Ist Handystrahlung schädlich?

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Handystrahlung ist schädlich!

Das lässt sich ganz einfach durch einen kinesiologischen Test beweisen. Da antwortet praktisch der Körper direkt auf diese Frage.

Es gibt aber auch eine Studie, die REFLEX-Studie.

Sie wurde ursprünglich von den Handy-Herstellern in auftrag gegeben, um die Ungefährlichkeit des Handys zu beweisen.

Tatsächlich ist die Handystrahlung etwa hundertmal schwächer als die Strahlung eines schnurlosen Telefons.

Und dennoch: In der Reflexstudie wurde nachgewiesen, dass schwache elektromagnetische Strahlung, wie sie ja bei Handy gang und gäbe ist, zu Brüchen der DNA führen kann.

Darauf hin wurde die Studie so leise wie möglich versenkt. Aber sie ist nicht verloren und jederzeit nachlesbar.

http://www.verum-foundation.de/cgi-bin/content.cgi?id=euprojekte01

Stellungnahme zum Abschlussbericht des REFLEX-Forschungsverbundes (5. EU-Rahmenprogramm)

Der Forschungsverbund REFLEX hat unter der Koordination von Prof. F. Adlkofer (VERUM-Stiftung, München) innerhalb des 5. EU-Rahmenprogramms die biologischen Wirkungen nieder- und hochfrequenter Felder in zahlreichen in vitro - Studien, d.h. an verschiedenen Zellkulturen, untersucht.

An dem Projekt waren 11 Forschergruppen aus 7 europäischen Ländern beteiligt. Bei den Experimenten handelte es sich nicht um Ringversuche mit einheitlichen, standardisierten Versuchsprotokollen, sondern um eine Vielzahl von Einzelexperimenten, die sich nur in wenigen Bereichen überschneiden oder ergänzen. Qualität und Darstellung der einzelnen Versuche sind sehr unterschiedlich und erfordern eine genaue Auseinandersetzung mit den einzelnen Ergebnissen.

Im Vordergrund stehen die Ergebnisse von zwei Arbeitsgruppen:

  • AG Rüdiger (Universität Wien): Genschädigende Wirkungen bei niederfrequenter und hochfrequenter Befeldung und
  • AG Tauber (Universitätsklinikum Benjamin Franklin Berlin): Genschädigende Wirkungen bei hochfrequenter Befeldung.

Mittlerweile wurde von der ebenfalls am REFLEX-Programm beteiligten Arbeitsgruppe von Prof. Bersani, Universität Bologna, der Versuch unternommen, die Ergebnisse der Arbeitsgruppe Rüdiger unabhängig zu bestätigen.

Obwohl die Versuchsbedingungen in hohem Maße übereinstimmten, konnten die Ergebnisse nicht reproduziert werden.

Es wurden weder DNA-Schäden im COMET Assay festgestellt noch wurden Mikrokerne induziert.

Die Veröffentlichung von Scarfi et al. 2005 [5] liegt vor, die Untersuchungen sind exakt beschrieben und es finden sich keine Anhaltspunkte für methodische Fehler. Die Ergebnisse sind aufgrund der mindestens dreifach durchgeführten Wiederholungsexperimente und der hohen Zahl ausgewerteter Zellen belastbar.

Eine aktuelle Arbeit von Burdak-Rothkamm et al. (2009) stützt die negativen Ergebnisse von Scarfi et al. (2005), nicht jedoch die Ergebnisse der Arbeitsgruppe Rüdiger.

AG Tauber:

Mittlerweile liegt auch zu diesem Komplex eine Publikation zum Versuch vor, die Ergebnisse der Wiener Arbeitsgruppe unabhängig zu reproduzieren, in diesem Fall von der Arbeitsgruppe Speit, Ulm [6].

Es wurden keine genschädigenden Effekte gefunden.

Weder die im REFLEX-Programm beobachteten DNA-Strangbrüche (nachgewiesen im COMET-Assay) noch das Auftreten von Mikrokernen konnten bestätigt werden. Diese Arbeit ist auch deshalb relevant, weil die Kooperation zwischen den Arbeitsgruppen aus Wien und Ulm sehr eng war.

Schlussfolgerungen:

Prof. Adlkofer, der Koordinator des REFLEX Programms, stellt im EU-Bericht abschließend fest, dass alle Ergebnisse ausschließlich an Zellkulturen gewonnen wurden und daher nicht geeignet sind, Aussagen über die gesundheitliche Relevanz für den Menschen zu treffen.

Diese Einschätzung gilt sowohl für die Ergebnisse zur Niederfrequenz als auch zur Hochfrequenz. Sie wird vom BfS geteilt.

Zellkulturversuche können wichtige Hinweise auf mögliche molekulare Wirkmechanismen oder Zielstrukturen liefern. Schlüsse über die physiologische Bedeutung im lebenden Organismus können aber nur im Zusammenhang mit Ergebnissen aus Tierversuchen oder epidemiologischen Studien gezogen werden.

(http://www.bfs.de/elektro/papiere/reflex_stellungnahme.htm)

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@Auskunft

Was richtig und was falsch ist, vermag ich nicht abschließend zu beurteilen, da ich an keiner der Studien teilgenommen habe und auch von keinem Interessierten Verband bezahlt wurde.

Was ich mittels kinesiologischer Tests persönlich festgestellt habe, ist dass ein "ungeschütztes" Handy oder DECT-Telefon meinem Organismus nicht gut tut.

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Muss bonifaz auf jeden Fall Recht geben, es gibt halt, wie so oft, keine Langzeitstudien. Wir wissen es nicht genau, aber ich glaube schon das unser Körper auf diese Art von Strahlung sehr sensibel reagiert!

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