Ist es übertrieben, wenn Kinder kein Zucker bekommen?

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Ich finde es nicht für Sinnvoll, dosiert jeden Tag ein kleines Stück ist viel sinnvoller, denn die Kinder sehen es bei anderen und wenn sie dann irgendwo Süßes bekommen schlingen sie alles in ich rein. Meine Töchter und mein Enkel haben von klein auf an gelernt mit Süßen verantwortungsvoll umzugehen, bei meinem Enkel liegt immer irgendetwas rum und er geht nicht vn allein daran, sondern fragt immer ob er was haben kann. übrigens er ist 6 Jahre und total normalgewichtig

Das kommt aber sehr aufs Kind an. Das kannst Du sehr gut auch anders haben... MieneKinder haben alle fast keine künstlihen Süßigkeiten bekommen. Manche stopfen nun, manche nicht.

Es kommt auch ein bißchen auf den Vitamin-B-Hauhalt an, ob man Heißhunger auf Süßes hat oder nicht.

Ich würde jedenfalls niemanden verurteilen, der sein Kind zuckerfrei ernährt - und ich würde auch nie dagegen arbeiten! Es wäre gut, wenn es mehr zuckerfreie gäbe...

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Hallo, Ich möchte ganz gern kurz unsre Erfahrung berichten, unsre Kinder sind jetzt fast 7 und 4 Jahre alt. Ganz kurz zur Vorgeschichte: Nach reichlicher Recherche war uns klar: Zucker (industrieller, verarbeiteter) ist für den menschlichen Körper absolut schädlich. (Jeder der sich ernsthaft damit beschäftigt wird zu diesem Ergebnis kommen ;)). Also stand für uns fest, dass wir Zucker und alles was damit zu tun hat (genauso wie Alkohol - was ja für die meisten Eltern selbstverständlich ist) von unsren Kindern so lange wie möglich fern halten werden. Die ersten vier Jahre sind unsre Kinder beide völlig zuckerfrei aufgewachsen. Der ältere kam erst mit vier in den Kindi, bis dahin also gar kein Problem (klar muss man sich bei der lieben Verwandschaft teilweise vehement durchsetzen, aber das war es uns wert) und bei der Jüngeren haben wir das mit dem Kinditeam abgesprochen, dass sie für den Fall von Kindigeburtstagsmuffins ihre Alternative im Schrank hat, die sie dann bekommt. Hat immer gut funktioniert. Wir haben unsren Kindern immer altersgerecht erklärt warum wir das machen und sind natürlich selbst mit gutem Beispiel vorangegangen. Ab vier haben wir sie im Kindi oder bei anderen Leuten selbst entscheiden lassen, haben ihnen aber immer Alternativen angeboten (Vorratsbox im Kindi z.b.). Interessant ist nun, dass unsrer jüngeren Tochter tatsächlich alles zu süß ist, sie probiert "fremden" Kuchen mittlerweile kaum noch, weil er ihr bisher nie geschmeckt hat. Unser Großer hatte eine Phase, vielleicht ein halbes Jahr, in der er gerne die Muffins im Kindi gegessen hat, mittlerweile lehnt er diese Sachen (v.a. Wenn Zuckerzeugs oben drauf ist) auch wieder ab. Die Süssis-Geschenke-tüten von kindergeburtstagen bringen beide unangetastet mit nach Hause, schmeckt ihnen einfach nicht. Beide fragen viel nach, wollen im Supermarkt z.B. Genau wissen was wo drin ist und interessieren sich auch dafür was genau Zucker im Körper zum Beisp. macht. Ich würde sagen, mittlerweile entscheiden sie tatsächlich nicht nur nach Geschmack sondern auch nach Wissen und Verständnis. Dass sie nach Süßis gieren nur weil wir zu Hause zuckerfrei leben hab ich zu keinem Zeitpunkt feststellen können. Eher im Gegenteil, wenn es salzige Alternativen gibt dann ist ihnen das oft sogar lieber. Ich kann nur sagen, natürlich ist es ein gewisser Aufwand, denn einfach weglassen funktioniert natürlich nicht, Alternativen reichen jedoch völlig aus, und dann ist "ohne Zucker" wirklich mehr als die ganze Sache wert.

Ich denke das Hauptproblem ist dann zu Zeiten im Kindergarten oder in der Schule, denn dort gibt es immer wieder mal was und oft greifen diese Kinder dann besonders zu weil das neu und interessant ist. Ich halte es für besser die Kinder in Maßen an den Genuss zu gewöhnen, aber kontrolliert. Wenn ein Kind das kennt und weiß, fällt es ihm viel leichter zu verzichten, als wenn es verbotene Früchte sind, die dann besonders reizvoll sind.

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