Kann man Altersstarrsinn behandeln?

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Oft sind solche Persönlichkeitsveränderungen mit einer Altersdemenz verbunden. Gibt es dafür Anzeichen? Dann sind das Begleiterscheinungen dieser Erkrankung, die man nur schwer in den Griff bekommen kann, da sie mit Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit einhergehen. Auch eine verdeckte Depression kann solche Veränderungen hervorrufen.

Auch wenn der alt werdende Mensch "nur so" starrsinnig und böse wird, sollte der Hausarzt der erste Ansprechpartner sein. Gerade wenn der Betreffende früher ein liebenswürdiger Mensch war! Denn es kann organische Ursachen geben, die diese Veränderungen hervorrufen.

Ehe ein Mensch für "unmündig" erklärt wird, muß schon viel passieren. Den Gedanken sollten die Angehörigen im gegenwärtigen Stadium bis auf weiteres vergessen.

Jemand der eine Gefahr für sich oder andere dastellt, kommt auf eine geschlossenen psychiatrische Station.

Jemand der seine Angelegeheiten, Lebensmittelversorgung, Gesundheitsführsorge oder Finanzen nicht mehr regeln kann, braucht einen Betreuer das das für ihn macht. Ein Betreuungsantrag kann durch den Betroffen selber oder durch Dritte bei Gericht gestellt werden. Ein Entmündigung gibt es nicht mehr.

Liebe Tigerlilli, sprich mit dem Hausarzt Deines Großvaters(?) über dessen Verhalten. Auch der Besuch eines Neurologen wäre hier sinvoll. Möglicherweise läßt sich eine psychische Verbesserung durch Medikamnte erreichen.

Zunächst würde ich mal mit dem Betroffenen zum Arzt gehen. Manchmal sind es nur Durchblutungsstörungen, Gallenprobleme o.ä.. Und beim Neurologen/Psychiater mal die Nerven- u.Gehirnfunktionen überprüfen lassen. Oder, da es offenbar ein älterer Mensch ist, am besten auch gleich zum Gerontologen. Eine Altersdemenz ist naheliegend, aber oft kann man diese mit speziellen Medikamenten einigermaßen in den Griff kriegen. Hier kann ich AXURA wirklich empfehlen. Hat meiner Mutter gut geholfen!

Zum Thema Betreuung: Vorsicht vor der Mogelpackung!!! Entmündigung gibt es zwar offiziell nicht mehr, aber im Grunde hat die Sache nur einen anderen Namen bekommen, nämlich "Betreuung"!
Unter diesem harmlosen und fürsorglich klingenden Namen stellen sich die meisten etwas ganz anderes und nur Gutes vor, nämlich eine persönliche Betreuung, und kommen garnicht auf den Gedanken, daß es nichts anderes ist als eine Entmündigung. Das merken sie leider erst, wenn es zu spät ist! Ist ein Betreuungsverfahren einmal angeleiert, wird man es nicht mehr los. Besser ist es, rechtzeitig eine notarielle Vorsorge-Vollmacht mit Betreuungsverfügung zu erteilen und eine Person seines Vertrauens zu bestimmen, die bei Bedarf alles für einen regelt. Kriegt man eine gerichtlich angeordnete Fremdbetreuung, ist man meistens verraten und verkauft und landet ganz schnell im Altenheim oder in der Psychiatrie. Übrigens, wenn der Betroffene Vermögen besitzt oder auch nur den Notgroschen fürs Alter, dann darf er zwar nicht mehr bestimmen, aber die Verfahrenskosten und den Berufsbetreuer darf er natürlich selbst bezahlen!!!

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