 7 Wochen Antibiotika wegen eines Abszess an deinem großem Fußzeh bekommst, ist es nicht verwunderlich, dass sich Symptome einstellen, da die Darmflora inzwischen schwer geschädigt sein dürfte.

Du schreibst leider nicht, ob der Abzess inzwischen abgeheilt ist oder ob das Problem auch noch weiter besteht.

Auf jeden Fall liegt die Vermutung nahe, dass Resistenzen im Spiel sind.

Das sollte geklärt werden. Und vor allem sollte schnellstens die Darmflora wieder aufgebaut werden, damit die Nahrung wieder optimal verwertet werden kann.

Antibiotikaresistenz:

Seit der Entdeckung des Penicillins 1928 sind Antibiotika zu einem der wichtigsten Instrumente in der Behandlung von Infektionskrankheiten geworden.

Inzwischen jedoch sind diese potenten Medikamente durch die Zunahme von Antibiotikaresistenzen nicht mehr verlässlich effektiv.

Es gibt zahlreiche Hinweise, dass auch in Deutschland die Problematik der Antibiotikaresistenz zunimmt.

Während in den letzten Jahren vor allem gram-positive Infektionserreger wie Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) und Glykopeptid-resistente Enterokokken (VRE) im Vordergrund des Interesses standen, rückt jetzt auch das zunehmende Auftreten von gram-negativen Infektionserregern, die neben anderen Antibiotikagruppen auch gegen alle ß-Laktamantibiotika resistent sind, in den Fokus.

http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Antibiotikaresistenz/Antibiotikaresistenz.html

Alles Gute!

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