Ist es empfehlenswert, als Nichtdiabetiker Metformin zu nehmen ?

1 Antwort

Wer keine biochemische, physiologische, pharmakologische oder medizinische Ausbildung genossen hat, sollte sich mit gefährlichem Halbwissen definitiv zurückhalten.

Metformin hemmt die Glukoneogenese in der Leber, die Aufnahme von Glukose im Darm, senkt den BZ durch erhöhte Aufnahme in die Muskulatur und senkt den Appetit! Das Krebsrisiko sinkt. Und auch Kardiovaskuläre Ereignisse wie Stroke und ACS treten seltener auf. Unter Metformin kann KEINE HYPOGLYKÄMIE auftreten. Deswegen wird es als "First-line-drug benutzt"

Es kann bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz(wie z.B. bei schlecht behandeltem Diabetes) leider nicht gegeben werden. Übelkeit kann auftreten. Selten kann auch eine Laktatazidose auftreten...aber wiegesagt selten.

Der Bevölkerung ab 50 als Prophylaxe Metformin zu geben? Ich denke aus medizinischer Sicht ist das gar kein so verwerflicher Gedanke wenn man an die Folgekosten von DM2, Stroke und Krebs denkt....

Was möchtest Du wissen?