Kann man mit Kernspint feststellen, ob man Depressionen hat?

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Die Kernspintomografie, auch Magnetresonanztomografie (MRT) genannt, ist eine diagnostische Technik zur Darstellung der inneren Organe und Gewebe mithilfe von Magnetfeldern und Radiowellen.

(netdoktor.de)

Demenz oder Depression? Das MRT kann Klarheit schaffen:

Bedrückt wirkende ältere Menschen, bei denen zugleich die kognitive und körperliche Leistungsfähigkeit abnimmt - solche Patienten sehen Hausärzte oft.

Ob diese Patienten unter einer beginnenden Alzheimer-Demenz leiden, die häufig zusammen mit einer depressiven Verstimmung auftritt, oder lediglich unter einer Depression, läßt sich unter Umständen nur mit bildgebenden Verfahren unterscheiden.

In einer Studie zusammen mit Professor Johannes Schröder von der Universität Heidelberg sind 46 Patienten mit ähnlichen kognitiven Beeinträchtigungen - 19 mit Spät-Depression und 27 mit Morbus Alzheimer - sowie 13 Kontrollpersonen ähnlichen Alters aber ohne kognitive Defizite mit 3-D-Kernspintomographie untersucht worden.

Die MR-Volumetrie ergab, daß die depressiven Probanden ein geringeres Gesamt-Hirnvolumen und größere Ventrikel hatten als die gesunden Probanden.

Die Volumina im frontalen Cortex, Temporallappen und im Hippocampus unterschieden sich nicht statistisch signifikant von denen der gesunden Kontrollpersonen, die hirnorganischen Veränderungen betrafen aber zum Beispiel Putamen und Basalganglien.

"Zerebrovaskuläre Veränderungen, wie wir sie gefunden haben, gehören zu den Risikofaktoren für Depressionen", sagte Pantel der "Ärzte Zeitung".

(Ärzte Zeitung Nr. 56 vom 25.03.2004, Seite 12)

Man kann ja nicht mit einem Kernspin in den Kopf gucken und da steht dann "Depression", schön wäre es. Mit dem Kernspin guckt man, ob die Strukturen normal sind und ob es organischen Ursachen gibt. Der Kernspin ist differenzierter und schonender, als ein CT.

"Die funktionelle Kernspin-Tomografie spürt den Fluss des Sauerstoffs im Gehirn auf. So können Hirnforscher dem Gehirn Sekunde für Sekunde - gleichsam real live, bei seiner Arbeit - beim Empfinden, Fühlen und Denken zuschauen. Mit ihrer Hilfe werden wir in Zukunft die Funktionsweise des Gehirns noch besser verstehen können." http://www.gluecksforschung.de/neueste-nachrichten-depressionen.htm

Ich könnte mir zB auch vorstellen, dass die Untersuchung gemacht wurde, um herauszufinden, ob es da eine andere Ursache, zB einen Tumor an der falschen Stelle gibt, der dann auch manchmal die Symptome einer Depression verursachen kann. Da war ja glücklicherweise offensichtlich nichts und es wäre auch unwahrscheinlich gewesen. Unten steht ja schon das Beispiel, dass man auch Demenz ausschliessen will.

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