Ist scharfes Essen wirklich gut bei Erkältung?

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Scharf und feurig durch den Winter Scharfes Essen ist bei uns noch immer eher etwas für Wagemutige. Doch die traditionelle chinesische Medizin rät gerade jetzt im Winter zu feurigen Gewürzen. Sie wärmen!

Scharfes Essen vertreibt Erkältungen Scharfe Gewürze spielen eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Erkältungen: Scharfes Essen wirkt schweißtreibend und vertreibt die innere Kälte.

Ingwertee oder ein leichtes Essen, ordentlich mit Chili gewürzt, sind daher die richtigen Mittel, wenn eine Erkältung im Anzug ist.

Aber es gibt noch einiges Wissenswertes und noch mehr (positive) Wirkungen von Schärfe:

Scharf macht euphorisch Was wir als scharf empfinden, ist eigentlich so etwas wie ein Schmerzeindruck. Der Organismus reagiert darauf, indem er Endorphine ausschüttet. Diese erzeugen ein Gefühl von Glück und Zufriedenheit.

Scharf entschärft Kalorien Scharfes Essen kann aber auch im Kampf gegen die ungeliebten Speckpölsterchen helfen. Fette Kalorienbomben lassen sich zum Teil entschärfen, wenn sie mit Chili, Pfeffer und Co. gewürzt sind.

Fett "geht in Flammen auf" Fette tragen am stärksten zur Entstehung von Übergewicht bei. Außerdem bleibt nach fettem Essen die Wärmebildung (Thermogenese) aus. Nach Mahlzeiten mit hohem Kohlehydratanteil wird dagegen der Organismus zur Verbrennung der Kalorien angeregt.

Scharfe Gewürze heizen die Thermogenese an. Manche Ernährungsphysiologen empfehlen daher, überschüssige Fettkalorien durch scharfe Gewürze in Flammen aufgehen zu lassen.

Joghurt löscht inneren Brand Wer zu scharf gegessen hat, kann das innere Feuer nicht mit Wasser löschen. Milch und Joghurt helfen dagegen, die Glut zu löschen, was die Inder schon lange nutzen, wenn sie scharfe Currys mit Joghurt zubereiten.

Auch eine Zuckerlösung brachte unvorsichtigen Feuerschluckern bei Tests Erleichterung.

Schlechte Chancen für Bakterien Viele Gewürze besitzen antibakterielle Eigenschaften und können auch Pilze im Wachstum hemmen.

Auch Zimt, Gewürznelken, Oregano und Thymian können Bakterien in Schach halten. Chili, Pfeffer, aber vor allem Knoblauch und Zwiebeln zeigten besondere Wirkung gegen Bakterien.

Schärfe als Medizin Für die Schärfe verantwortlich ist Capsaicin. Capsaicin leistet bei der Behandlung rheumatischer Schmerzen in Form von Pflastern hervorragende Dienste. Auch auf die Schleimhäute hat Chili überraschend positive Wirkungen.

Sogar bei Cluster-Kopfschmerz, einer besonders schweren Form der Migräne, kann chiligeschärftes Essen helfen. Außerdem wirken sich scharfe Gewürze positiv auf die Verdauung aus.

Wer nicht scharf essen sollte Menschen mit empfindlichem Magen und Magenschleimhautproblemen reagieren auf Schärfe mit Schmerzen. Wer unter Sodbrennen leidet, sollte nur moderat würzen.

Eine günstige Wirkung auf die Magenschleimhaut lässt sich auch erzielen, wenn man auf Gewürze wie Pfeffer, Paprika oder Ingwer nicht verzichtet, sondern in geringen Mengen damit würzt.

Mild bis höllisch scharf Der Gehalt an Capsaicin entscheidet darüber wie scharf ein Gewürz ist. Er wird in Scoville- Einheiten ausgedrückt. Die Skala reicht von 0 (überhaupt nicht scharf, z. B. Gemüsepaprika) bis zu 300.000 (höllisch scharf, z. B. Habanero-Chili).

Der Jalapeno, in Amerika handelsüblich oder der in Italien beliebte Peperoncini liegen auf diese Skala unter 5.000 Scoville-Einheiten.

Chili Chili bildet die Grundlage der meisten bekannten scharfen Gewürzsaucen wie Tabasco (Chilischoten mit Essig und Salz), Harissa (Chili, Kreuzkümmel, Knoblauch, Salz, Olivenöl) oder Sambal Oelek (kleingehackte Chilischoten, Salz und Essig). Cayennepfeffer ist keine Pfeffersorte, sondern gemahlener Chili.

Pfeffer Unser Pfefferpulver stammt üblicherweise vom schwarzen Pfeffer. In den Handel kommt er auch als grüner Pfeffer, das ist früh geernteter Pfeffer, bei dem durch Einlegen in salzige oder saure Lake die Fermentation unterbunden wird.

Weißer Pfeffer wird aus vollreifen Früchten hergestellt, bei denen die äußere Hülle entfernt wird, weshalb zwar die Schärfe erhalten bleibt, aber bestimmte andere Aromastoffe fehlen. Schwarzer Pfeffer wird knapp vor der Reife gepflückt und dann bei mäßiger Hitze getrocknet.

Rosa Pfeffer ist nicht scharf. Er ist eher als optischer Aufputz denn als Gewürz zu betrachten.

Ingwer Der Ingwer stammt aus Asien. In der asiatischen Küche wird er eher roh geschätzt, gerieben oder fein gehackt. Wenn frischer Ingwer lange gekocht wird, steigt seine Schärfe, aber Aroma geht verloren.

Beim Braten in Öl weicht dagegen die Schärfe zugunsten eines feinen Aromas. Ingwer schmeckt gut in Suppen und hilft nicht nur gegen Erkältungen, sondern auch gegen Übelkeit.

Wasabi Wasabi kommt aus Japan, ist mit Kren botanisch verwandt und kann höllische Schärfe entwickeln. Im Handel ist er als feines blassgrünes Pulver erhältlich, dessen scharfer Geschmack sich erst im Kontakt mit Wasser nach wenigen Minuten entwickelt.

Wasabi hat eine antioxidative Wirkung und kann tumorvorbeugend sein. Neue Studien zeigten, dass Wasabi auch gegen Karies helfen kann. (Quelle: burgenland)

Erbrechen 2 Stunden nach dem Essen?

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