Ist es normal, dass Bestrahlung der Hände erstmal wehtut?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Wenn die Bestrahlungen mittels Röntgenstrahlen (also: Röntgenreizbestrahlung, auch als Entzündungsbestrahlung oder Röntgentiefentherapie bekannt) erfolgen, dann ist es ziemlich "normal" (tritt bei ca. 30% der Patienten auf), daß Stunden oder auch wenige Tage NACH der jeweiligen Bestrahlungssitzung die Schmerzen sich zunächst verstärken können.

Genau das sollte allerdings bereits im Aufklärungsgespräch vom Arzt angesprochen worden sein, und die am meisten verbreiteten Aufklärungsblätter, auf denen der Arzt die wichtigsten Fakten anzeichnen kann, und die dann dem Patienten ausgehändigt werden, führen diese mögliche Reaktion ebenfalls auf.

Der häufigste Grund für diese Beschwerden wird in der lokalen Reaktion des Körpers auf den Entzündungsreiz gesehen, den die niedrig dosierte Röntgenstrahlung im Gewebe auslöst. Daraufhin kommt es u.a. zu einer vermehrten Durchblutung sowie u.a. zu einer Vielzahl von biochemischen Reaktionen, so wie sie der Körper natürlicherweise bei der Bekämpfung von Entzündungen bereitstellt.

Die therapiebedingten Beschwerden lassen in aller Regel binnen weniger Tage nach, die Besserung der ursprünglichen Beschwerden dauert allerdings häufig einige Wochen.

Sollte deine Tante dennoch weiterhin unsicher sein, sollte sie sich nicht scheuen, den behandelnden Arzt anzusprechen. Der weiß ja vll. gar nichts von ihrer Verunsicherung...

hallo beamer 05, habe Deinen Kommentar zu meiner Antwort bezüglich der Röntgenbestrahlung der Hände erhalten. Ich habe selbst mehrere dieser Röntgentiefenbestrahlungen bei meiner Sprunggelenksarthrose erhalten- keine Schmerzen danach und auch keine Besserung der Symptomatik nach einigen Wochen. Mit Hammermedizin meinte ich nicht die Bestrahlungen, die sicherlich auch bei vielen Menschen hilfreich sein kann, sondern die so genannte Basis-Therapie, die oft bei Arthritis, Rheuma oder auch Arthrose verordnet wird und die massive Nebenwirkungen haben kann, wie z. B. Cortison, MTX, Enbrel, Sulfosalazin usw.). Ich war jahrzehntelang in Kliniken und Arztpraxen tätig und weiß, wovon ich hier spreche- habe diese Probleme bis zum bitteren Ende bei meiner Mutter erlebt, die Polyarthritis hatte und zu "Tode therapiert" wurde mit eben dieser Hammermedizin. Ich gebe hier nur meine eigenen Erfahrungen weiter und hoffe, dass ich einigen Fragestellern auch gute Tipps geben kann. Sunny 1202

0
@sunny1202

Ich habe selbst mehrere dieser Röntgentiefenbestrahlungen bei meiner Sprunggelenksarthrose erhalten- keine Schmerzen danach und auch keine Besserung der Symptomatik nach einigen Wochen

Das tut mir leid. Es ist tatsächlich so, daß manche Gelenke bzw. Bestrahlungsentitäten mit sehr hohen Ansprechraten um die (80%) behandelt werden können, so z.b. Fingergelenke, Ellbogen ("Tennisarm"), Schulter und auch Fersensporne. Andere Gelenke, wie bei dir das Sprunggelenk, Knie- und Hüftgelenke haben -aus noch nicht genau bekannten Gründen erkennbar schlechtere Erfolgsraten von teilweise nur wenig über 50%. Trotzdem ist es eine im Vergleich zu verschiedenen anderen Therapiemethoden (von denen Du ja einige genannt hast) eine sehr verträgliche und eben doch insgesamt sehr erfolgreiche Behandlung.

Nur so war mein Kommentar gemeint.

Schade, daß bei Dir die Reizbestrahlung nicht zur Besserung führte.

0

hallo Isoldemy, Bestrahlungen- egal welcher Art - sollten nicht wehtun oder gar starke Schmerzen verursachen. Welcher Art sind die Bestrahlungen? sind es Röntgenstrahlen, die z.b. bei Arthrose eingesetzt werden ( aber auch nicht immer hilfreich sind) ? die steifen Gelenke (sicher vor allem morgens) und die Verdickungen können eine Arthritis sein, muss aber abgeklärt werden, welcher Art die Arthritis ist. Aber auch Arthrosen der Fingergelenke können diese Beschwerden verursachen. Nicht gleich die "Hammermedizin" sich verordnen lassen, die mehr Schaden als Nutzen anrichtet, sondern erst alle anderen "alternativen" Möglichkeiten ausschöpfen. Google mal bei Arthritis/Arthrose im Internet und schaue nach, was es da für natürliche Mittel gibt. Alles gute für Deine Tante, Sunny1202

Was bei einer -wenn es sich bei der Fragestellerin denn darum handelt- Röntgenreizbestrahlung "Hammermedizin" sein soll, könntest du vielleicht noch mal erläutern, vielleicht kann man das dann verstehen.

Welchen "mehr Schaden als Nutzen" du dabei erkennen kannst, würde mich interessieren.

Gerade bei einer Röntgentherapie (Entzündungsbestrahlung) ist die Möglichkeit einer Schmerzzunahme, insbesondere am Behandlungsbeginn bekannt und fast typisch (was sich aus dem Wirkmechanismus erklärt), aber eben in aller Regel kurzzeitig, die Behandlungsergebnisse allerdings sind -bei richtiger Indikation- sehr gut.

0

Was möchtest Du wissen?