Ist es gefährlich, wenn ein Halswirbel verschoben ist?

3 Antworten

Ich glaube nicht, dass bei Ihnen ein Halswirbel verschoben ist. Die Halswirbel werden durch stabile Bänder und die Intervertebralgelenke in ihrer Position gehalten und können nur in geringem Umfang gegeneinander bewegt werden. Um einen Halswirbekörper aus seiner Position zu verschieben, ist eine erhebliche Kraft erforderlich. Wenn es tatsächlich passiert (z.B. im Rahmen eines Verkehrsunfalles), ist durch Quetschungen und Einblutungen des Rückenmarks mit schweren neurologischen Ausfällen zu rechnen (hoher Querschnitt). Auch die hirnversorgenen Vertebralarterien würden bei einer Verschiebung eines Wirbelkörpers komprimiert werden oder sogar zerreißen, was unter Umständen nicht kompensiert werden kann. 

Viel wahrscheinlicher ist, dass Sie neuromuskuläre Beschwerden der HWS haben (Volksmund: "Blockierung"). Hierbei finden sich keine Veränderungen an der Halswirbelsäule, die in der Bildgebung darstellbar sind, somit kann auch nichts "eingerenkt" werden.

Einen Schlaganfall durch manuelle Therapie herbeizuführen verlangt schon ein extrem grobes Vorgehen oder eine vorgeschädigte Wirbelsäule. Ist eher unwahrscheinlich.

Aber ich spüre, wenn ich meine Wirbelsäule abtaste, dass da oben ein Knochen mehr nach links geht...

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@Unicci

Knochen (und auch andere paarige Gewebestrukturen) sind nie völlig symetrisch gewachsen.

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Hallo Unicci,

in der Halswirbelsäule befinden sich zwei Arterien die nicht gerade aus Gummi sind.  Art. vertebralis und Art. Subclavia  diese beiden versorgen das Gehirn.

Das heisst wenn Du das bemerken würdest real  das sich die Halswirbelsäule verschoben hätte würdest Du schon heftige Probleme bekommen. >Das Rückenmark hat einen Durchmesser von 10 -14 mm

Also wenn man da etwas verschieben würde wäre das schon heftig

Hier kannst Du das Ganze ein mal anschauen.

http://www.montazem.de/deutsch/html/halswirbelsaule.html

Im Normalfall halten die Bänder + Uncovertebralgelenke alles zusammen. Eine Spondylolisthese (Wirbelgleiten) spielt in dem Alter noch keine Rolle. Wo immer die an der WS. auftritt.

Gruss Stephan

Ich würde dir dringend raten zu einem Orthopäden zu gehen und das dann gegebenfalls durch röntgen mal kontrollieren zu lassen. 

Mein Sohn hatte vor kurzen einen ebenfalls verschobenen Halswirbel, er ist in der Schule gegen die Tafel gekracht. Hatte darauf hin zwar keine Schmerzen aber eben ein komisches Gefühl genau wie du das beschreibst. Ich hab ihn daraufhin von seinem Fußballspiel abgeholt und mir ist aufgefallen das sein Kopf eine leichte Schiefstellung hatte. Wir sind sofort zu unserem Orthopäden des Vertrauens gefahren, der ebenfalls sofort alle Termine abgeblockt hat. Wir kamen sofort dran, da war mir dann der Ernst der Lage bewusst.  Es ist nämlich so das du Zentrale Nervenstränge auf Dauer einklemmen kannst was mittel bis langfristig erhebliche Folgen haben kann. Wir wurden dann kurz zu einem anderen Arzt zum röntgen verwiesen, mit der Gewissheit das ein Wirbel verschoben war, war es dann eigentlich nur noch ein kurzer Handgriff der sehr konzentriert ausgeführt werden musste aber zum Glück war dann alles in Ordnung.

Und ja es kann zu einem Schlanganfall kommen, deswegen würde ich wirklich dringend zu einem fachkundigen Arzt gehen. Das Risiko das an dieser empfindlichen Stelle Verletzungen und Einrisse entstehen die daraufhin zu Blutgerinseln und Verstopfungen führen ist sehr hoch.

Das was du geschrieben hast macht mir total Angst, weil ich dieses Gefühl seit gestern um 16 Uhr habe. Ich bin Fahrrad gefahren, Zuhause angekommen, habe meinen Hals nach rechts gedreht und dann hat es leicht geknackt und jetzt habe ich die ganze Zeit leichte Schmerzen, die auch in den Rücken ausstrahlen und manchmal in den Kopf.

Ich bin jetzt im Krankenhaus und habe total Angst. :(

Mir ist auch aufgefallen, wenn ich meinen rechten Arm hebe und hinten am Rücken fühle, das ein Knochen/Wirbel weiter links ist als die anderen.

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@Unicci

Ich wollte dir auf keinen Fall Angst machen, leider ist damit halt nicht ganz zu spaßen deswegen kann ich deine Reaktion auf meine Antwort durchaus verstehen. Am besten du lässt dich von den Ärzten im Krankehaus beraten, notfalls sollen diese dich an einen ausgewießenen Facharzt weiterleiten. Ich hatte damals auch große Sorgen um meinen Sohn und trotzdem ist alles gut geworden. Du wirst kurz ein kleines Knacken verspüren und dein Wirbel wird wieder in der Reihe sein. Mach dir nicht allzu viele Gedanken es wird schon werden.

Ich wünsch dir noch alles Gute und viel Erfolg im Krankenhaus würde mich freuen wenn du danach berichtest ob alles geklappt halt und du hoffentlich wieder heil und unbeschwert wieder kommst.

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