Kann man einfach von Marcumar zu ASS wechseln?

2 Antworten

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Auf keinen Fall!!!

Marcumar ist ein Arzneistoff, der zur Hemmung der plasmatischen Blutgerinnung eingesetzt wird. Solche Medikamente werden der Wirkstoffklasse der Cumarine zugeordnet.

ASS ist "lediglich" ein weit verbreiteter schmerzstillender,entzündungshemmender, fiebersenkender und thrombozytenaggregationshemmender Wirkstoff. = er wirkt u.a. blutverdünnend, ist aber in der Wirkung anders als Marcumar = zielt eher auf die Schmerzlinderung ab!

auf gar keinen fall. marcumar ist nicht vergleichbar mit ASS. sie wirken völlig verschieden. eine marcumar-therapie ist unbedingt unter ärztlicher aufsicht zu führen und unter keinen umständen auf eigene faust abzusetzen. offensichtlich hat sie ihr behandelnder arzt nicht gründlich genug aufgeklärt, vielleicht bitten sie ihn noch einmal um ein aufklärungsgespräch.

Regelmäßige Blutentnahme bei alten Menschen, wer ist zuständig?

Meine Oma ist Marcumarpatientin. Mit 87 ist sie nicht nur dement, sondern durch ihre diversen Erkrankungen auch relativ häufig im Krankenhaus. Zuletzt zum Beispiel, weil sie Blut im Urin hatte. Fast jedes Mal ist es notwendig, das Marcumar abzusetzen. Das heißt dann, wenn sie wieder zuhause ist (auf dem Dorf in dünn besiedeltem Gebiet), dass sie alle 2 Tage zum Blutabnehmen muss, um den Quick für die erneute Einstellungen zu messen. Grund fürs Marcumar ist Vorhofflimmern und Zustand nach tiefer Beinvenenthrombose. So nun zu meiner eigentlichen Frage: Meine Mutter hievt meine Oma immer mit viel Mühe ns Auto und schleppt sie fast zum Arzt, es geht, aber alles andere als gut und wird auch immer schwieriger. Auf die Bitte meiner Mutter, dass meine Oma bitte nicht mehr in die Praxis muss, sondern Hausbesuche bekommt, hat der Hausarzt gemeint, Hausbesuche macht er nicht. Was ist aber, wenn meine Oma wirklich überhaupt nicht mehr ins Auto reinkommt? Wird ihr dann einfach kein Blut abgenommen? Das ist doch unterlassene Hilfeleistung, oder? Ich weiß schon, dass das für alle Beteiligten sehr aufwendig ist, aber der Hausarzt kann doch nicht die Augen vor diesem Problem verließen! Übrigens: Tipps "Wie Hausarzt wechseln" gelten für Mecklenburg-Vorpommern nicht, da macht nämlich eine Praxis nach der anderen zu und die wenigen niedergelassenen Ärzte haben zum großen Teil "Einstellungstopp" für Patienten.

Meine Mutter weiß keine Lösung und ich hoffe, dass sich hier ein Hausarzt rumtreibt, der weiß, was in diesem Fall zu tun ist. Danke für eure Unterstützung!

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