Joggen trotz starker Knieschmerzen?

6 Antworten

Ein Schmerz ist immer als "Hilferuf" des Körpers zu verstehen ! Diclo und weiterhin laufen war die zweitbeste Entscheidung. Sooo rennomiert kann der Arzt mMn nicht sein. Weshalb willst Du denn kein 2. MRT im Halbjahr. Das ist ja schließlich kein CT, wobei Du eine Strahlenbelastung hättest. Wolltest Du das Budget Deiner KK schonen? Lass zumindest vorerst mal die elende Joggerei sein ( wofür soll das eigentlich gut sein, hat mir noch niemand plausibel erklären können ), sondern lass das Knie erst richtig untersuchen. Die Aufnahme vor einem halben Jahr ist nicht relevant, wenn Du erst seit kurzem darin wieder starke Schmerzen hast. Dann, erst dann entscheidet ein guter Arzt was gemacht werden muss. Nimm mal ein Schneidermaßband und miss die Umfänge beider Knie. Wenn das schmerzende Knie dicker ist hast Du einen Lympferguss, das ist immer ein Zeichen für irgend einen Überlastungsschaden. Aber auch ohne Schwellung sollte man auf den Hilferuf des Körpers hören und sportlich was vernünftiges machen. GB & lG, Winherby

Das 2. MRT habe ich infrage gestellt (beim Arzt) zum einen aus Kostengründen zum anderen, weil vor einem halben Jahr genau das gleiche passierte. Schmerzen im Knie, er war sich sicher Meniskus. Daher MRT, dies blieb jedoch ohne Befund ausser, dass ein Gelenkerguss zu erkennen war. Dieser sollte sich dann von alleine geben. Und irgendwie war das dieselbe Situation, einmal kurz auf die Innenseite des Knies gedrückt, Meniskus, MRT... Ich bin zwar kein Experte für Kosten im Gesundheitswesen, aber gewünscht hätte ich mir (vielleicht liege ich da völlig falsch), dass zunächst einmal per Ultraschall geschaut wird oder über Bewegungsabläufe o. ä. Übrigens schmerzen beide Knie und (ich glaube ich vergass das oben zu erwähnen) sind auch beide geschwollen und zwar unterhalb der Kniescheibe. Schmerz ist halt nur links schlimmer als rechts, rechts kommt und geht er eher...

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@Fluegeldings

P.S. auch Dir vielen Dank übrigens für Meinung und gute Wünsche :-)

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@Fluegeldings

Aha, ja das verstehe ich jetzt. Ich rate nochmals, lass die Lauferei sein. Ausgerechnet das Joggen macht keinen Sinn, auch wenn Sportlehrer da etwas anderes erzählen, das ist halt ihr Job. Mach ein Intervall-Lauftraining. Das macht viel mehr Spass, bringt den Muskeln mehr und für das Herz-/Kreislaufsystem sind die Wechsel der Belastung sinnvoller. Auch für Abspecker bringt das Intervalltraining bessere Erfolge. Leider hast Du nichts über Dein Alter und sonstige Fitness berichtet. Bisher nur Sesselpupser oder doch öfter mal sportlich (nur halt bisher Laufen nicht ) ? Je nach Umständen ist Laufen, - egal in welchem Modus -, für Dich generell nicht das Richtige. Andere Menschen feiern mit Schwimmen gesundheitlich fröhliche Urständ, wieder andere kommen mit dem Training auf´m Radl besser zurecht. Na, zum Glück gibts halt für jeden Typus etwas zu sporteln.

Aber, und da wiederhole ich mich gerne, nie mit Schmerz laufen gehen, - oder was auch immer. Selbst der gute, alte Muskelkater sollte völlig abgeklungen sein, bevor man wieder erneut auf die Piste geht. Daher lass die Knie erst mal völlig zur Ruhe kommen, dann nochmal, vorsichtig beginnend, testen. Laufkurse in der Gruppe sind da wegen der Gruppendynamik eher ungeeignet, denn man "will sich ja nicht hängen lassen", und da lauert die Gefahr. Beim geringsten Anzeichen von neuerlichem Schmerz sofort aufhören und den Heimweg antreten. Dann überlegen, was Du sonst noch sportlich machen könntest, um das gesteckte Ziel ( abnehmen, Herz kräftigen, Beinmuskeln stärken ? ) zu erreichen. Also bitte keinen falschen Ehrgeiz in der Gruppe. Nochmal, alles Gute, erhalte Deine Gesundheit, auch Du hast nur eine.

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@Winherby

Im Prinzip fangen wir ja mit Intervallen Walken/Joggen an, weil es ein Einsteiger-Kurs ist. Entspredchend ist auch das Leistungsniveau relativ niedrig. Ich bin 38 Jahre alt, über die Jahre immer mal wieder regelmäßig sportlich unterwegs mit Pausen - also quasi Intervallsportler ;-).

