Ist Parkinson vererbbar?

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1 Antwort

Die Ursache von Parkinson (Morbus Parkinson) ist bei etwa 80 Prozent der Fälle unbekannt (= idiopathisch). In diesen Fällen spricht man deswegen auch von dem idiopathischen Parkinson-Syndrom.

Ausgelöst wird die Erkrankung durch einen Mangel an Dopamin im Streifenkörper (Striatum) des Gehirns.

Der Dopamin-Mangel entsteht, weil dopaminhaltige Nervenzellen in der schwarzen Substanz (Substantia nigra) fortschreitend absterben. Warum die Nervenzellen absterben, ist bis heute noch unklar.

Neben dem idiopathischen Parkinson-Syndrom werden je nach Ursache weitere Formen unterschieden:

  1. Familiäres Parkinson-Syndrom:

Dieser sehr seltenen Form liegen Veränderungen im Erbgut zugrunde.

Die Symptome zeigen sich bei Betroffenen meist bereits im jungen Erwachsenenalter (unter 40 Jahren).

  1. Symptomatisches (sekundäres) Parkinson-Syndrom:

Auslöser sind Umwelteinflüsse oder andere Erkrankungen.

Beispielsweise können Vergiftungen mit "Nervengiften" wie Kohlenmonoxid oder Mangan Parkinson-Symptome auslösen.

Auch bestimmte Medikamente wie Neuroleptika oder blutdrucksenkende Mittel sind verantwortlich für solche Symptome.

Begleitend treten Parkinson-Erscheinung auch in Verbindung mit bestimmten Krankheiten auf. Hierzu zählen beispielsweise Hirntumoren, Stoffwechselstörungen (Morbus Wilson) oder häufig wiederkehrende Traumata wie sie zum Beispiel beim Boxen entstehen (sog. Boxerparkinson).

(http://www.onmeda.de/krankheiten/parkinson-ursachen-1472-4.html)

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