Ist Homöopathie sanfter als chemische Medikamente?

4 Antworten

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"Alle Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist." sagte schon Paracelsus.

Wie Du schon richtig sagst, sind Medikamente (meist) Chemie, die verstoffwechselt werden muß.

Die klassische Homöopathie hingegen arbeitet, vereinfachend gesagt, weitgehend mit Informationen. Der Wirkstoff wird verdünnt (potenziert) und ist in den höheren Potenzen nicht mehr als Wirkstoff enthalten.

Du mußt aber wissen, daß die klassische Homöopathie nach Hahnemann nicht dasselbe ist wie "homöopathische Medikamente"! Eine Einführung in die klassische Homöopathie, die Dir viele Fragen beantwortet, findest Du hier: http://www.mickler.de/

Die meist als "Komplexmittel" (= festgelegte Kombinationen mehrerer Einzelmittel, die sich bei der Behandlung von Krankheiten besonders bewährt haben) angebotenen homöopathischen Medikamente haben meist eine niedrigere Potenz und sind eine Domäne der Selbstmedikation. Ihre Wirkstoffe sind "natürlichen" Ursprungs in ungefährlicher Dosis und gelten vielleicht daher als sanfter.

Ja, definitiv sanfter. Und definitiv wirkungslos in Härtefällen, davon kannst du ausgehen ;)

Für Kleinigkeiten hat es aber imho nur Vorteile!

Fingerhut (Digitalis) wird von der Medizin auch angewendet, aber unverdünnt.

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