Kann man irgendwie herausfinden, ob jemand irgendwo im Körper Krebs hat?

5 Antworten

Evtl. noch als ganz kleine Ergänzung einmal eine Art Liste der Tumormarker falls es jemand zufällig interessiert

Jeweils bei erhöhten Werten -Verdacht auf.....

CEA (carcinoembryonales Antigen) Verdacht auf Dickdarm- und Enddarmkrebs, Brustkrebs ..!

AFP (Alpha-Fetoprotein) Verdacht auf Hodentumor oder Leberkrebs

CA 125 (Cancer-Antigen 125) Verdacht auf Eierstockkrebs

CA 19-9 (Carbohydrate-Antigen 19/9) Verdacht auf Pancreas- und Gallengangkrebs

CA 72-4 (Cancer-Antigen 72/4) Verdacht auf Magenkrebs, Eierstockkrebs

CA 15-3 (Cancer-Antigen 15/3) Verdacht auf Brustkrebs

PSA (Prostataspezifisches Antigen) Verdacht auf Prostatakrebs

hCG (Humanes Choriongonadotropin) Verdacht auf Keimzelltumoren (Hoden / Eierstöcke)

NSE (Neuronenspezifische Enolase) Verdacht auf Kleinzelliges Bronchialkarzinom

CYFRA 21-1 (Cytokeratin-19-Fragment) Verdacht auf Nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom

Die Werte die hier gefunden werden können allerdings nur Anhaltspunkt sein da Werte auch durch entzündliche Erkrankungen verändert sein können! Es ist aber eine Nachweismöglichkeit bei Patienten von Risikogruppen bzw. wenn man versucht nachzuprüfen ob es noch Metastasen gibt (nach einem Tumor / Krebs ....)

Es gibt wohl so Krebsmarker im Blut, an denen man erkennen kann, ob ein Patient entweder schon Krebs hat oder aber Krebsgefährdet ist. Leider wird diese Blutuntersuchung nicht routinemäßig durchgeführt sondern sehr oft erst dann, wenn man bereits Krebs vermutet. Schade, vielleicht könnten doch die einen oder anderen Patienten davon profitieren, wenn sie es schon früher gewusst hätten.

KANN MAN KREBS PER BLUTTEST ERKENNEN?

Oft wird ein Tumor spät, manchmal zu spät gefunden. Doch Ärzte wie Dr. Petra Stieber forschen daran, Krebs über die Tumormarker im Blut früher zu identifizieren. Doch taugt der Bluttest schon zur Vorsorge?

Stimmt es eigentlich, dass jeder Mensch Krebszellen im Körper hat, Frau Dr. Stieber?

Stieber: Ja, das stimmt tatsächlich. Auch bei Gesunden finden sich in geringem Umfang Krebszellen im Körper. Und deshalb hat auch jeder Mensch sogenannte Tumormarker im Blut, das sind Substanzen, die Tumorzellen abgeben, z.B. ins Blut. Die Tumormarker sind also eine Reaktion darauf. Aber, und das ist ganz wichtig: Erst wenn die körpereigene Abwehr die Krebszellen nicht mehr unter Kontrolle hat, kann daraus ein bösartiges Geschwulst werden.

Dass Tumormarker im Blut zirkulieren, ist also völlig normal?

Stieber: Genau, diese Eiweißstoffe kreisen quasi von Geburt an im Organismus. Wie viele davon, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Deshalb existiert auch kein Grenzwert, ab dem feststeht, dass im Körper ein bösartiges Geschwulst wächst.

Können Ärzte dann überhaupt anhand von Tumormarkern erkennen, ob jemand Krebs hat?

Stieber: Nur einige wenige Marker weisen exakt auf eine bestimmte Krebsart hin, etwa auf Leukämie oder Lymphome. Für die große Mehrzahl gilt, die Marker können ein Hinweis auf Krebs sein, müssen es aber nicht. Selbst wenn ein Marker erhöht ist, heißt das nicht zwangsläufig, dass man Krebs hat. Denn sie können auch aus anderen Gründen steigen, etwa wegen einer Entzündung. Vor allem sind die allermeisten Tumormarker nicht organspezifisch. Der sogenannte CEA-Marker kann z.B. auf Dickdarmkrebs hinweisen, aber auch auf Tumoren von Magen, Lunge oder Brust.

Lohnt es sich auch für Gesunde, zur Vorsorge Tumormarker im Blut bestimmen zu lassen?

Stieber: Nein, zur klassischen Vorsorge sind Tumormarker wenig geeignet, da sie ja auch bei völlig gesunden Menschen immer im Körper zirkulieren. Eine Ausnahme ist der PSA-Test für Männer. Dabei wird die Höhe des sogenannten prostataspezifischen Antigens gemessen. Liegt der Wert bei mehreren Proben innerhalb einiger Wochen über 4 ng/ml, kann das ein Hinweis auf Prostatakrebs sein. In diesem Fall wird der Arzt dazu raten, dass man eine Gewebeprobe entnehmen lässt, die Gewissheit gibt, ob man wirklich Prostatakrebs hat. Die Kassen zahlen den Test bei Krebsverdacht bzw. familiärem Risiko.

http://www.wellness-gesund.info/Artikel/15818.html

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