In der Vergangenheit hatte ich mit dem Laufen keine Probleme. Und um die Bewegungsabläufe wirklich gut durchzuführen, habe ich mich dann in diesem (übrigens kassensubventionierten) Kurs angemeldet, wo auch alles super ist. Habe mir vernünftige Schuhe anpassen lassen - also alles auch durchdacht. Der einzige Grund für die Überlastung kann halt sein, dass ich (aus terminlichen Gründen) Dienstag und Mittwoch hintereinander gelaufen bin.

Das mit der Gesundheit weiß ich durchaus ;-). Deswegen habe ich ja lieber hier doof gefragt, statt mich an die ärztliche Anweisung zu halten ;-). Und vielen Dank für die Zeit, die Du in die Beantwortung meiner Fragen investierst.

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Lass es lieber.Versuch weiter zu kühlen und warte noch ein bisschen ab.Wenn es nach einer Woche nicht besser werden sollte, würde ich einen anderen Arzt aufsuchen.

Ich würde auch unter keinen Umständen mit Schmerzen im Knie weiter laufen. Erst wenn sich der Körper wieder erholt hast, kannst du dein Training fortsetzen! Bei mir hat gegen Schmerzen im Knie nach dem Joggen auch mal geholfen, die Beine regelmäßig und ausreichend zu dehnen nach dem Sport.

Daran kann es nicht gelegen haben, da es sich um einen Einsteiger-Laufkurs handelt (unter fachkundiger Aufsicht) haben wir das ausgiebig getan, aber danke für Deine Meinung!

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Ahhaa eine Fersen Läufer.....

LAUFEN

Grundvoraussetzung zum Verletzungsfreien laufen beginnt mit Wahl des Schuhs und endet bei der Lauftechnik. In dem Video, was unten zu sehen ist (Laufen mit Eric), wirst du die richtige Lauftechnik erlernen, gepaart mit den Trainingsvideos: http://www.gutefrage.net/nutzer/Naginata/videos/neue/1

99 % aller Läufer laufen falsch, ergo es folgt eine sehr hohe Zahl an Verletzungen. Was nun daraus resultiert ist der manifestierter Irrglaube, das Joggen Schädlich sei für die Gelenke. Ein zweites Hindernis was im erheblichen Maße dazu beiträgt ist der Moderne Polster Schuh. Ich bin in diesem Sport aktiv und weiß daher auch wovon ich rede. Ich konnte alle negativen Auswirkungen des heutigen Fersenlaufes an mir spüren. Nach meiner Umstellung zum Natural Running (Vorfußlauf & Mittelfuß), konnte ich endlich schmerzfrei laufen und hatte seit dem her nie wieder Knie und -Gelenkprobleme.


Das falsche Laufen (Fersen lauf oder Rückfuß lauf genannt)

Biomechanik: Bei dem Fersen laufen oder Rückfuß laufen geht die ganze Aufprallkraft / Energie direkt in den Körper, ein kurzer Stopp bei den Knien, weiter zur Hüfte in den Lendenwirbelbereich. Aber diesen Schock verstärkt der Fersen Läufer durch den langen graziösen Stechschritt nun noch mal ein bisschen mehr. Sehr starke Stoßbelastung beim Fußaufsatz, gepaart mit einer exzentrischen Belastung der Schienbeinmuskulatur (Läufer Verletzung Nr.: 2 vorderes Schienbeinkantensyndrom) weitere Überlastung des Kniescheibenknorpelgleitlagers (die Knie Schmerzen). Spannungsverlust in der Achillessehne und natürlich der Wade, ergo Überpronationsbewegung. Untersuchungen aus dem Jahre 1998 aus dem Magazin THE LANCET zeigten, das schon ein 5 cm hoher Absatz, lässt den Druck auf die Kniegelenkinnenflächen um 28 – 30% zunehmen. Es ist auch nachgewiesen, dass bereits geringere Absätze dieses überaus schädlichen Mechanismus in Gang bringen.


