Kann man von einer langen Zugfahrt eine Thrombose bekommen?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Gefahr einer Thrombose ist immer gegeben, wenn man ohne Bewegung mit abgewinkelten Beinen über einen längeren Zeitraum sitzen muss. Bei einer Zugfahrt ist die Gefahr aber bedeutend geringer, weil man viel mehr Platz für die Beine hat und außerdem immer mal wieder im Gang hin und her gehen kann, was im Flugzeug nicht immer möglich ist. Wenn du Angst vor einer Thrombose hast bzw. gefährdet bist, solltest du auf solche Fahrten Kompressionsstrümpfe tragen und dir vorher eine Heparinspritze geben lassen oder selbst geben. Besprich das bitte mit deinem Hausarzt.

Hallo! Einige Tipps hast du ja schon bekommen, ich möchte noch einen hinzufügen. Wenn du vielleicht nicht so viel im Zug herumlaufen kannst oder willst (das schuckelt ja manchmal doch ziemlich, selbst beim ICE), dann kannst du auch gute Übungen für deine Beine am Platz machen. Auf längeren Flügen werden solche Übungen ja manchmal vorher über den Bildschirm gezeigt, die kann man natürlich immer mal zwischendurch machen. Man kann z.B. im Sitzen im Wechsel die Waden an- und entspannen oder den Fuß erst vorne Anheben und dann absenken und die Ferse anheben. Es ist aber auch wichtig, nach Möglichkeit mit nebeneinander aufgestellten Beinen zu sitzen und nicht die Beine übereinander zu schlagen.
Wenn du weitere Bedenken hast, dann sprich mit deinem Hausarzt darüber! Alles Gute und gute Reise!

Beinamputation wegen Thrombose und Hämatom

Hallo,

der Bruder meines Freundes ist mit seiner Frau vor drei Wochen auf die Philippinen geflogen.

Durch den sehr langen Flug hat er wohl, wie später festgestellt wurde, eine Thrombose bekommen. An dem Abend der Ankunft hat er sich im Hotel irgendwo gestoßen und ein Hämatom am linken Bein bekommen. Dann ging er schlafen.

Am nächsten Tag hatte er recht starke Beinschmerzen und ging zum Arzt. Der schickte ihn dann gleich weiter ins Krankenhaus.

Dort untersuchte man ihn (ich weiß keine Details ob richtig untersucht wurde - kenne die ärztlichen Kompetenzen auf den Philippinen nicht) und meinte, das Bein müsste amputiert werden, weil er ein Hämatom und eine Thrombose hat und sich das gegeneinander aufhebt.

Er wurde dann operiert und blieb drei Wochen dort. Gestern ist er zurückgekommen. Mein Freund hat mir die Geschichte vorhin erzählt. Wir sind alle total fertig. Sein Bruder ist noch ziemlich jung (Mitte 30) und gesund.

Meine Frage: War die Amputation wirklich nötig? Gab es keine anderen Möglichkeiten/Therapien?

Vielen Dank im Voraus für Eure evtl. Antworten.

Gruß aus Berlin

D. S.

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