Kann Arbeitslosigkeit ein Auslöser für Depression sein?

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5 Antworten

Ja, sicher kann so etwas ein Auslöser einer depressiven Verstimmung sein. Menschen reagieren - ganz natürlich - auf Veränderungen, insbesondere, wenn sie gravierend, einschneidend, weitreichend sind. Eine Zeit der Trauer, der Verarbeitung der Gefühle und Einordnen des Erlebten sowie der Suche nach neuen Perspektiven ist absolut in Ordnung. Man sollte das niemand absprechen oder auszureden versuchen.

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Wie intensiv ein Mensch das erlebt, wie tief die Veränderung ihn innerlich betrifft und wie er damit umgeht, ist individuell verschieden.

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Eine Hilfe/Unterstützung von Arzt oder Psychotherapeut kann man sich in jedem Falle holen! Ich rate dazu, auf jeden Fall mit dem Hausarzt darüber zu sprechen. Es gibt auch milde Antidepressiva bzw. andere Mittel, die das Problem etwas erleichtern können.

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Man kann nicht ausschließen, daß nicht allein die aktuelle Veränderung für die "depressiven" Symptome verantwortlich ist, sondern daß es eben nur ein Auslöser war, etwas sichtbar werden zu lassen, was schon vorher latent, unterschwellig vorhanden war. Ob es da besondere individuelle Gründe bei deiner Freundin gibt - früheres "Trauma" oder ähnliche Dinge - kann sie, wenn sie will, mit einem Psychotherapeuten klären und ggf. aufarbeiten.

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Es gibt aber auch einen anderen, gesamtgesellschaftlichen Faktor, den man nicht verschweigen sollte, der uns anfällig macht. Der versteckt sich weitgehend in der gesellschaftlichen Normalität. Schau vllt. mal in meinen Tipp hier "kollektive Zivilisations-Neurose" und evtl. auch bei "Streß", "Angst", "Liebe" und "Glück(lichsein". Alles Gute!

Hallo..nett das Du Dich um Deine Freundin kümmerst! Es ist ein gravierender Schicksalschlag den Deine Freundin getroffen hat! Die Möglichkeit der Depression besteht durchaus!Versuche sie liebevoll in ärztliche Hände zu vermitteln.Depression ist eine Krankheit die behandelt werden muß!LG

hallööchen, wenn das meine freundin wäre, würde ich sie auch verständnis- und liebevoll auf ihrem "neuen weg" begleiten.

ich würde jedoch zusätzlich durch gemeinsames praktisches handeln alles mit ihr gemeinsam daran setzen, das sie wieder einen neuen job hat.

denn das ist ja wohl der hauptgrund für ihre befindlichkeit.

jammern und klagen und zu hause sitzen hilft niemandem.

sie wird sich gleich besser fühlen, wenn sie sich für aktivität entscheidet.

oder sie beginnt die opferrolle ad acta zu legen, und sich zu fragen, welchen sinn könnte meine arbeitslosigkeit beinhalten?

was könnte ich ausser neuen job suchen, mit meiner zeit anfangen?

vielleicht ist eine weiterbildung angesagt! vielleicht kann sie sogar über ein neues berufsbild nachdenken! vielleicht hat sie jetzt für ein hobby mehr zeit! gemeinsam raus an die frische luft hellt die stimmung ebenfalls ungemein auf.

alles gute

Die Arbeitslosigkeit kann sehr wohl ein Grund für Depressionen sein. Da hilft, zum Arzt zu gehen, das Problem zu besprechen. Normal ist es, dass der Hausarzt eine Überweisung zum Psychotherapeuten oder zum Psychologen ausschreibt.

Frage 1 zum Zusammenhang: Ja, möglich und wahrscheinlich, kann aber auch vorher schon unter Leidensdruck gewesen sein.

Frage 2 zum Therapieangebot: Keine Ahnung - frage im Beratungsnetz: www.das-beratungsnetz.de

Alles Gute!

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