Kann man Höhenangst behandeln?

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Das geht mit professioneller Hilfe schon.

Eine Therapiemöglichkeit wäre z.B. die "Konfrontationstherapie":

"Die Konfrontationstherapie, auch Expositionstherapie genannt, zählt zu den effektivsten Methoden der modernen Psychotherapie.

Es ist in zahlreichen Untersuchungen immer wieder bestätigt und verfeinert worden, und gilt als beste Möglichkeit, verschiedene Ängste zu behandeln.

Allerdings ist diese Methode nicht sehr angenehm, denn die Angst muss zunächst deutlich erlebt werden, damit die Wirkung der Habituation auch greifen kann.

Es geht also nicht darum sich zu beweisen, dass gar keine Angst auftritt, wenn man doch wieder Fahrstuhl fährt, ins Kaufhaus geht, mit dem Flugzeug fliegt oder vor vielen Menschen eine Rede hält.

Die Angst wird und muss zunächst auftreten, und zwar deutlich spürbar. Erst dann kann die körperliche Gewöhnung wirksam werden. Und erst dann kann auch die Gewissheit eintreten, die Angst wirklich überwunden zu haben.

Durch Vermeidung und Flucht können Betroffene ihre Ängste in bestimmten Situationen recht erfolgreich meistern, auch wenn diese Möglichkeiten nur für kurze Zeit wirksam sind.

Langfristig jedoch ist es genau dieses Vermeidungsverhalten, das die Angst aufrecht erhält.

Das Flucht- und Vermeidungsverhalten sollte also möglichst unterbleiben, damit der Patient die Erfahrung machen kann, dass auch ein Leben ohne Angst möglich ist.

Diese Erfahrung fehlt ihm aber in der Regel, und das aus gutem Grund:

Denn wenn ein Mensch, der unter Angststörungen leidet, eine entsprechend bedrohliche Situation wirklich aufsuchen würde, also nichts tut, um dies zu vermeiden, dann tritt tatsächlich Angst auf, und zwar meistens auf sehr unangenehme Weise.

Was passiert aber, wenn die Situation trotzdem nicht vermieden wird, wenn der Betroffene auch dann nicht aus ihr flieht, wenn die Panik sehr stark wird?

Tatsächlich geschieht dann etwas sehr Eigenartiges:

Die Angst und alle mit ihr verbundenen körperlichen Symptome werden zunächst stärker, auch die Katastrophengedanken und die Panikgefühle werden sehr intensiv.

Das ist zu erwarten. Diese starke Panik hält auch eine ganz Weile an.

Doch nach einer Weile (allerdings nur dann, wenn man die Situation nicht verlässt und die Panik mit all ihren Begleiterscheinungen zulässt) werden zunächst die körperlichen Angstsymptome, dann die emotionalen und gedanklichen Angstreaktionen allmählich geringer.

Das geht langsam, aber es geschieht sehr zuverlässig.

Und nach einiger Zeit (das kann 20 Minuten, aber auch deutlich länger dauern), ist von der Angst und ihren Symptomen gar nicht mehr so viel zu spüren.

Obwohl man in der Situation geblieben ist, sich nicht absichtlich beruhigt oder abgelenkt hat und auch sonst nichts getan hat, um die Angst bewusst zu unterdrücken."

Ausführlich und mit weiteren Informationen unter:

http://www.c-d-k.de/psychotherapie-klinik/Stoerungen/angststoerungen_therapie.html

Das ist behandelbar, allerdings ein ganzes Stück Arbeit. Du musst dich dieser Situation stellen. Ich habe auch ein bisschen Höhenangst, habe es letztes Jahr aber geschafft, in einem Hochseilgarten klettern zu gehen. Dabei merkt man dann, dass es mit der Zeit besser wird.

So wie du schreibst, brauchst du aber vielleicht professionelle Hilfe. Mit spezieller Betreuung kannst du dann an deine Grenzen gehen und die überschreiten. Wenn dich deine Höhenangst im Alltag einschränkt, würde ich das auf jeden Fall mal machen.

Ich denke mal, dass man das mit professioneller Hilfe schon langsam in den Griff bekommen kann. Es ist sicherlich ein langer Prozess, den man durchlaufen muss in Sitzungen und Selbsthilfegruppen.

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