Ist Gluten für eine gesunde Ernährung notwendig?

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3 Antworten

Eher im Gegenteil: Gluten ist das lateinische Wort für Leim; Gluten kann man deshalb als Klebereiweiß bezeichnen, das nicht nur im Korn so eine Funktion erfüllt, sondern auch im Darm. Da es nur schlecht verdaut werden kann, bleiben dort unverdaute Peptide zurück, darunter so genannte Exorphine, die auf das menschliche Gehirn und Nervensystem wie ein Opiat wirken. In gewisser Hinsicht macht Brot deshalb süchtig.

Wegen der hohen Klebekraft wurde aus einem nahen Verwandten des Glutens, dem Kasein („Käse“ ist davon abgeleitet), noch Anfang des 20. Jahrhunderts Holzleim hergestellt. Auch das so genannte „Kunsthorn“, oder Galalith, aus dem damals unter anderem Knöpfe und Schmuckstücke gefertig wurden, ist eigentlich nur ein gehärtetes Milcheiweiß.

Die Folgen dieser Klebewirkung im menschlichen Darm sind verlangsamte Verdauung und gehemmte Nährstoffaufnahme, woraus im Laufe der Zeit gewöhnlich ein Mangel an Nährstoffen entwickelt. Eine Dauerbelastung des Körpers durch Gluten und Kasein kann den Dünndarm sogar so weit schädigen, dass es zu einer chronische Entzündung inklusive Rückbildung der Darmzotten kommt, im Medizinergriechisch Zöliakie genannt. Die Darmwand wird dann durchlässig (Leaky-Gut-Syndrom), so dass die unverdauten Peptide in die Blutbahn gelangen, wo sie Immunreaktionen auslösen.

Da diese Symptome (Gelenkschmerzen, chronische Entzündungen, Migräne, Zahnschäden, Kreislaufprobleme, Ödeme, Depressionen, Eisenmangel, Menstruationsbeschwerden, Haut- und Atemwegserkrankungen usw.) oft nicht mit einer Nahrungsmittelunverträglichkeit in Zusammenhang gebracht werden, ist der Anteil der Menschen, die eigentlich kein Gluten vertragen wahrscheinlich deutlich höher als „offiziell“ angenommen.

Der Arzt und Naturheilkundler Axel Bolland geht nach einer von ihm durchgeführten Studie mit 650 Patienten sogar davon aus, dass eigentlich die meisten Menschen kein Gluten und Kasein vertragen (oder eben schlecht), nur wird das nicht klar offensichtlich, weil die Symptome nicht sehr ausgeprägt sind.

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Gluten ist in vielen Dingen enthalten und somit auch Bestandteil von vielem. Allerdings spielt es keine wichtige Rolle in gesunder Ernährung. Es gibt Glutenallergiker, die darauf so gut es geht Verzichten und sich deswegen nicht zwangsläufig ungesünder ernähren.

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Nein, Gluten ist ein Reserve-Eiweiß, das in bestimmten Getreidesorten wie z.B. Weizen, Roggen, Hafer und Gerste vorkommt.

Zwar spielt es in unseren Lebensmitteln eine zentrale Rolle, aber für eine gesunde Ernährung ist es nicht notwendig.

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