Kann ein Schlaganfall völlig symptomlos sein?

1 Antwort

Ja, das ist durchaus möglich. Wenn jemand zum Beispiel leichte Wortfindungsstörungen oder Konzentrationsstörungen entwickelt oder vergesslich wird, kann das an Mini-Schlaganfällen liegen. Die sog. "vaskuläre Demenz" ist eine Demenz, die darauf beruht, dass das Gehirn an einigen Stellen nicht mehr richtig durchblutet ist. Das merkt man nicht sofort, sondern erst in einem sehr fortgeschrittenen Stadium. Oft gehen die Betroffenen mit solchen Beschwerden nicht zum Arzt, sondern wundern sich nur, dass sich was verändert hat, schieben es vielleicht auf Stress oder das Alter. Und dem Arzt gehts oft ähnlich: Die Symptome sind mitunter so leicht, unspezifisch und könnten mit allem Möglichen zu tun haben, dass niemand eine aufwändige Schlaganfall-Diagnostik machen würde. Oft ist beispielsweise bei leichten Symptomen und einem CT/MRT des Gehirns gar nichts zu sehen auf den Bildern - erst wenn sich die Mini-Schlaganfall-Orte häufen, wird etwas sichtbar.

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Kann das auch in jungen Jahren der Fall sein? Also unter sagen wir 35? Evtl. von der Halswirbelsäule?

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@SumiyoshiSan

Ja, auch unter 35 ist so etwas möglich. Wenn sich dafür wirklich Anhaltspunkte ergeben, müsste man auf die Suche gehen, woher das kommt. Eine Fettstoffwechselstörung, ein erhöhter Blutdruck, eine Blutgerinnungsstörung, eine Besonderheit im Aufbau des Herzens ("offenes Foramen ovale"), eine frühzeitige Arteriosklerose - das müsste dann ggf. alles abgeklärt werden.

Das ist nicht zu verwechseln mit Prozessen, die von der Halswirbelsäule ausgehen. Bei Schlaganfällen geht es um das zentrale Nervensystem, also das Gehirn. Bei etwas, das von der Halswirbelsäule ausgeht, geht es um das periphere Nervensystem, also einzelne Nerven. Wenn es also lokale Ausfälle sind, wie z. B. Unterarm und Hand links kribbeln oder sind ungewöhnlich schwächer als die andere Seite, dann ist eben auch ein peripherer Nervenschaden möglich. Das hat dann mit Schlaganfall und Gehirn aber direkt nichts zu tun.

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@coach24105

Wenn z. B. die oberen Halswirbel "schief" und instabil sind und so Arterien abquetschen oder den Hirnstamm "reizen"? Wenn die arteria basilaris miteinbezogen ist. Schon mal was von nitrosativem Stress gehört? Kann diesen Begriff nicht wirklich einordnen. Bin mir nicht sicher, ob das ein konservativ-medizinischer Begriff oder eher ein alternativ-medizinischer ist. Vielleicht wissen Sie Bescheid?

Danke für die Infos bisher!

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