Ist MRSA für Gesunde gefährlich?

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Nein, man merkt das nicht - jedenfalls nicht, wenn man "nur" Überträger ist. Er bricht auch nur dann aus, wenn die erkrankten Personen sehr stark immungeschwächt sind. Ich hatte einmal diesen Keim und es wurde auch nur festgestellt, weil ich auf eine andere Station verlegt werden sollte auf der man "keimfrei" sein muss = es wurde ein Test gemacht und somit wurde er diagnostiziert. Da er gegen (fast) alles resistent ist, war es enorm schwer diesen wieder los zu werden. Aber man merkt ihn nicht, wenn man (Kern-)gesund ist.

Wenn man den Keim hat und dieser "bricht aus", dann wird es schwierig, weil man dann eh ein schlechtes Immunsystem hat und dann noch den Keim: Lungenentzündungen, Entzündungen, Sepsis usw. = es ist dann absolut nicht spaßig.

Für gesunde Menschen ist er nicht gefährlich und er überlebt auch bloß in so sterilen Gegebenheiten, wie ihn das KKH bietet. Zuhause "überlebt" er nicht lange. Ich musste nach dem KKh-Aufenthalt meine Kleidung bei 60° waschen oder für 8 Wochen in einem Platikbeutel verschießen - danach sollte es keimfrei sein.

Nur während des KKH-Aufenthaltes war es wirklich unschön: ich war für 8 Wochen (!!!) in "Einzelhaft" (Einzelzimmer) und jeder der mich besuchen wollte musste sich verkleiden mit Kittel, Mundschutz, Handschuhe, Haube und desinfizieren. Logisch, dass mich selten jemand besucht hat. Das Zimmer konnte und durfte ich nicht verlassen... also kannte ich das Fernsehprogramm in- und auswendig. Ich war wirklich froh, als dann der Laborbericht bestätigte, dass der Keim endlich weg ist.

Routine-Eingriff, jetzt nur noch Probleme

Da ich nirgends etwas zu diesem Thema gefunden habe, schildere ich jetzt mein Problem einfach mal hier:

Vor einem Monat wurde bei mir am unteren Teil des Knies ein Überbein operativ (unter Vollnarkose) entfernt. Es war kein großer Eingriff, die überstehenden Knochen wurde einfach abgetragen. 

Zunächst war auch alles gut. Nach ca. 6 Wochen jedoch bemerkten wir keinen Heilungsprozess der Wunde. Ein Teil der Wunde wurde richtig dick und eiterig. Wir sind erneut ins Krankenhaus gefahren, dort haben sie mir die Wunde unter örtlicher Betäubung erneut geöffnet und ein Granulom entnommen. Entstanden ist das mutmaßlich aufgrund einer Allergie gegen die im Rahmen der Operation genutzten Fäden für die Hautnaht. 

Gleichzeitig wurde auch noch ein MRSA-Abstrich gemacht. Nach etwa einer Woche musste ich zur Kontrolle erneut ins Krankenhaus, wo mir dann auch die Fäden gezogen wurden. Es stellte sich hier heraus, dass reichlich MRSA-Viren gefunden wurden. Daraufhin verschrieb mir der Arzt das Antibiotikum Ciprofloxacin und meinte, dass ich nicht mehr wiederkommen brauche - es sei denn irgendetwas mit dem Knie sei nicht in Ordnung. 

Jetzt eine weitere Woche später fängt es an einer andere Stelle der ersten Wunde wieder an zu eitern. Die neue Wunde sieht auch aus als sei sie wieder offen bzw. als würde sie auch wieder anfangen zu eitern. 

- Ich weiß jetzt nicht ob ich lieber nochmal ins Krankenhaus soll, oder ob das wieder verheilt? 

- Ich würde außerdem gerne wissen, ob ein einfaches Antibiotikum gegen eine MRSA-Infektion helfen kann?

(Sorry falls ich nicht immer die passenden Begriffe gefunden habe. Aber mit 16 Jahren kennt man sich da noch nicht so aus). 

Vielen Dank im Voraus :)

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