Oft gehört: Nike free niemals zum Joggen, haben kein halt. Der Fuß braucht weder Stützen noch Polsterungen, die Pronation des Fußes darf nicht gestützt werden, dieser Dumme und Fatale Fehler wird aus absoluter Unwissenheit / Dummheit hier in den Foren ständig angepriesen. Jeder der solche Tipps abgibt, trägt zu einem 123% Verletzungsrisiko s des Fußes, -Kniegelenkes bei. Und noch schlimmer ist es in den Fachgeschäften. Mann verkauft die Nikeschuhe mit Pronationsstützen sowie Sensorüberwachten Fersendämpfung, diesen Dreck kann man in die Tonne schmeißen. Wenn du Laufen möchtest und das ohne Schmerzen in den Gelenken, dann kaufe dir die Billigsten Schuhe mit der Dünnsten Sohle, wenn du den Schuh in die Hand nimmst und wie einen Waschlappen drehst, dann sollten diese er ohne Mühe sich in alle Richtungen biegen lassen. Achte bitte darauf, dass die Sohle eine gleichbleibende dicke hat, AUF KEINEN FALL, darf diese hinten höher sein. Deine Füße brauchen einen harten Untergrund um Stabilität zu erlangen, Die ganze Polsterung mildert die Aufprallkräfte beim Bodenkontakt nicht, auch wenn Namen wie Adidas Mega Bounce usw., die nach bequemen Kissen klingen, uns das weismachen wollen. Nach logischen Gesichtspunkten sollte das offensichtlich sein – die auf die Beine wirkende Aufprallkräfte, die beim Laufen entstehen, können bis zum 12fachen des eigenen Körpergewichts betragen, deshalb ist es absurd und Schwachsinn zu gleich zu glauben, dass 14 Millimeter oder mehr Gummi gegen eine zur Erde strebende Kraft von ca. 1.200 Kg irgendwas ausrichten könne.


Das Richtige Laufen!

Der Laufstil entscheidet darüber ob du im Weiteren verlauf Verletzung-frei läufst oder nicht. Versuche so zu Laufen wie Eric es im Video vormacht (Siehe Unten), beobachte die Kontraktion der Wadenmuskulatur, so wie er läuft, so sollte man auch Joggen (Evolution oder Natural Running genannt). Versuche mit leicht gebeugten Knien auf dem Ballen / Vorfuß oder Mittelfuß zu laufen, die Ferse sollte allerdings nicht den Boden berühren. Beim Aufsetzen des Fußes, darf die Ferse nicht höher als 1 cm vom Boden entfernt sein. Den Oberkörper gerade halten und leicht nach vorne gebeugt, es sollte ein leichtes Gefühl des nach vorne kippend zu verspüren sein. Die Schultern sollten gerade sein, die Arme im 90 Grad Winkel und leicht nach oben gezogen Mach kurze schritte, der Fuß muss noch vor dem Knie aufsetzen. Um zu Üben solltest du dir eine Wiese oder Sporthalle aussuchen und die Schuhe ausziehen.


Richtigen Schuhe!

Alle minimal Schuhe, Nike Free, Five Fingers, Luna Sandalen & Barfuß natürlich

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=-Wulm4iZ2iw

Zum Thema Vorfußlaufen solltest du noch eines wissen. Der Mensch bewegte sich zwei Millionen Jahre lang barfuß fort, und er läuft erst seit 40 Jahren in Nike, Adidas, Brooks oder Asics. Auch dem frühen Menschen standen alle drei Lauftechniken zur Verfügung. In der Regel bevorzugte er wohl den Vorfußlauf. Und warum wohl?

Weil die Erstberührung mit dem Vorfuß den starken Aufprallschock vermeidet, den das Aufkommen mit der Ferse verursacht und der sich dann durch den Körper nach oben fortpflanzt, mit allen nachteiligen Folgen für die menschliche Biomechanik. Beim Vorfußlaufen wird der vertikale Aufprallschock effizienter in Bewegungsenergie umgewandelt, ähnlich einem Bleistift, den man nicht senkrecht fallen lässt (Fersenlauf), sondern in einem Winkel auf den Boden auftreffen lässt (Vorfußlauf). Über die Pronation des Fußes, die muskuläre Arbeit des Fußgewölbes, seiner Bänder und Sehnen, die Achillessehne und die Wadenmuskulatur wird die Aufprallenergie abgepuffert und im Körper für den nächsten Vorwärtsschritt gespeichert. Vorfußlaufen ist also schonender und Energie sparender.

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Hallo! Ich würde mir auch noch eine Zweitmeinung einholen. Vielleicht gibt es ja in deiner Nähe einen anderen Sportmediziner oder du gehst zu einem Orthopäden. Auf Dauer kannst du die Beschwerden auch osteopathisch behandeln lassen, eventuell zusätzlich. In vielen Fällen zahlt das die KK.

Auf jeden Fall würde ich jetzt bei den stärker gewordenen Schmerzen nicht unter Schmerzmitteln weiterlaufen.

Danke für Deine Meinung. Ich wollte halt zunächst eine Einschätzung für den Termin zum Laufen (heute) und so schnell krieg ich ja keinen Termin beim nächsten Fachmann, das dauert ja immer so elend ;-). Bei dem am Montag war ich terminlos, da Schmerzen und dort standen vor der Praxis (eine Viertelstunde vor Öffnung) bereits 28 Leute vor mir in der Schlange. Die verteilen Nummern - daher weiß ich das so genau... Und ich kann ja auch nicht ständig von der Arbeit weg zum Arzt. Aber dann mache ich wohl mal einen weiteren Termin.

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