Ist es ok ab und an mal auf die Sonnenbank zu gehen?

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Das wird unterschiedlich gesehen. Klar erhöht es das Hautkrabsrisiko, aber ich sehe die gesundheitlich-positiven Aspekte ebenso wie die Negativen.

Es ist erwiesen (obwohl viele anderer Meinung sind), dass die Vitamin-D-Bildung angeregt wird und sich somit positiv auf die Stimmung auswirkt. Man wird ruhiger, gelassener und besser gelaunt = ein minimal "antidepressive" Wirkung (eigene Empfindung). Außerdem kommt es ja auch darauf an, wie oft man geht: ich würde es nicht übertreiben = 1 bis maximal 2 mal pro Woche auf eine leichte bis mittelstarke Bank. Und dann auch nicht gleich für eine halbe Stunde, sondern nur kurz = so 10 bis 15 Minuten (maximal). Achte auf gute Beratung (kompetent und klar sollte sie sein!), nimm keine Medikamente ein und übertreib es nicht. Du solltest auch Volljährig sein. (Davon gehe ich aber aus!?!)

Übrigens: das Immunsystem wird auch gestärkt, was andere wiederum auch nicht so sehen.

Aber: gleichfalls sei auch nochmal darauf hingewiesen: die Hautkrebsgefahr wird erhöht = übertreib es nicht und schütze die Haut gut: Feuchtigkeit vor und nach der Besonnung!

Viel Spaß und gute Laune unter und von der "Sonne".

Die Auskunft von "Auskunft" ist gleichzeitig richtig (Verhaltensregeln) und kurios. Kurios deshalb, weil hier einseitig und ausschließlich auf mögliche negative Folgen der künstlichen Besonnung hingewiesen wird, ohne die nachweislich positiven Wirkungen auch nur zu erwähnen. Das ist etwa so, als ob ich über die Folgen einer Blinddarm-Operation schreibe und nur die Narbe und die möglichen Gefahren des Narbenbruchs erwähne, nicht aber über die Entfernung des lebensbedrohend entzündeten Blinddarms.

Tatsächlich kann ich auf der Sonnenbank Vitamin D "tanken", ohne dass die Haut schaden nimmt (die inzwischen zahlreichen Studien zu diesem Thema referiert auf http://www.SonnenNews.de). Dafür brauche ich allerdings eine gute Beratung, Hauttypenanalyse und Besonnungsplan mit entsprechend niedriger Bestrahlungsdosis. In guten Sonnenstudios gibt es so etwas routinemäßig.

Im "Vitamin D-Winter" (bei uns von Mitte Oktober bis März) entsteht beim Aufenthalt in der Natursonne kein Vitamin D mehr - die Sonne ist zu schwach und der Körper zu weitgehend bedeckt. Der Vitamin D-Serumspiegel im Blut sinkt kontinuierlich.

Da ohnehin 60 Prozent der deutschen Bevölkerung mit Vitamin D unterversorgt ist, entsteht regelmäßig gegen Ende des "Vitamin D-Winters" eine gesundheitlich bedenkliche Lage. Typisch dafür die Grippewellen zu dieser Zeit.

Da allein im vergangenen Jahr knapp 1.000 wissenschaftliche Studien die erstaunliche Breite der präventiven und therapeutischen Wirkungen des "Sonnenschein-Vitamins" gerade auf die chronischen und "Volkskrankheiten" belegen, ist es einigermaßen unverantwortlich, völlig undifferenziert vor der Nutzung von Solarien zu warnen. Studien - auch im Auftrag der eher Solarien-kritischen WHO - kommen zu dem Schluss, dass selbst eine (nicht empfehlenswerte) unkritische und unkontrollierte Nutzung der Solarien (und natürlich der Natursonne)gesundheitlich um ein Vielfaches (die Daten gehen vom 10-20fachen bis zum 2.000fachen) "günstiger" ist als der Verzicht auf die UVB-Strahlen und damit auf die natürliche Vitamin D-Synthese in der Haut.

Ein Posting wie das von "Auskunft" ist daher nicht nur einseitig und damit falsch, sondern auch einigermaßen "gefährlich" für die Gesundheit der Bevölkerung.

Übrigens: Die keineswegs unumstrittene Einordnung der Solarien als "krebserregend" durch die IARC bedeutet nichts anderes, als dass UV-Strahlen unter gewissen Voraussetzungen die Bildung von Hautkrebs fördern können. Das hatte man nun aber auch schon weit früher festgestellt: Die Sonne selbst ist nämlich schon vor mehr als 15 Jahren in diese Liste aufgenommen worden - neben Rotwein, Bier und gesalzenem Fisch auf der einen und Arsen und Senfgas auf der anderen Seite.

Also ich bin der Ansicht in Maßen genossen schadet es auch nicht mehr als im Sommer einen Tag draußen zu verbringen. Man sollte es nicht übertreiben, aber ich habe den Eindruck, dass Du das ganz moderat angehst und somit kann die Lichtwirkung auch positiv für die Psyche sein, was wiederum die Abwehrkräfte des Körpers stärkt und somit auch vor Krebs schützt.

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